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Zitate alter und aktueller Bauernregeln, eine Wettervorschau sowie Hinweise auf bevorstehende Veranstaltungen des Ortsrings werden Ihnen auf dieser Seite regelmäßig von unserem Pressewart Dr. Manfred Böhmer zur Verfügung gestellt. Übrigens: Die Beiträge werden auch regelmäßig im "Mitteilungsblatt" der Stadt Lohmar sowie im "Stadtecho Lohmar" veröffentlicht.

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Liebe Ortsring-Freunde!
In den vergangenen Tagen haben Sie sicher an den verschiedensten Stellen gelesen oder gehört, dass dieser April der wärmste seit Beginn der Wetter-Aufschreibungen gewesen ist. Ich denke, dass dies’ jeder kritiklos hingenommen hat, denn wir hatten ja wirklich sehr schöne frühlinghafte Tage, denken Sie beispielsweise an Karfreitag bis Oster-Sonntag. In der Presse wurde allerdings häufig die Einschränkung gemacht, dass diese Rekord-Temperaturen vor allem für den Nordosten gelten (denken Sie an die Karten im Fernsehen mit der „Waldbrand-Gefahr“!). Da wir jedoch alle sehr zufrieden mit diesem April waren, will ich Ihnen kurz meine Statistik aufschreiben, um zu zeigen, dass unsere Begeisterung nicht nur auf das Ende unseres endlosen Winters zurückzuführen ist, sondern dass der April auch in unserer Ecke Deutschlands bemerkenswert war:
Mit einer mittleren Temperatur von 14,6°C war dieser April auch in Birk fast exakt vier Grad wärmer, als der Durchschnitt der entsprechenden Monate der vergangenen dreißig Jahre und erreichte fast die mittlere Mai-Temperatur! Allerdings war es nicht der wärmste April „seit Beginn der Wetter-Aufschreibung“, denn Sie erinnern sich vielleicht noch an den April 2007, der bei uns noch ein Grad wärmer gewesen ist. Aber auch so wird uns der Monat sicher noch lange im Gedächtnis bleiben; es gab keine Frostnacht, dafür hatten wir immerhin drei Sommertage, d.h. Tage mit Temperaturen über 25°C, wobei am 15. April mit 26,4°C der wärmste Tag gemessen wurde! Und immerhin sieben Tage mit wolkenlosem Himmel habe ich notiert. Der einzige Wermutstropfen bei den Temperaturen bzw. beim Sonnenschein war die Tatsache, dass ausgerechnet bei der Osterwanderung des Heimatvereins am Oster-Montag ein Temperatursturz um sieben Grad erfolgt war, so dass die Wanderung und die Ostereier-Suche bei stark bewölktem Himmel, Temperaturen um 17 Grad, aber immerhin trocken erfolgte.
Damit wären wir bei den Niederschlägen: wenn es auch zunächst unglaublich klingt, so wissen Sie doch mittlerweile sicher, dass der durchschnittliche April mit nur wenig über 100 Litern pro Quadratmetern (oder 100 mm Niederschlag) der trockenste Monat des Jahres ist. So war dieser April mit etwa 85 Litern zwar trockener als der Durchschnitt, aber Rekord-verdächtig war er nicht! Erinnern Sie sich noch an das schon erwähnte Jahr 2007? In dem Monat ist es das erste Mal in dreißig Jahren gewesen, dass ich keinen einzigen Tropfen Regen aufschreiben konnte! Aber auch in diesem Jahr konnte man nicht klagen denn etwa drei Viertel der oben genannten Niederschlagsmenge fiel an einem Tag, dem 17. April! Wenn wir uns auch fast alle gefreut haben, dass der Monat so schön war, so lassen Sie mich doch zum Schluss einschränken: durch den eher geringen Niederschlag (nach dem sowieso schon relativ trockenen Winter) dauert es vielleicht noch ein klein wenig länger, bis wir wieder unser gewohntes sauberes Wahnbachtalsperren-Wasser aus dem Wasserhahn zapfen können!
Aber nun an dieser Stelle, der aktuelle Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender 2009 Ihres Ortsrings Birk:
Termine vom 01.05. –28.05.2009 im Bezirk Birk - Heide – Inger
· 01.05.2009, 11.00 Uhr: Maiansingen, Heimatverein Birk, Dorfplatz Birk
· 09.05.2009, 14.00 Uhr: Konfirmation, ev. Kirchengemeinde, ev. Kirche Birk
· 10.05.2009, 10.15 Uhr: Konfirmation, ev. Kirchengemeinde, ev. Kirche Birk
· 16.+17.05.2009: Stadtfest „40 Jahre Lohmar“, Stadtmacher, Lohmar-Ort
· 21.05.2009, 11.00 Uhr: Himmelfahrtswanderung zum HKV Breidt, Heimatverein Birk, Dorfplatz Birk
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien wieder im Namen vom Ortsring-Vorstand aber auch ganz persönlich ein schönes, erholsames Wochenende sowie eine erfolgreiche neue Woche! Und wie immer: bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
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Liebe Ortsring-Freunde!
In meinem Beitrag im „Stadtecho“ vom 10.4.2009 hatte ich kurz auf die HV-Osterwanderung 1979 verwiesen, und wie das Wetter uns im Winter vor dreißig Jahren mitgespielt hat. Da mir dort aber der Platz fehlte, möchte ich an dieser Stelle noch einmal auf das Wetter von Winter 1978/79 sowie das nachfolgende Frühjahr eingehen. Sie wissen sicher noch aus eigener Erinnerung oder den verschiedenen Fernsehbeiträgen des vergangenen Winters vor allem auf MDR und RBB, wie der Winter vor 30 Jahren vor allem dem Norden und noch mehr der DDR zugesetzt hat. Aber dazu der Bericht über unser Birker Wetter, wie er 1980 im Heft 1 der „Heimat-Bilder“ des Heimatvereins veröffentlicht wurde:
Nachdem die letzten Tage des Jahres 1978 dem Norden Deutschlands die berühmte Schneekatastrophe des Jahrhunderts gebracht hatten, erlebte auch unsere Heimat zur Jahreswende Temperatur- und Schneerekorde, über die noch lange gesprochen werden wird. Ein Hochdruckgebiet über Skandinavien mit Temperaturen von -47°C und ein Tief über Frankreich bewirkten eine über Deutschland nach Süden wandernde Niederschlagsfront verbunden mit rapide fallenden Temperaturen. Während am Mittag des 30. Dezembers in Birk noch 9°C gemessen wurden, lag an Silvester die Mittagstemperatur bereits bei -13°C. Als die Glocken das neue Jahr einläuteten, zeigte das Thermometer bereits -17°C. Da außerdem starker Schneefall eingesetzt hatte, ist die Neujahrsnacht 1978/79 sicher in vielen Häusern ruhiger gewesen, als geplant war.
Als der Heimatverein am Neujahrstag nach einem sonnigen Vormittag mit -18 C am Nachmittag seine traditionelle Neujahrswanderung startete, ahnte niemand der 90 mutigen Wanderer, dass sie auf der Höhe zwischen Straßen, Wahn und Schreck ein Schneesturm und 20° Kälte erwarteten. In 20 cm tiefem Schnee wurden sie jedoch an der fast fertigen Schutzhütte von unermüdlichen Helfern mit Glühwein und scharfen Getränken wieder erwärmt.
Wenn auch nicht im gleichen Maß, wie zum Beginn, so war der Januar doch ein Rekord-Wintermonat. So wies der Monat lediglich am 30. eine frostfreie Nacht auf, und da auch die Höchsttemperaturen nur selten, und auch dann nur wenig, die Frostgrenze überstiegen, so lagen auch die mittleren Temperaturen (aus Maximal- und Minimalwert errechnet) nur am 30. und 31. über 0°C, d.h., wir hatten 29 Frosttage. Dies führte zu der unnatürlich hohen Zahl von 12 Eistagen (Tages- und Nachttemperatur unter Null Grad). Mit einer Durchschnittstemperatur von - 3,7°C lag damit der Monat Januar auch weit unter der langjährig ermittelten mittleren Januartemperatur von 2,1°C. Am 12. Januar erreichte die Schneehöhe in Birk auf freier Fläche 40 cm; trotz einiger Eisregen und einiger frostfreier Tage lag auch zum Monatsende noch immer eine geschlossene Schneedecke.
Demgegenüber gestaltete sich der Februar wesentlich freundlicher. Als am 14. aus Norddeutschland eine neue "Schneekatastrophe des Jahrhunderts" gemeldet wurde, befürchtete man auch in unserer Heimat wieder das Schlimmste, jedoch blieb die Wetterfront kurz vor dem Kölner Raum stehen. Zwar wies auch der Februar keine frostfreie Nacht auf, doch blieben die Tagestemperaturen immer klar über der 0°-Marke, was bewirkte, dass die mittlere Februar-Temperatur mit 0,25°C „nur“ um rund 3°C unter der langjährigen Durchschnittstemperatur lag. Mit 55 mm Niederschlag (gegenüber einem Durchschnitt von 113 mm) war der Februar sogar ein ausgesprochen trockener Monat.
Dieses relativ günstige Wetter kam den Bemühungen von Vereinen, Dorf- und Straßengemeinschaften sowie all den anderen Jecken unseres Bezirks zugute, die in wochenlanger Arbeit in Scheunen, Höfen und Hinterhöfen den ersten großen Birker Karnevalszug vorbereiteten. Wenn auch die Initiative der Fußballabteilung des TuS Birk nicht vergessen werden darf, die 1978 mit ihrem Dreigestirn Prinz Helmut, Jungfrau Petra und Bauer Charly den Anstoß zum Birker Straßenkarneval gegeben hatten, so wird doch der erste „große" Zug und damit das Jahr 1979 in die Geschichte des Birker Karnevals eingehen. Das schon erwähnte günstige Februarwetter ging Hand in Hand mit dem Birker Karneval. Als am 2. Februar die traditionelle "Feuerwehrsitzung", erfolgreich wie immer, über die "Bühne" des Saales Fielenbach ging, setzte auch das langersehnte gründliche Tauwetter ein. Oder brachte das bei dieser Sitzung proklamierte l. Birker Prinzenpaar Udo I. (Fielenbach) und Elke I. (Hering) das Eis zum Schmelzen? Der "Birker Wönk" gab seinen Namen in diesem Jahr dem Birker Weiberfastnacht am Mittwoch vor Karneval völlig zu Unrecht, denn strahlender Sonnenschein lachte über Birk, während am eigentlichen Weiberfastnacht im ganzen Rheinland Nebel und leichter Schneefall den Karneval etwas grau erscheinen ließen. Ähnliches ist auch vom Karnevalszug zu berichten. Während am Karnevals-Samstag der Pohlhausener Zug bei eisigem Wind und am Rosenmontag der Lohmarer Zug bei Kälte und bedecktem Himmel für Aktive und Zuschauer Schnupfen und kalte Füße brachten, kam beim Birker Zug gerade rechtzeitig beim Start in Algert die Sonne durch, so dass in vielen Straßen am Zugweg noch lange nach dem Zug gesungen, getanzt und nicht zuletzt auch getrunken wurde.
Nachdem Veilchendienstag und Aschermittwoch nochmals herrliches Wetter gebracht hatten, begannen die Fastenzeit und der März mit ausgesprochen unfreundlichem Wetter, was sich den ganzen Monat auch nicht wesentlich änderte. Regen, Schnee, Sturm und am Frühlingsanfang sogar Hagel verhießen für das Frühjahr nichts Gutes. Zahlreiche Niederschläge führten dazu, dass der langjährige Birker Mittelwert bei weitem überschritten wurde, während die mittlere Tagestemperatur mit 5,8°C in etwa den Durchschnitt erreichte. Im ansonsten veranstaltungsfreien Fastenmonat März feierte die Birker Kirchengemeinde übrigens das 40jährige Priesterjubiläum ihres Pastors Otto Biesing am 4. März.
Auch im April lag die mittlere Temperatur mit 9,4°C etwa ein Grad unter dem langjährigen Mittel und auch die Niederschlagsmenge erreichte mit 80 mm fast den Durchschnittswert. Dieser gute Eindruck täuscht jedoch, denn er wurde nur durch das herrliche Wetter der Karwoche bewirkt (Ostern lag damals am 15. April). So wurde am Karsamstag ein Temperatur-Maximalwert von 27°C gemessen! Die erste und letzte Aprilwoche hingegen brachten erhebliche Niederschlagsmengen. So fielen auch am Weißen Sonntag 10 mm Regen, so dass mancher Kommunions-Spaziergang buchstäblich ins Wasser fiel. Besonders hatte auch der Heimatverein unter dem wechselhaften Aprilwetter zu leiden. Nachdem am Ostersonntag-Nachmittag noch 25°C zu verzeichnen waren, machten sich Ostermontag nur etwa 40 Personen nach einem rapiden Temperatursturz bei nur 5°C und Nieselregen auf zum Osterspaziergang zur Heide, wo allerdings der Osterhase ein Einsehen hatte und in einem für Erwachsene "reservierten" Waldstück zahlreiche Fläschchen mit scharfem, wärmendem Inhalt versteckt hatte. Auch der "Tanz in den Mai" im Franzhäuschen (durch den Sparclub Heide) und im Gasthof Fielenbach vom Heimatverein musste künstlich "Mai-Gefühle" erzeugen, denn außerhalb vom Saal an den Maibäumen war wahrhaftig vom Mai noch nichts zu verspüren. So mancher junge Mann wird sich in dieser Nacht einen Schnupfen (neben seinem Kater) geholt haben.
So weit der damalige Wetter-Bericht, wobei ich ergänzen muss, dass die zitierten Mittelwerte die aktuellen nach den milden Jahren der letzten Zeit errechneten sind!
Aber nun an dieser Stelle, der aktuelle Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender 2009 Ihres Ortsrings Birk:
Termine vom 10.04. –07.05.2009 im Bezirk Birk - Heide – Inger
· 13.04.2009, 14.00 Uhr: Osterwanderung, Heimatverein Birk, Dorfplatz Birk
· 18.04.2009, 19.00 Uhr: Saison-Eröffnungsfeier, T.C. Heide, Clubhaus, Heide
· 19.04.2009, 11.00 Uhr: Dorfflohmarkt, Dorfgemeinschaft Algert, Algert
· 24.04.2009, 10.00 Uhr: Sprechstunde der Seniorenvertretung, Jugendzentrum Birk
· 25.04.2009, 20.00 Uhr: „Sommer, Sonne, Strand“, Feuerwehr Birk, Gerätehaus Birk
· 26.04.2009, 9.00 Uhr: Kommunion, kath. Kirchengemeinde, Pfarrkirche Birk
· 30.04.2009, abends: Aufstellen der Maibäume, Dorfjugenden, Dorfplatz der Ortsteile
· 01.05.2009, 11.00 Uhr: Maiansingen, Heimatverein Birk, Dorfplatz Birk
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien wieder im Namen vom Ortsring-Vorstand aber auch ganz persönlich ein schönes, erholsames Wochenende sowie eine erfolgreiche neue Woche! Und wie immer: bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
(Ortsring-Pressewart)
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Liebe Ortsring-Freunde!
Im Stadtecho Lohmer vom heutigen Tag hatte ich Ihnen die Analyse des März-Wetters versprochen. Nun, sehr aufregend wird dieser Bericht nicht werden, wie auch das Wetter des Monats absolut nichts Bemerkenswertes aufwies. Lediglich die beiden letzten Tage waren sowohl hinsichtlich der maximalen Temperaturen als auch bezüglich der Sonnenschein-Dauer endlich einmal Tage, die wie Frühling aussahen und ein Ende des Endlos-Winters andeuteten (was sich seitdem ja auch bestätigt hat). Aber der Reihe nach: mit einer mittleren Temperatur von 6,5°C entsprach der März 2009 nahezu punktgenau dem langjährigen Birker März-Durchschnitt, der nur wenige Zehntelgrad darüber liegt. Der Grund dafür liegt darin, dass wir zwar nur wenige „warme“ Tage hatten (nur an zwei Tagen erreichte die Temperatur die 15-Grad-Marke), dass es andrerseits jedoch auch nur zwei Frostnächte gab (und auch die nur so gerade eben!). Nur drei wolkenlose Tage habe ich notiert, sehr häufig habe ich „Aprilwetter“ aufgeschrieben, d.h. also Sonne, Wolken, Regen oder Niesel, häufig auch kurze Hagelschauern. Wenig Wind gab es, richtigen Sturm glücklicherweise überhaupt nicht. Und ich sprach gerade über Niederschläge: auch dazu kann man nur sagen: der Monat war ein absoluter Durchschnitts-März, denn mit ca. 140 mm Niederschlag, oder 140 Liter pro Quadratmeter wurde fast genau der langjährige Birker Durchschnittswert getroffen. Damit soll es dann auch genug sein für heute!
Aber nun an dieser Stelle, der aktuelle Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender 2009 Ihres Ortsrings Birk:
Termine vom 03.04. –30.04.2009 im Bezirk Birk - Heide – Inger
· 13.04.2009, 14.00 Uhr: Osterwanderung, Heimatverein Birk, Dorfplatz Birk
· 18.04.2009, 19.00 Uhr: Saison-Eröffnungsfeier, T.C. Heide, Clubhaus, Heide
· 19.04.2009, 11.00 Uhr: Dorfflohmarkt, Dorfgemeinschaft Algert, Algert
· 24.04.2009, 10.00 Uhr: Sprechstunde der Seniorenvertretung, Jugendzentrum Birk
· 25.04.2009, 20.00 Uhr: „Sommer, Sonne, Strand“, Feuerwehr Birk, Gerätehaus Birk
· 26.04.2009, 9.00 Uhr: Kommunion, kath. Kirchengemeinde, Pfarrkirche Birk
· 30.04.2009, abends: Aufstellen der Maibäume, Dorfjugenden, Dorfplatz der Ortsteile
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien wieder im Namen vom Ortsring-Vorstand aber auch ganz persönlich ein schönes, erholsames Wochenende sowie eine erfolgreiche neue Woche! Und wie immer: bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
(Ortsring-Pressewart)
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Liebe Ortsring-Freunde!
Heute ist Frühlingsanfang, und zwar fast genau um die Mittagszeit. Das bedeutet, dass heute Tag und Nacht (ungefähr) gleich lang sind. Wieso das in diesem Jahr am 20. März der Fall ist, in anderen Jahren am 21. (selten sogar am 19.), möchte ich Ihnen im Folgenden kurz erläutern, wie ich es Ihnen heute im „Stadtecho“ versprochen hatte. Die Ungenauigkeit hängt mit der Bewegung der Erde um die Sonne zusammen: Die Drehung der Erde um die Sonne dauert etwa ein Jahr, die Drehung der Erde um sich selbst dauert etwa einen Tag. Als nächster Faktor kommt nun noch der Kalender, also die Tatsache, dass ein Jahr genau in 365 Tage aufgeteilt ist, und auch ein Tag eine exakte Länge hat. Die Bewegung von Erde und Sonne jedoch lassen sich damit nicht genau in Einklang bringen, so dass ein astronomisches Jahr einige Stunden länger dauert, als ein Kalenderjahr. Der astronomische Frühlingsbeginn ist jedoch genau nach dem Sonnenstand definiert, es ist nämlich der Zeitpunkt, wenn die Sonne mittags („im Zenit“) genau über dem Äquator steht. Das war heute (kalendarisch) etwa um die Mittagszeit, wird im kommenden Jahr jedoch etwa sechs Stunden später sein. Im übernächsten Jahr (2011) wird dies’ wieder einige Stunden später erfolgen, das wäre dann am 21. März der Fall. Damit sich das Datum und überhaupt die Ungenauigkeiten zwischen Kalender und astronomischem Jahr nicht immer weiter aufsummieren, gibt es alle vier Jahre in unserem Kalender den Schalttag (dieser wurde schon im julianischen Kalender eingeführt). Dann rutscht dadurch der Frühlingsanfang in 2012 wieder auf den 20. zurück. Entsprechendes gilt natürlich auch für den Beginn der anderen Jahreszeiten.
Wir können die Erklärung noch etwas komplizierter machen: die Abweichung zwischen astronomischem und kalendarischem Jahr betragen jedoch nicht genau 24 Stunden, bzw. unser Frühlingsbeginn weicht nicht, wie oben erwähnt, um sechs Stunden ab, sondern nur um fünf Stunden und etwa 50 Minuten Das heißt, dass der Schalttag eine Überkompensation bewirkt. Im Fall des Frühlingsanfangs führt das dazu, dass der erwähnte Frühlingsbeginn in 2011 am 21. März das letzte Mal in diesem Jahrhundert auf diesen Tag fällt. Danach werden wir für lange Zeit immer den 20. März als Frühlingsbeginn haben, bevor in 2048 der 19. März Frühlingsanfang sein wird, was dann immer häufiger der Fall sein wird, bis durch den ausfallenden Schalttag im Jahr 2100 (das wurde in unserem gregorianischen Kalender eingeführt) der Frühlingsanfang wieder zwischen 20. und 21. März pendeln wird. So, damit wollen wir es jedoch bewenden lassen, wir können ja zum Sommerbeginn (wenn es Sie interessiert) die Erläuterung fortsetzen.
Aber nun an dieser Stelle, der aktuelle Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender 2009 Ihres Ortsrings Birk:
Termine vom 20.03. –16.04.2009 im Bezirk Birk - Heide – Inger
· 22.03.2009, 11.00 Uhr: Volleyball-Turnier, TuS Birk, Sporthalle Birk
· 27.03.2009, 10.00 Uhr: Sprechstunde der Seniorenvertretung, Jugendzentrum Birk
· 28. u. 29.03.2009, 19.30 Uhr: „Bankraub mit Hindernissen“, „Die Statisten“, Bürgerhaus Birk
· 13.04.2009, 14.00 Uhr: Osterwanderung, Heimatverein Birk, Dorfplatz Birk
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien wieder im Namen vom Ortsring-Vorstand aber auch ganz persönlich ein schönes, erholsames Wochenende sowie eine erfolgreiche neue Woche! Und wie immer: bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
(Ortsring-Pressewart)
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Liebe Ortsring-Freunde!
Achtung: heute ist schon wieder ein „Freitag der Dreizehnte“! Nein, keine Angst, ich schreibe nicht darüber, denn ich habe es erst vor vier Wochen getan!
Dafür aber ein paar Wetter-Regeln zum Trost für diejenigen, denen dieser lange Winter, bzw. der immer noch nicht so rechte Vorfrühling, auf den Geist geht: „Märzensonne - kurze Wonne“ oder „Ein schöner März macht dem Bauern Schmerz“ und „Wenn der März mait, märzt der Mai“. Und zum Schluss „Sind März und April zu trocken und licht, so gerät das Futter nicht“. Also: das Mistwetter ist ganz normal, unsere Vorväter hatten das auch schon beobachtet und sich gemerkt und haben festgestellt: das verspricht einen schönen Mai und eine gute Ernte! Aber (und das riecht man seit einigen Tagen schon in unseren Dörfern) die Landwirte müssen jetzt intensiv an die Arbeit, denn das wussten unsere Altvorderen auch schon: „Bauer lass schärfen Deine Pflugscharn - auf, auf, s’ist Zeit zu Acker zu fahr’n“ sowie „Der liebe März nimmt den Pflug am Sterz“, aber „Sät der Bauer im März zu früh, ist’s oft vergebliche Liebesmüh“.
Und morgen (14.3.) ist der Namenstag von Mathilde, und auch da wollte niemand mehr Schnee sehen: "Mathilde noch Schnee tut den Früchten weh!" Meine Quelle beschreibt Mathilde als „Wohltäterin und Klostergründerin“. Sie war die Tochter des sächsischen Grafen Dietrich, war schön, anmutig, gelehrt, geschickt. Herzog Heinrich von Sachsen, der spätere König Heinrich I., vermählte sich 909 mit ihr. Mit ihm bekam sie fünf Kinder, darunter den späteren Kaiser Otto I. und Bruno, den späteren Erzbischof von Köln. Nach dem frühen Tod ihres Mannes gab sie sich ganz der Wohltätigkeit hin, war eine gute „Mutter der Nation“. Sie stiftete mehrere Klöster im Harz, darunter Quedlinburg, wo sie auch begraben ist.
Ein wesentlich wichtigerer Tag in den Hausbüchern ist am Dienstag (17.3.), Namenstag von Gertrud: der Gertrudentag war ein wichtiger Lostag: „Es führt Sankt Gertrud die Kuh zum Kraut, das Ross zum Pflug, die Bienen zum Flug“. Gertrud war bei unseren Vorfahren eine sehr wichtige Heilige und wurde hoch verehrt. Sie war Tochter von Pippin dem Älteren und lebte im 7. Jahrhundert. Sie wurde von unseren bäuerlichen Vorfahren bei Mäuse- und Rattenplagen angerufen, da ihr Gebet nach der Legende einmal eine Mäuseplage in ihrer Heimat beendet hat und damit ihre Mitbürger vor einer Hungersnot bewahrt wurden. Daher wird Gertrud in alten Darstellungen auch häufig mit einer Maus abgebildet. Sie tat außerdem natürlich reichlich Gutes, kümmerte sich um Arme und Kranke und wurde damit zur Patronin vom Herbergen und Spitäler (die in früheren Zeiten daher auch häufig ihren Namen trugen), sie war die Schutzheilige der Armen, Witwen, Reisenden und Pilger sowie der Gärtner. Daneben wurde sie auch bei Fieber um Hilfe angerufen. Aber zurück zur beginnenden Feldarbeit: „Gertrud mit der Maus treibt die Spinnerinnen raus“ (dieser Spruch besagte, dass auch die Frauen jetzt mit aufs Feld zum Beginn der Feldarbeit gehen mussten). Im Zusammenhang mit den Spinnerinnen und der Feldarbeit im beginnenden Frühling möchte ich noch einmal einen Spruch erläutern, der sicher in den meisten Fällen falsch gedeutet wird: „Spinnen am Abend erquickend und labend, Spinnen am Morgen bringt Kummer und Sorgen“. Völlig zu Unrecht wird dieser Spruch mit den kleinen ungeliebten Krabbeltierchen in Verbindung gebracht, sondern er meint das Spinnen: denn auf einem gut gehenden Hof konnten die Frauen und Mädchen auf dem Feld oder im Stall und Hof mit Hand anlegen, während auf einem weniger gut gestellten Hof die Frauen auch tagsüber, also auch schon am frühen Morgen, am Spinnrad saßen, um mit ihrem Zuverdienst die Familie zu unterstützen.
Aber zurück zu den Wetter-Regeln zu Gertrud: „Mitte Märzen soll der Bauer im Feld ’rumsterzen“ kündigt den Beginn der Feldarbeit an. Für die Freunde von dicken Bohnen ist das ein wichtiger Tag, denn unsere Hausbücher sagen „An Sankt Gertrud ist es gut, wenn in die Erd' man Bohnen tut“ oder “Willst du Dicke Bohnen essen, darfst du Gertrud nicht vergessen.“ Und "Sonniger Gertrudentag Freud’ dem Bauern bringen mag" sowie "Ist's an St. Gertrud sonnig, dann wird's dem Gärtner wonnig." All’ diese Bauern-Regeln deuten auf Gertrud als Frühlingsbotin; daher wurden früher am Gertrudentag auch die Bienenkörbe aufgestellt, auch glaubte man, dass in der Gertrudsnacht die besten Eier gelegt werden. Und die Zugvögel erwartete man: „Gertraud bringt uns die Störche her, und Bartholomäus macht ihre Nester wieder leer“ (Bartholomäus ist am 24. August). Ist’s an Gertrud jedoch noch kalt, machte man eine schlechte Vorhersage für das Jahr: „Sieht Sankt Gertrud Eis, wird das ganze Jahr nicht heiß“ und "Friert es an St. Gertrud, der Winter noch 14 Tag' nicht ruht."
Aber nun an dieser Stelle, der aktuelle Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender 2009 Ihres Ortsrings Birk:
Termine vom 13.03. –09.04.2009 im Bezirk Birk - Heide – Inger
· 22.03.2009, 11.00 Uhr: Volleyball-Turnier, TuS Birk, Sporthalle Birk
· 27.03.2009, 10.00 Uhr: Sprechstunde der Seniorenvertretung, Jugendzentrum Birk
· 28. u. 29.03.2009, 19.30 Uhr: „Bankraub mit Hindernissen“, „Die Statisten“, Bürgerhaus Birk
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien wieder im Namen vom Ortsring-Vorstand aber auch ganz persönlich ein schönes, erholsames Wochenende sowie eine erfolgreiche neue Woche! Und wie immer: bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
(Ortsring-Pressewart)
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Liebe Ortsring-Freunde!
In der heutigen Ausgabe des „Stadtecho“ habe ich Ihnen die Auswertung des Februar-Wetters versprochen. Nun, spannend wird dies’ sicher nicht werden, denn niemand von uns wird es in besonderer Erinnerung behalten. Aber, was sein muss, muss sein:
Nach dem extrem kalten Januar hatten wir ja alle gehofft, dass der Februar schon erste Frühlingstage bringen würde. Daher waren natürlich alle „Winter-Hasser“ schrecklich enttäuscht, als der Februar nach anfänglichen milden Tagen ab dem 10. noch einmal einen echten Wintereinbruch mit einer 10-cm-Schneedecke brachte, die fast eine Woche liegen blieb. Die Temperaturen waren zwar nicht besonders niedrig, so dass die mittlere Februar-Temperatur mit genau drei Grad Celsius nur knapp unter der langjährigen Birker Februar-Temperatur blieb. Es gab zwar keinen einzigen „Eistag“ (maximale Temperatur unter Null Grad) und nur drei „Frosttage“ (d.h. die mittlere Temperatur lag unter Null Grad), aber die Mittagstemperaturen bewegten sich meist im niedrigen einstelligen Bereich. Nur an einem einzigen Tag (und das auch nur am letzten Tag des Monat) stieg das Quecksilber über die 10-Grad-Marke, was im vergangenen Februar immerhin an 12 Tagen der Fall gewesen ist. Im vergangenen Jahr habe ich mir notiert, dass wir bereits am 11. Februar mittags auf der Terrasse gesessen haben; davon konnte man in diesem Jahr ja wirklich nur träumen! Waren im vergangenen Jahr die ersten Kraniche am 8. Februar gesichtet worden, so kam die erste Kranich-Meldung in diesem Jahr am 16.. Allerdings müssen diese Vögel ganz schön verdutzt geschaut haben, denn wenn sie am darauffolgenden Morgen in ihren angestammten Revieren an der Ostsee ihre Pause eingelegt haben, lag dort noch Schnee! Und noch einen Frühlingsmelder beobachte ich seit Jahren: unsere Amseln. Und da habe ich mir sowohl im vorigen wie auch in diesem Jahr die ersten singenden Amseln am 28. Februar aufgeschrieben.
Noch ein Wort zu den Niederschlägen: mit einer Regen- (bzw.Schnee-) -menge von 109 mm (oder 109 Litern pro Quadratmeter) lag dieser Februar nahezu exakt im langjährigen Birker Mittel. Eine positive Bemerkung sollte man vielleicht doch machen: nachdem im vorigen Jahr Februar und März außerordentlich stürmisch waren, war der Februar 2009 in dieser Hinsicht sehr „gnädig“ und es gab im Monat keinen einzigen Sturmtag!
Und noch einen Merkposten hat ja wohl jeder von uns: im vergangenen Jahr zog unser Karnevalszug am 3. Februar bei strahlendem Sonnenschein durch unsere Dörfer, während wir in diesem Jahr am 22. Februar Dauerregen notieren mussten, und jeder, gleich ob Zugteilnehmer oder Zuschauer, nach dem Zug erst einmal aus einem völlig durchnässten Kostüm in ein „Alternativ-Kostüm“ steigen musste. Apropos „strahlender Sonnenschein“: einen einzigen solchen Tag habe ich in diesem Februar notiert (am 14. während der Schneeperiode), während ich im vergangenen Jahr 13 wolkenlose Tage aufgeschrieben habe!
Sie wissen ja, dass ich keine Wetter-Prognosen abgebe, aber eine Hoffnung kann man ja äußern: im vergangenen Jahr hatten wir extrem warme Monate Januar und Februar, auf die dann ein ganz besch....er Sommer folgte. Jetzt haben wir gerade einen langen Winter mit kaltem Januar und schlechtem Februar hinter uns. Hoffentlich kann man dann folgern, dass jetzt ein besonders schöner Sommer folgen muss! Schau’n wer ’mal!
Aber nun an dieser Stelle, der aktuelle Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender 2009 Ihres Ortsrings Birk:
Termine vom 06.03. –02.04.2009 im Bezirk Birk - Heide – Inger
· 06.03.2009, 19.00 Uhr: Weltgebetstag der Frauen, Ökumene, ev. Kirche Birk
· 06.+07.03.2009, 10.00 Uhr: „Lohmar fegt los“, Heimatverein und Vereine, dezentral
· 08.03.2009, 14.00 Uhr: Kindersachen-Basar, Förderverein „Heidekraut“, Kita. St. Mariä Geburt, Heide
· 22.03.2009, 11.00 Uhr: Volleyball-Turnier, TuS Birk, Sporthalle Birk
· 27.03.2009, 10.00 Uhr: Sprechstunde der Seniorenvertretung, Jugendzentrum Birk
· 28. u. 29.03.2009, 19.30 Uhr: „Bankraub mit Hindernissen“, „Die Statisten“, Bürgerhaus Birk
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien wieder im Namen vom Ortsring-Vorstand aber auch ganz persönlich ein schönes, erholsames Wochenende sowie eine erfolgreiche neue Woche! Und wie immer: bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
(Ortsring-Pressewart)
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Liebe Ortsring-Freunde!
Heute ist wieder einmal ein „Freitag, der Dreizehnte“! Und da ich lange nichts mehr darüber geschrieben habe, werde ich Ihnen heute noch einmal die ganze Geschichte mit allen Besonderheiten erläutern. Die Idee, dass Freitag, der 13., ein Tag ist, der Pech bringt, ist ziemlich neu. Dieser Aberglaube entstand nämlich erst im 20. Jahrhundert. Aber die Zahl 13 und der Wochentag Freitag symbolisieren schon lange etwas Besonderes.
Die Zahl 13 ist gefürchtet, weil sie größer ist als die Zahl 12, sie wird in der Zahlensymbolik auch „eine übersteigerte Zwölf“ genannt. Und die 12 steht für kosmische, jahreszeitliche und religiöse Ordnung: es gab die 12 Apostel, das Jahr hat 12 Monate, es gibt 12 Sternzeichen und 12 Tag- bzw. Nachtstunden. Die 13 bringt die Ordnung der Zahl 12 durcheinander, der Volksglaube sagt, der Satan habe bei ihr die Hand im Spiel, man bezeichnet sie daher in einigen Landstrichen auch als „Dutzend des Teufels“. Und beim letzten Abendmahl wurde Jesus von der 13. Person verraten: Judas. Es gibt Hotels oder Krankenhäuser, die keine Zimmer mit der Nummer 13 haben und Flugzeuge, die keine 13. Sitzreihe haben. Kirchturmuhren schlagen (logischerweise) maximal zwölfmal; so stammt das Sprichwort „Jetzt schlägt’s 13!“ von dieser Aussage, denn 13 Schläge bedeuten etwas Außergewöhnliches, etwas Ärgerliches usw..
Und was hat es mit dem Freitag auf sich? Dieser Wochentag wird besonders in der christlichen Kultur mit Unglück in Verbindung gebracht: Angeblich wurde Christus an einem Freitag (Karfreitag) gekreuzigt. Ein Jahr, welches mit einem Freitag beginnt, wurde früher ebenso als Unglücksjahr bezeichnet, wie ein mit einem Freitag beginnender Monat als Unglücksmonat gefürchtet war. An einem Freitag sollte man keine neue Wohnung beziehen und kein neues Geschäft beginnen. Man durfte nicht verreisen, nicht die Stelle wechseln, keine Wäsche waschen, schon gar nicht in einem Bach, da man dann eine Überschwemmung befürchtete. Eine am Freitag geschlossenen Ehe wird unglücklich und bleibt kinderlos. Freitagskinder haben im Leben viel zu leiden. An einem Freitag darf man sich nicht kämmen, sonst vermehrt sich das Ungeziefer, nichts verleihen, kein Obst pflücken, sonst trägt der Baum im nächsten Jahr nicht mehr. Von Hexen darf man nicht reden, denn sie hören es und rächen sich. An einem Freitag muss man zum ersten Mal einspannen und mit der Ernte beginnen. Wer sich am Freitag bei zunehmendem Mond die Haare schneiden lässt, dem wachsen sie gut, ebenso die Nägel. Freitagskinder, am Sonntag getauft, sind gut bestrahlt wie Sonntagskinder. Wie am Freitag das Wetter ist, besonders zur Mittagszeit um zwölf Uhr, so wird es auch am Sonntag sein.
Die Kombination von Freitag mit der Zahl 13 wird dann letztendlich erst dem (deutschen) Börsenkrach von 1927 zugeschrieben, da dieser mit dem berühmten „schwarzen Freitag“ (13. Mai 1927) begann. In Börsenkreisen hat es allerdings auch vorher schon „Schwarze Freitage“ gegeben, man bezeichnete damit allgemein Freitage mit einem extrem schlechten Börsenergebnis. Am 24. September 1869 bewirkten Goldspekulationen an der Wallstreet vermutlich den ersten schwarzen Freitag. Ein anderes häufig zitiertes Beispiel ist das Platzen der Spekulationsblase der deutschen Gründerzeit am 9. Mai 1873.
Und zum Schluss noch eine Bauern-Regel zu Freitag, dem Dreizehnten: „Am Dreizehnten, wenn Freitag ist, der Bauer sich ins Bett verpisst!“
Aber nun an dieser Stelle, der aktuelle Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender 2009 Ihres Ortsrings Birk:
Termine vom 13.02. –12.03.2009 im Bezirk Birk - Heide – Inger
· 15.02.2009, 15.00 Uhr: Kindersitzung, K.G. „Fidele Birker“, Bürgerhaus Birk
· 18.02.2009, 15.11 Uhr: Damensitzung, K.G. „Birker Wönk“, Bürgerhaus Birk
· 20.02.2009, 18.00 Uhr: Verteilung Wurfmaterial, Ortsring Birk, Feuerwehrgerätehaus Birk
· 20.02.2009, 20.11 Uhr: Karnevalsparty, TuS Birk, Bürgerhaus Birk
· 22.02.2009, 14.00 Uhr: Karnevalszug 2009, Ortsring Birk, ab Franzhäus-chen, Heide
· 22.02.2009, 16.00 Uhr: Zugabschluss mit Tanz, Ortsring Birk, Bürgerhaus Birk
· 24.02.2009, 20.00 Uhr: Möhneball, Heimatverein und Ortsring, Gaststätte Fielenbach, Birk
· 25.02.2009: Fischessen, Gaststätte Fielenbach, Birk
· 27.02.2009, 10.00 Uhr: Sprechstunde der Seniorenvertretung, Jugendzentrum Birk
· 06.03.2009, 19.00 Uhr: Weltgebetstag der Frauen, Ökumene, ev. Kirche Birk
· 06.+07.03.2009, 10.00 Uhr: „Lohmar fegt los“, Heimatverein und Vereine, dezentral
· 08.03.2009, 14.00 Uhr: Kindersachen-Basar, Förderverein „Heidekraut“, Kita. St. Mariä Geburt, Heide
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien wieder im Namen vom Ortsring-Vorstand aber auch ganz persönlich ein schönes, erholsames Wochenende sowie eine erfolgreiche neue Woche! Und wie immer: bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
(Ortsring-Pressewart)
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Liebe Ortsring-Freunde!
In der heutigen Ausgabe des „Stadtecho“ habe ich Ihnen versprochen, das Januar-Wetter auszuwerten. Nun war der Januar 2009 ja ein recht schöner Winter-Monat: über eine Woche eine geschlossene Schneedecke bei herrlichem Sonnenschein, auch darüberhinausgehend viele Sonnentage und nur wenig Niederschlag: da lachte das Herz eines jeden Spaziergängers! So weit das subjektive Empfinden; wie aber waren die echten Werte, und wie ist der Monat im Vergleich zu anderen Jahren einzustufen?
Nach den beiden extrem milden Januar-Monaten 2007 und 2008 mit mittleren Temperaturen von 5,9 bzw. 5,3 Grad Celsius hatte man sich schon fast darauf eingestellt, dass der Klimawandel uns schon voll erreicht hat, und wir langsam mit milderen Wintern rechnen können. Aber schon der „kalte“ Dezember bremste diese Annahmen und der Januar hat uns gezeigt, dass nach einigen extrem warmen Jahren noch nicht auf ein verändertes Klima geschlossen werden darf. Denn dieser Januar war mit einer Durchschnittstemperatur von –0,3 Grad nicht nur zweieinhalb Grad kälter als der langjährige Birker Mittelwert für den Monat Januar, es war auch der viertkälteste Januar (nach 1979, 1985 und 1987), den ich in den letzten 30 Jahren jemals aufgeschrieben habe! Dafür ist natürlich in erster Linie die erste Monatshälfte verantwortlich mit 12 aufeinander folgenden Frostnächten, aber auch die niedrigen Mittagstemperaturen ließen die Mittelwerte so niedrig ausfallen. Erinnern Sie sich noch daran, dass in den beiden letzten Jahren an 11 bzw. 6 Tagen die Höchsttemperaturen die 10-Grad-Marke überschritten? Demgegenüber war das in diesem Jahr nicht ein einziges Mal der Fall, die höchste Temperatur im gesamten Monat wurde am 19. mit 7,8°C erreicht. In 20 Nächten gab es Nachtfrost und selbst an 7 Tagen stieg auch die Höchsttemperatur nicht über die Null-Grad-Marke (sogenannte „Eistage“). Und „Frosttage“, also Tage, an denen die mittlere Temperatur unter 0 Grad blieb, gab es in diesem Januar immerhin 13 (das sind mehr, als im gesamten vorigen Winter!). Übrigens: neun Tage habe ich als „wolkenlos“ notiert!
Und waren schon die Temperaturen rekordverdächtig, so war dies im Hinblick auf die Niederschläge noch stärker der Fall: mit 47 Millimetern oder 47 Liter auf den Quadratmeter erreichte dieser Januar nur genau ein Drittel der mittleren Januar-Niederschlagsmenge von Birk. Da ist es nicht verwunderlich, wenn in den letzten Tagen in der Presse zu lesen war, dass die Wahnbach-Talsperre noch lange nicht wieder genügend Wasser hat, dass wir daraus versorgt werden könnten! Und wenn man zusätzlich bedenkt, dass diese Niederschlagsmenge weitgehend nur an zwei Tagen fiel (am 5., als sich die Schneedecke bildete, sowie am 23., als sich zum Sturm Dauerregen gesellte), dann ist es nicht verwunderlich, dass dieser Monat in den Köpfen der „Winter-Hasser“ als angenehmer Monat erhalten bleiben wird. Nur zweimal in den letzten dreißig Jahren fiel in einem Januar weniger Niederschlag (1996 und 1997). Dann hoffen wir nur noch, dass die alte Wetter-Weisheit oder Bauern-Regel nicht stimmt, die da sagt: „Auf trockenen, kalten Januar folgt oft viel Schnee im Februar!“
Zum Schluss noch eine Bemerkung zur Tageslänge: seit der Winter-Sonnenwende am 21. Dezember sind die Tage schon wieder 96 Minuten, also mehr als anderthalb Stunden länger geworden. Die Tageslänge beträgt heute (alles gerechnet für Birk) etwa 9 Stunden und 32 Minuten!
Aber nun an dieser Stelle, der aktuelle Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender 2009 Ihres Ortsrings Birk:
Termine vom 06.02. –05.03.2009 im Bezirk Birk - Heide – Inger
· 15.02.2009, 15.00 Uhr: Kindersitzung, K.G. „Fidele Birker“, Bürgerhaus Birk
· 18.02.2009, 15.11 Uhr: Damensitzung, K.G. „Birker Wönk“, Bürgerhaus Birk
· 20.02.2009, 18.00 Uhr: Verteilung Wurfmaterial, Ortsring Birk, Feuerwehrgerätehaus Birk
· 20.02.2009, 20.11 Uhr: Karnevalsparty, TuS Birk, Bürgerhaus Birk
· 22.02.2009, 14.00 Uhr: Karnevalszug 2009, Ortsring Birk, ab Franzhäus-chen, Heide
· 22.02.2009, 16.00 Uhr: Zugabschluss mit Tanz, Ortsring Birk, Bürgerhaus Birk
· 24.02.2009, 20.00 Uhr: Möhneball, Heimatverein und Ortsring, Gaststätte Fielenbach, Birk
· 25.02.2009: Fischessen, Gaststätte Fielenbach, Birk
· 27.02.2009, 10.00 Uhr: Sprechstunde der Seniorenvertretung, Jugendzentrum Birk
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien wieder im Namen vom Ortsring-Vorstand aber auch ganz persönlich ein schönes, erholsames Wochenende sowie eine erfolgreiche neue Woche! Und wie immer: bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
(Ortsring-Pressewart)
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Liebe Ortsring-Freunde!
Im heutigen Stadtecho habe ich Ihnen versprochen, die Wetter-Regeln und Weisheiten für die kommende Woche aus den alten Hausbüchern etwas ausführlicher zu zitieren.
Der heutige Tag (30.01.) ist Martina gewidmet. Martina lebte um 200 in Rom und wurde als Christin erkannt und gefangengenommen. Sie wurde einer Reihe von Foltern überantwortet; himmlischer Beistand half ihr, sie zu überstehen. Gegeißelt und mit Haken gerissen, wurde sie im Amphitheater den Tieren vorgeworfen, aber der Löwe, der sie verschlingen sollte, legte sich ihr zu Füßen. Als Martina auf einen Scheiterhaufen gestellt wurde, erlosch das Feuer durch einen Gewitterregen; schließlich wurde Martina enthauptet. Sie ist Patronin von Rom und der stillenden Mütter und im Hausbuch steht: „Bringt Martina Sonnenschein, hofft man auf viel Korn und Wein“.
Und morgen, am 31.01., gibt es gleich zwei Schutzheilige, Eusebius und Vigilius. Und unsere Vorfahren wussten: „Friert es auf Eusebius (oder auch Vigilius), im März noch Kälte kommen muss“. Und hier sagt meine Quelle eine Trefferquote von 65% an; ein kaltes Januar-Ende bringt noch zahlreiche Frosttage im März. Na, dann steht uns ja noch etwas bevor, denn bei der derzeitigen Hochdruck-Wetterlage gibt es ja genügend Frost! Und wie lauten meine Hillije-Verzällcher zu den beiden Heiligen? Dem heiligen Eusebius, von Beruf Einsiedler, wurde im Jahre 884 von einem Bauern, den er rügte, weil er am Sonntag arbeitete, mit der Sense der Kopf abgeschnitten; mit dem Kopf unter dem Arm ging der Heilige noch eine Stunde weiter, um in der Kirche zu Viktorsberg eine Messe zu lesen. Vigilius lebte, wirkte und missionierte im 4. Jahrhundert in Norditalien. Als er im wilden Rendenatal eine Saturn-Statue zerstörte, wurde er von den empörten Einwohnern mit Knütteln und Holzschuhen erschlagen. Er wird daher immer mit einem Holzschuh dargestellt und gilt als Patron der Bergwerke.
Ein früher wesentlich intensiver begangener Festtag ist Montag, der 02.02., denn dann ist „Mariä Lichtmess“. dieser Tag wurde als Beginn des bäuerlichen Arbeitsjahres festgeschrieben, bis 1912 war der Tag offizieller Feiertag in Deutschland. Die länger werdenden Tage gestatteten einen weitgehenden Verzicht auf Lampen und Kerzen. Zur Feier des Tages wurden brennende Kerzen auf kleine Holzbretter gesetzt, die man dann auf Flüssen und Bächen treiben ließ. Beim Kirchgang wurden Kerzen geweiht, dabei trugen die Kinder weiße dünne Pfenniglichter, für die älteren Mädchen gab es sehr kunstvolle Kerzen, sogenannte Wachsstöckel, die als Schmuck dem Aussteuerschrank beigegeben wurden. Eine wichtige Kerze, die an Lichtmess gesegnet wurde, war die schwarze Wetterkerze, die vor Gewitter und Blitzschlag schützen sollte. Mit Mariä Lichtmess wurde die Weihnachtszeit beendet, die geschmückten Bäume wurden entfernt und die Krippen abgebaut. Und natürlich gab es zahlreiche Sprüche zu diesem Tag: „Wenn’s an Lichtmess stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit, ist es aber klar und hell, kommt der Lenz noch nicht so schnell“; ebenfalls sagte man „Sonnt sich der Dachs in der Lichtmesswoche, geht auf vier Wochen er wieder zu Loche“ oder „An Lichtmess Sonnenschein, wird’s ein spätes Frühjahr sein“ und „Wenn Lichtmess hell ist und klar, gibt es zwei Winter in diesem Jahr“ oder „Lichtmess Sonnenschein, bringt viel Schnee herein“ oder „Scheint zu Lichtmess die Sonne heiß, gibt`s noch sehr viel Schnee und Eis“ und „Scheint zu Lichtmess die Sonne klar, gibt's Spätfrost und ein fruchtbar Jahr“. „Wenn am Lichtmeßtag die Sonn den Pfarrer auf der Kanzel erwischt - friert’s 40 Tage lang“ oder „Lieber den Fuchs im Hühnerstall, als zu Lichtmess einen Sonnenstrahl“. Ein Spruch, welcher schönes Lichtmess-Wetter wünscht, lautet: „An Lichtmess muss die Lerche singen, und sollt ihr auch der Kopf zerspringen“. Ein anderer Brauch zu Lichtmess, der mit dem Frühjahr zu tun hat, wird aus Schwaben überliefert: die Imker liefen an diesem Tag mit einem Weckruf zu ihren Körben, um die Bienen herauszulocken.
Und am Dienstag, 03.02., ist der Namenstag von Blasius. Und natürlich weiß der Almanach auch zu dem Tag schlaue Sprüche: „St. Blas und Urban ohne Regen, folgt ein guter Erntesegen“ und "St. Blasius stößt dem Winter die Hörner ab". St. Blasius (einer der 14 Nothelfer) ist der Schutzpatron der Halsleidenden, Seifensieder, Windmüller und Blasmusikanten (merkwürdige Zusammenstellung!). In manchen Gegenden wird noch heute mit zwei vor dem Hals gekreuzten Kerzen der Blasiussegen erteilt. Im Volksmund spricht man dabei vom so genannten "Einblaseln". Und Blasiusbrot soll Halsweh kurieren.
Und letztendlich habe ich auch noch einen Spruch für den kommenden Donnerstag, 05.02., den Namenstag von Agatha, an welchem man sagte: „Sankt Agatha, die Gottesbraut, macht, dass Schnee und Eis gern taut“. Die Legende besagt, dass Agatha in der 1. Hälfte des 3. Jahrhunderts als schöne Adlige in Catania gelebt habe, sich der Brautwerbung des Statthalters widersetzt habe (weil sie Christin war), deswegen ins Gefängnis kam und schrecklich gefoltert wurde. Ihre Brüste wurden zerrissen, verbrannt und letztendlich abgeschnitten, sie wurde auf Scherben und glühende Kohlen gelegt. Das Volk zwang den Statthalter, von ihr abzulassen, so wurde sie ins Gefängnis geworfen, wo sie nach einiger Zeit starb. Am ersten Jahrestag ihres Todes wurde die Stadt Catania durch einen Lavastrom vom Ätna bedroht, ein weißer Schleier erschien jedoch aus Agatha’s Grabmal und lenkte den Lavastrom ab. Catania erkor sie zu seiner Schutzheiligen und feiert sie alljährlich ab dem 3. Februar mit einem dreitägigen Straßenfest. Agatha ist eine der 14 Nothelfer. "Agathenbrote" fütterte man dem Vieh vor dem Almauftrieb, Ochsen vor dem ersten Anspannen vor einem Pflug und Kühen vor dem Kalben; in Ecken gestreute Krumen dieses Brotes bewahren vor Feuer. "Agathenkerzen" schützen vor Feuer. Agatha ist Patronin von Ammen, Hirtinnen, Webern, Bergarbeitern, Goldschmieden, Glockengießern und Hungerleidenden; man betet zu ihr gegen den Ausbruch des Ätna sowie gegen Krankheiten der Brüste, Fieber, Brandgefahr, Hungersnot, Unwetter, Viehseuchen, Erdbeben und Unglück.
Aber nun an dieser Stelle, der aktuelle Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender 2009 Ihres Ortsrings Birk:
Termine vom 30.01. –26.02.2009 im Bezirk Birk - Heide – Inger
· 30.01.2009, 10.00 Uhr: Sprechstunde der Seniorenvertretung, Jugendzentrum Birk
· 31.01.2009, 20.11 Uhr: Karnevalsfête, K.K. „Fidele Birker“, Bürgerhaus Birk
· 05.02.2009, 15.11 Uhr: „Karnevalistisches Kaffeestündchen“, KFD, kath. Frauen Birk, Bürgerhaus Birk
· 15.02.2009, 15.00 Uhr: Kindersitzung, K.G. „Fidele Birker“, Bürgerhaus Birk
· 18.02.2009, 15.11 Uhr: Damensitzung, K.G. „Birker Wönk“, Bürgerhaus Birk
· 20.02.2009, 18.00 Uhr: Verteilung Wurfmaterial, Ortsring Birk, Feuerwehrgerätehaus Birk
· 20.02.2009, 20.11 Uhr: Karnevalsparty Ü-30, TuS Birk, Bürgerhaus Birk
· 22.02.2009, 14.00 Uhr: Karnevalszug 2009, Ortsring Birk, ab Franzhäuschen, Heide
· 22.02.2009, 16.00 Uhr: Zugabschluss mit Tanz, Ortsring Birk, Bürgerhaus Birk
· 24.02.2009, 20.00 Uhr: Möhneball, Heimatverein und Ortsring, Gaststätte Fielenbach, Birk
· 25.02.2009: Fischessen, Gaststätte Fielenbach, Birk
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien wieder im Namen vom Ortsring-Vorstand aber auch ganz persönlich ein schönes, erholsames Wochenende sowie eine erfolgreiche neue Woche! Und wie immer: bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
(Ortsring-Pressewart)
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Liebe Ortsring-Freunde!
Da der Terminkalender der kommenden Woche keine Ereignisse beinhaltet, die vom Ortsring kommentiert werden müssten, hatte ich im heutigen Stadtecho angekündigt, an dieser Stelle wieder einige Notizen aus den Hausbüchern unserer bäuerlichen Vorfahren aufzuschreiben.
Am kommenden Sonntag (25.01.) ist „Pauli Bekehrung“. Nach dem bäuerlichen Kalender war an diesem Tag der Winter halb vorbei, was bedeutete, dass die Tage schon merklich länger waren, aber auch die Heu- und Getreidevorräte zur Hälfte aufgebraucht waren: „Pauli Bekehr - der halbe Winter hin, der halbe Winter her“ oder „Pauli bekehr Dich - halb Winter scher Dich!“ Um diesen Lostag mit dem nahenden Frühling zu feiern, wurden Vögel und Storchennester aus Teig geformt und in Fett ausgebacken. Und natürlich wurde intensiv auf das Wetter geschaut und man erwartete einen schönen Tag, weil „St. Pauli kalt mit Sonnenschein, wird das Jahr wohl fruchtbar sein“ oder „Ist zu Pauli Bekehr das Wetter schön, wird man ein gutes Frühjahr seh’n, ist’s aber schlecht, dann kommt’s als fauler Knecht“ aber „Wenn es an Sankt Pauli schneit, folgt eine teure Zeit“ oder schließlich "Zu Pauli Bekehrung Regen, ist dies ein schlechter Segen."
Mit dem Fest der „Bekehrung des Paulus“ ist übrigens die Geschichte des Apostels Paulus (ursprünglich hieß er Saulus und war ein leidenschaftlicher Christenhasser) gemeint, der später die verschiedenen Missionsreisen unternommen hat (sein Namenstag ist auf „Peter und Paul“ am 29.06.). Paulus ist Patron zahlreicher Handwerker, die ich nicht alle aufzählen möchte, er wird aber auch angerufen für Regen und Fruchtbarkeit der Felder, er hilft gegen Furcht und Angst, gegen Ohrenleiden, Krämpfe und Schlangenbiss und schützt vor Blitz und Hagel.
Ein in Dezember und Januar milder Winter wurde nie gern gesehen, denn das ließ einen späten, harten Winter befürchten, worauf die beiden nächsten Wetter-Regeln deuten; am Montag, 26.1., ist der Namenstag von Timotheus und die Bücher prophezeiten: „Timotheus brichts Eis, hat er keins, dann macht er eins“ und „Bis Timotheus ein Winter mit Herz, so kommt er um so strenger im März“. Timotheus war Mitarbeiter des Apostel Paulus, wurde von diesem auch mit Dienstreisen beauftragt und war später Bischof in Ephesus (in der Nähe des heutigen Selcuk in der Türkei), wo er auch standesgemäß als Märtyrer starb.
Und ähnlich sagte man am Namenstag von Julian, den wir am Dienstag, 27.1., begehen: „Das Eis zerbricht Sankt Julian, wo nicht, da drückt er’s fester an“. Julian war im 4. Jahrhundert erster Bischof von Le Mans und gilt als Patron der Winzer (wie viele Schutzheilige haben die eigentlich?) und Jongleure.
Aber nun an dieser Stelle, der aktuelle Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender 2009 Ihres Ortsrings Birk:
Termine vom 23.01. –19.02.2009 im Bezirk Birk - Heide – Inger
· 30.01.2009, 10.00 Uhr: Sprechstunde der Seniorenvertretung, Jugendzentrum Birk
· 31.01.2009, 20.11 Uhr: Karnevalsfête, K.K. „Fidele Birker“, Bürgerhaus Birk
· 05.02.2009, 15.11 Uhr: „Karnevalistisches Kaffeestündchen“, KFD, kath. Frauen Birk, Bürgerhaus Birk
· 15.02.2009, 15.00 Uhr: Kindersitzung, K.G. „Fidele Birker“, Bürgerhaus Birk
· 18.02.2009, 15.11 Uhr: Damensitzung, K.G. „Birker Wönk“, Bürgerhaus Birk
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien wieder im Namen vom Ortsring-Vorstand aber auch ganz persönlich ein schönes, erholsames Wochenende sowie eine erfolgreiche neue Woche! Und wie immer: bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
(Ortsring-Pressewart)
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Liebe Ortsring-Freunde!
Ich hatte versprochen, heute etwas zu den Namenstagen der kommenden Woche zusammen zu stellen, die jetzt langsam auf ein beginnendes Frühjahr hindeuten, was Ihnen ja sicher, wenn auch das Winterwetter der letzten Wochen für Spaziergänger und Kinder sehr schön war, nicht ungelegen kommt. Also:
Morgen, am 17. Januar, ist der Namenstag von Anton oder Antonius. Dieser Gedenktag geht zurück auf Antonius „den Großen“ oder „den Einsiedler“, welcher um das Jahr 300 in Mittelägypten als Einsiedler gelebt hat. Er wird in den alten Hausbüchern genannt als Patron der Haustiere, vor allem der Schweine, aber auch der Schweinehirten, Bürsten-, Korb- und Handschuhmacher, Ritter, Weber, Metzger, Zuckerbäcker, Bauern, Totengräber; er wurde angerufen gegen Feuersnot, Hautkrankheiten, Lepra, Pest, Syphilis, Feuer und Viehseuchen. Bezüglich der Schweine noch eine interessante Sitte: am Antoniustag ließ man früher die Schweine frei herumlaufen und jeder musste die „Antoniussäue“ füttern.
Man hoffte früher „Wenn zu Antoni die Luft ist klar, gibt es ein recht trock’nes Jahr!“ Und tatsächlich hat die moderne Meteorologie nachgewiesen, dass bei einer überdurchschnittlichen Sonnenscheindauer zwischen dem 14. und 20. Januar mit einer 70%-igen Wahrscheinlichkeit ein zu trockenes Jahr erwartet werden kann. Ebenfalls gilt dies’ für den Spruch: „Große Kält’ am Antoniustag, große Hitz’ am Lorenzitag (10. August). Doch keine lange dauern mag.“ Und nicht nur gutes Wetter im Jahr sollte Antonius vorhersagen; war eine Frau einsam und sehnte sich nach einem lieben Mann, so betete sie zu Antonius mit den Worten „Heiliger Antonius, ich fleh’ Dich an, schick mir einen braven Mann!“
Am kommenden Dienstag (20.1.) ist der Fabian-Sebastian-Tag, der Namenstag zweier Heiliger, die im 3. Jahrhundert in Rom gelebt und gewirkt haben. Der Wetterbeobachtung an diesem Lostag wurde große Bedeutung beigemessen. Man glaubte nämlich, dass sich am Sebastianstag das kommende Wetter entschiede. Eine kalte Witterung war ein untrügliches Zeichen, dass der Winter noch nicht vorüber war: „An Fabian und Sebastian fängt der echte Winter an“ und man meinte, dass dies’ vor allem den Feldfrüchten gut tun würde: „Sturm und Frost an Sebastian, ist den Saaten wohlgetan“. Ist es um diese Zeit aber schon mild, fängt der Saft in den Bäumen an zu steigen („An Fabian und Sebastian fangen Tag und Baum zu wachsen an“), und es war eine Hoffnung, dass dann der Winter nicht mehr streng wird. In jedem Fall aber war es wegen des „steigenden Safts“ verboten, nach diesem Tag noch die Bäume zu beschneiden oder Holz zu schlagen! Zwei weitere alte Sprüche wiedersprechen sich m.E. zwar, aber ich möchte sie Ihnen nicht vorenthalten: „Fabian im Nebelhut, tut den Bäumen gar nicht gut.“ „Fabian im Nebelhut tut den Früchten gut“.
Übrigens herrschte früher an diesem Tag in vielen Gegenden striktes Arbeitsverbot. Während Fabian der Patron der Töpfer und Zinngießer ist, ist Sebastian als Schutzheiliger wesentlich mehr im Stress, denn er ist zuständig für die Sterbenden, die Schützengilden und Soldaten, die Kriegsinvaliden, für Büchsenmacher, Eisen- und ebenfalls Zinngießer, für Steinmetze, Gärtner, Gerber, Töpfer, Bürstenbinder sowie Leichenträger. Außerdem wurde er angerufen gegen die Pest und andere Seuchen und ist verantwortlich für die Brunnen.
Auch am Agnestag (21.1., also kommenden Mittwoch) sowie am darauffolgenden Vinzenztag (22.1.) sah man schon den Saft in den Bäumen steigen: „Wenn Agnes und Vinzenzus kommen, wird neuer Saft im Baum vernommen“. Weiterhin wusste man „Scheint am Agnestag die Sonne, wird die Frucht wurmig; ist es bewölkt, wird’s gesunde Frucht“, aber auch "Scheint zu Agnes die Sonne, wird später die Ernte zur Wonne!" Agnes starb als Märtyrerin um das Jahr 300 in Rom und gilt als Patronin der Jungfrauen, Verlobten, Kinder und Gärtner sowie der Keuschheit.
Dem Vinzenz-Tag maßen vor allem die Winzer (Vinzenz ist ihr Schutzheiliger) große Bedeutung bei: „Sankt Vinzenz klar mit Sonnenschein gibt reichlich Korn und guten Wein. Bringt er aber Wasserflut, ist’s für beides nicht so gut“. Außerdem sagte man „Kommt Sankt Vinzenz tief im Schnee, bringt das Jahr viel Heu und Klee."
Vinzenz war um 300 Diakon des Bischofs von Valencia und wurde vom Statthalter aufs grausamste gemartert. Nach langer, qualvoller und blutrünstiger Geschichte wurde ihm schließlich die Beerdigung verweigert, er wurde in eine Ochsenhaut eingenäht und, mit einem Mühlstein beschwert, ins Meer geworfen. Er wurde jedoch trotz Mühlsteins an Land gespült und von einer frommen Witwe beerdigt. Er gilt als Patron der Ziegelbrenner und Töpfer, der Dachdecker, vor allem aber der Winzer, sowie der Seeleute und Holzfäller, des Federviehs und der Kaffeehäuser (das ist wieder eine Kombination!).
Aber nun, wie gewohnt an dieser Stelle, der aktuelle Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender 2009 Ihres Ortsrings Birk:
Termine vom 16.01. –11.02.2009 im Bezirk Birk - Heide – Inger
· 17.01.2009, 11.00 Uhr: Juxturnier, TuS Birk, Sporthalle Birk
· 30.01.2009, 10.00 Uhr: Sprechstunde der Seniorenvertretung, Jugendzentrum Birk
· 31.01.2009, 20.11 Uhr: Karnevalsfête, K.K. „Fidele Birker“, Bürgerhaus Birk
· 05.02.2009, 15.11 Uhr: „Karnevalistisches Kaffeestündchen“, KFD, kath. Frauen Birk, Bürgerhaus Birk
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien wieder im Namen vom Ortsring-Vorstand aber auch ganz persönlich ein schönes, erholsames Wochenende sowie eine erfolgreiche neue Woche! Und wie immer: bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
(Ortsring-Pressewart)
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Ich hatte Ihnen versprochen, heute kurz das Wetter des Jahres 2008, basierend auf den Aufschreibungen für Birk, auszuwerten. Und ich höre Sie schon antworten: Mensch, das brauchst Du nicht, wir wissen auch so, dass das ein Sch...jahr war! Und jeder, der sich auf einen schönen Sommer zu Hause (vor allem nach dem verregneten Sommer 2007) gefreut hatte, wird dem beipflichten. Und selbst alle Urlauber, sofern sie in Europa ihren Sommerurlaub 2008 verlebten, kamen in diesem Jahr enttäuscht zurück. Aber da die Wetterstatistik nicht nur aus dem Sommer besteht, will ich einmal versuchen, dem Jahr doch noch etwas Positives abzugewinnen. Und ich verspreche allen Birkern, Ingerern und Heidern eine unglaubliche Überraschung!
Zunächst die Temperaturen: Da hatten Sie schon in manchem Wetterbericht der letzten Tage gehört, dass 2008 ein ganz durchschnittliches Jahr gewesen ist. Stimmt das auch für unsere Dörfer? Generell, ja, aber da gibt es schon eine kleine Überraschung, wenn ich sage, dass die Durchschnittstemperatur des Jahres 2008 mit ca. 11.5°C etwa ein halbes Grad über der Birker Durchschnittstemperatur der letzten 30 Jahre gelegen hat. Wie kommt das? Die Erklärung ist einfach: wir haben uns einfach, Klimawandel hin oder her, an die gestiegenen Durchschnittstemperaturen gewöhnt. Denn in keinem der letzten 10 Jahre lag die Jahrestemperatur unter dem langjährigen Mittelwert, und so ist die subjektive Empfindung eben richtig, dass 2008 ein schlechtes Jahr war (nur 2004 war unter den letzten 10 Jahren kälter als 2008). Ein weiterer Grund für die relativ hohe Durchschnittstemperatur des vergangenen Jahres war übrigens der extrem milde Januar, der ja – Sie erinnern sich – mit 5,3°C über drei Grad wärmer war, als ein durchschnittlicher Januar (das wird der Januar dieses Jahres 2009 wohl nicht mehr schaffen können). Und damit lag auch der vorige Winter (Dezember 2007 bis Februar 2008) etwa 2 Grad über dem langjährigen Birker Winter-Wert. Frühling, Sommer und Herbst lagen jedoch alle fast punktgenau auf den Durchschnittswerten. Die Zahl der Sommertage (Höchsttemperatur über 25 Grad) lag übrigens mit 59 Tage bei einem mittleren Wert der letzten 30 Jahre, wogegen die Zahl der Hitzetage (Mittagstemperatur über 30 Grad) mit 13 nur einen unterdurchschnittlichen Wert erreichte; und auch Tropennächte (in welchen es nachts nicht kühler wird als 20 Grad) gab es nur eine einzige, was auch eher unterdurchschnittlich ist, aber doch mehrfach vorgekommen ist.
Ich wollte Sie überraschen? Ja, jetzt kommt’s: ich wette, dass alle Mitbürger, die in der Nacht vom 2. zum 3. Juni des vergangenen Jahres in ihren Kellern standen und Wasser gepumpt haben, sagen werden, der Böhmer spinnt, wenn ich Ihnen berichte, dass es in den vergangenen 30 Jahren nur ein trockeneres Jahr gegeben hat, als das Jahr 2008: mit 1138 mm oder 1138 Litern auf den Quadratmeter hat das Jahr nur etwa zwei Drittel eines Durchschnitts-Jahres erbracht (nur 2006 war noch etwa 10 Prozent trockener). Natürlich haben Juni und Juli einen beträchtlichen Teil dieser Niederschlagsmengen beigesteuert, und alle Betroffenen in unseren Dörfern (und ich gehörte schließlich auch dazu) werden sagen: das hatte ich ja allein in meinem Keller stehen! Aber Januar und Februar, aber auch die beiden vergangenen Monate November und Dezember waren extrem trocken (auch August und September).
So, damit möchte ich schließen, denn viel mehr kann man über das Wetter des Jahres 2008 nicht berichten. Hoffen wir jetzt einfach auf einen schönen Frühling und vor allem herrlichen Sommer; und vor allem auch darauf, dass uns extreme Wetter-Situationen wie Starkregen und Stürme, aber auch Kälte-Perioden, wie derzeit, erspart bleiben. Bis nächste Woche
Ihr Manfred Böhmer
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Liebe Ortsring-Freunde!
Nachdem am vergangenen Samstag der Ortsring mit seinem „Karnevalistischen Dämmerschoppen mit Prinzenvorstellung“ das karnevalistische Jahr dieser extrem kurzen Session eingeläutet hat, erwarten uns heute nur noch gut zwei Wochen Karneval bis zum Birker Zug am 3. Februar. Zurück zur angesprochenen Sitzung: es war eine phantastische Veranstaltung vor einem gut gefüllten Saal, mit einem abwechslungsreichen Programm, welche unser Vorsitzender, Horst Krybus, dem Dreigestirn, den Vertretern von Stadt und Vereinen sowie allen Bürgern präsentieren konnte.
Der Monat Januar ist zwar schon wieder halb vorbei, aber ich wollte Ihnen in diesem Jahr wieder einmal die Monatsnamen erläutern, da ich dies’ einige Jahre nicht mehr aufgeschrieben habe. Der Name Januar kommt von dem römischen Gott Janus. Das ist der Gott mit den zwei Gesichtern (die Älteren unter Ihnen werden sich vielleicht noch an den Kleinwagen „Janus“ in den 50-er Jahren erinnern, dessen Rückbank umgekehrt eingebaut war, wodurch die Fahrgäste im Fond des Autochens nach hinten sehen konnten oder mussten). Dei beiden Gesichter des Janus symbolisieren Anfang und Ende, Ein- und Ausgang, er war der Beschützer von Tür und Tor. In deutschsprachigen Regionen gab es zahlreiche lokal unterschiedlich gebrauchte Bezeichnungen für den Wintermonat Januar: Hartung, Eismond, Wintermond, Schneemond oder Dreikönigsmond. Auch wurde er "Lassmonat" genannt, weil in diesem Monat ein Aderlass besonders gesundheitsfördernd galt. In Österreich ist der Ausdruck Jänner noch heute gebräuchlich.
Und lassen Sie mich (im Interesse meiner „Hillije-Fans“) auf zwei wichtige Namenstage der kommenden Woche eingehen: Am Sonntag (20.01.) ist der Fabian-Sebastian-Tag, der Namenstag zweier Heiliger, die im 3. Jahrhundert in Rom gelebt und gewirkt haben. Der Wetterbeobachtung an diesem Lostag wurde große Bedeutung beigemessen. Man glaubte nämlich, dass sich am Sebastianstag das kommende Wetter entschiede. Eine kalte Witterung war ein untrügliches Zeichen, dass der Winter noch nicht vorüber war: „An Fabian und Sebastian fängt der echte Winter an“ und man meinte, dass dies’ vor allem den Feldfrüchten gut tun würde: „Sturm und Frost an Sebastian, ist den Saaten wohlgetan“. Ist es um diese Zeit aber schon mild, fängt der Saft in den Bäumen an zu steigen („An Fabian und Sebastian fangen Tag und Baum zu wachsen an“), und es war wohl eher eine Hoffnung, dass dann der Winter nicht mehr streng wird. In jedem Fall aber war es wegen des „steigenden Safts“ verboten, nach diesem Tag noch die Bäume zu beschneiden oder Holz zu schlagen! Übrigens herrschte früher an diesem Tag in vielen Gegenden striktes Arbeitsverbot. Während Fabian der Patron der Töpfer und Zinngießer ist, ist Sebastian als Schutzheiliger wesentlich mehr im Stress, denn er ist zuständig für die Sterbenden, die Schützengilden und Soldaten, die Kriegsinvaliden, für Büchsenmacher, Eisen- und ebenfalls Zinngießer, für Steinmetze, Gärtner, Gerber, Töpfer, Bürstenbinder sowie Leichenträger. Außerdem wurde er angerufen gegen die Pest und andere Seuchen und ist verantwortlich für die Brunnen.
Auch am Agnestag (Montag, 21.01.) sowie am darauf folgenden Vinzenztag sah man schon den Saft in den Bäumen steigen: „Wenn Agnes und Vinzenzus kommen, wird neuer Saft im Baum vernommen“. Weiterhin wusste man „Scheint am Agnestag die Sonne, wird die Frucht wurmig; ist es bewölkt, wird’s gesunde Frucht“, aber auch "Scheint zu Agnes die Sonne wird später die Ernte zur Wonne!" Agnes starb als Märtyrerin um das Jahr 300 in Rom und gilt als Patronin der Jungfrauen, Verlobten, Kinder und Gärtner sowie der Keuschheit.
Dem Vinzenz-Tag maßen vor allem die Winzer (Vinzenz ist ihr Schutzheiliger) große Bedeutung bei: „Sankt Vinzenz klar mit Sonnenschein gibt reichlich Korn und guten Wein. Bringt er aber Wasserflut, ist’s für beides nicht so gut“. Außerdem sagte man „Kommt Sankt Vinzenz tief im Schnee, bringt das Jahr viel Heu und Klee." Vinzenz war um 300 Diakon des Bischofs von Valencia und wurde vom Statthalter aufs Grausamste gemartert. Nach langer, qualvoller und blutrünstiger Geschichte wurde ihm schließlich die Beerdigung verweigert, er wurde in eine Ochsenhaut eingenäht und, mit einem Mühlstein beschwert, ins Meer geworfen. Er wurde jedoch trotz Mühlsteins an Land gespült und von einer frommen Witwe beerdigt. Er gilt als Patron der Ziegelbrenner und Töpfer, der Dachdecker, vor allem aber der Winzer, sowie der Seeleute und Holzfäller, des Federviehs und der Kaffeehäuser (das ist wieder eine Kombination!).
Aber jetzt, wie gewohnt an dieser Stelle, der aktuelle Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender 2008 Ihres Ortsrings Birk:
Termine vom 18.01. – 14.02.2008 im Bezirk Birk - Heide – Inger
· 19.01.2008, 20.11 Uhr: Karnevalsfête, K.G. „Fidele Birker“, Bürgerhaus Birk
· 25.01.2008, 10.00 Uhr: Sprechstunde der Seniorenvertretung, Jugendheim Birk
· 26.01.2008, 11.00 Uhr: Juxturnier, TuS Birk, Sporthalle Birk
· 27.01.2008, 09.30 Uhr: „Kölsche Mess“, kath. Kirchengemeinde, kath. Pfarrkirche Birk
· 27.01.2008, 15.00 Uhr: Kindersitzung, K.G. „Fidele Birker“, Bürgerhaus Birk
· 30.01.2008, 15.11 Uhr: Damensitzung, K.G. „Birker Wönk“, Bürgerhaus Birk
· 01.02.2008: 18.00-19.00 Uhr: Wurfmaterial-Ausgabe an Zuggruppen, Ortsring Birk, Feuerwehr-Gerätehaus Birk
· 01.02.2008, 20.11 Uhr: Kostümball, TuS Birk, Bürgerhaus Birk
· 03.02.2008, 14.00 Uhr: Karnevalszug, Ortsring Birk, ab Franzhäuschen
· 03.02.2008, 16.00 Uhr: Zugabschluss und Tanz, Ortsring Birk, Bürgerhaus Birk
· 05.02.2008, 20.00 Uhr: Möhneball, Heimatverein und Ortsring, Gaststätte Fielenbach, Birk
· 06.02.2008: Fischessen, Gaststätte Fielenbach, Gaststätte Fielenbach, Birk
Nach diesem immer noch umfangreichen und ergiebigen Terminkalender wünsche ich Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand aber auch ganz persönlich ein schönes und erholsames Wochenende sowie eine erfolgreiche Woche! Und: bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
(Ortsring-Pressewart)
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Liebe Ortsring-Freunde!
Zunächst einmal eine Bemerkung zur Überschrift: die beiden Positionen haben nichts miteinander zu tun!!! Und zweitens: sollten Sie den Bericht der vergangenen Woche vermissen, so muss ich Ihnen sagen, dass dieser diesmal aus technischen Gründen verschwunden ist; aber für Leser der Homepage enthielt er auch nichts Wichtiges, ich habe vielmehr auf die Dringlichkeit hingewiesen, Zuggruppen baldmöglichst zu melden (s.u. sowie Mitteilungsblatt vom 16.11.). Nun aber zum "Aktuellen":
In der Prunksitzung der K.G. „Fidele Birker“ am vergangenen Samstag wurde erstmals in der Ortsring-Geschichte ein Birker Dreigestirn proklamiert: aus Anlass seines 100-jährigen Bestehens stellte der M.C. „Liederkranz“ die Tollitäten Prinz Michael I. (Schenkel aus Heide), Jungfrau Christiane I. (Christian Fechtner aus Birk) sowie Bauer Bernd I. (Ramroth aus Birk). Der Ortsring möchte diesem Dreigestirn für seine Regentschaft in dieser außerordentlich kurzen Session alles Gute wünschen, viel Erfolg, viel Spaß, immer volle Säle, bei den Straßenterminen immer strahlendes Wetter und vor allem: immer beste Gesundheit! Wenn ich eben gesagt habe „erstes Birker Dreigestirn“, so gilt das natürlich nur für die vom Ortsring gestellten Tollitäten, denn vergessen wir nicht: in 1978, als der Straßenkarneval in Birk „erfunden“ wurde, geschah dies’ durch ein Dreigestirn (Helmut I. (Liebold), Petra I. (Peter Olbrück) und Charly I. (Schlimper)). Und noch etwas habe ich eben erwähnt, was nicht im Text untergehen sollte: „außerordentlich kurze Session“. In dem Zusammenhang möchte ich noch einmal an meinen Aufruf der vergangenen Woche erinnern, Zuggruppen (gleichgültig ob Fußgruppen oder Wagen) möglichst umgehend unter Verwendung unserer Informationen im Internet bei mir zu melden, auch wenn Ihnen im Augenblick vielleicht (verständlicherweise) noch mehr der Sinn nach Advent steht. Denn merke: am 3. Februar ist der Zug schon vorbei!
Und in dieser Woche darf ich wohl wieder anfangen, einen meiner Lieblingssprüche abzulassen: für alle, denen der Herbst und Winter genauso auf den Keks geht wie mir: in vier Wochen (22.12.) werden die Tage wieder länger!!!
Und da ich weiß, dass viele Leser diesen Bericht nur wegen meiner „Hillije-Jeschichten“ lesen, möchte ich wenigstens noch eine anschließen: am Freitag (23.11.) ist der Namenstag von Clemens und man kannte die Wetter-Regel: „Dem heiligen Clemens traue nicht, denn selten zeigt er ein mildes Gesicht“. Zur Heiligen-Geschichte von Clemens habe ich Folgendes gefunden: Clemens wurde um das Jahr 50 in Rom geboren, wurde getauft und nach Gesprächen mit Petrus von diesem zu seinem Nachfolger bestimmt. Er konnte sich zunächst noch erfolgreich dagegen wehren, gab es doch noch zwei Gemeindevorsteher von Rom, ehe er schließlich das Amt um das Jahr 88 doch annahm. Es kam, was kommen musste: er wurde mit anderen Christen von Kaiser Trajan zur Zwangsarbeit in die Steinbrüche von Chersones (das heutige Sevastopol auf der Krim) verbannt. Nach der Legende litten sie dort sehr unter Wassermangel; nach dem erforderlichen Gebet sah Clemens ein Lamm, das im Boden scharrte; er grub an dieser Stelle, und sofort sprudelte dort eine Quelle. Zahlreiche Menschen ließen sich daraufhin taufen. Davon unterrichtet, ließ Trajan ihn mit einem Anker am Hals ins Meer stürzen und seine Mitchristen töten. Lange Zeit erschien am Jahrestag von Clemens' Tod sein Sarg in marmornem Tempel aus dem Wasser. Nachdem seine Gebeine schließlich gefunden worden waren, wurden sie nach Rom gebracht und dort beerdigt. Clemens ist Patron von Sevilla, Aarhus und Compiègne sowie natürlich der Krim; weiterhin ist er Schutzheiliger der Seeleute, Hutmacher, Bergleute, der Steinmetzen und natürlich der Marmorarbeiter, sowie der Holzfäller; er hilft bei Sturm und Gewitter sowie gegen Wassergefahren und Kinderkrankheiten.
Aber jetzt nur noch, wie gewohnt an dieser Stelle, der aktuelle Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk:
Termine vom 23.11.2007 – 20.12.2007 im Bezirk Birk - Heide – Inger
· 24.11.2007, 19.00 Uhr: Konzert, Singgemeinschaft Birk, Bürgerhaus Birk
· 25.11.2007, 10.00 Uhr: Adventsbasar, kath. Frauen KFD Birk, Bürgerhaus Birk
· 08.12.2007, 15.00 Uhr: Nikolausmarkt, Dorfgemeinschaft Algert, Hof Weiler, Algert
· 09.12.2007, 15.00 Uhr: Weihnachtsmarkt, Gaststätte Fielenbach, Birk
· 09.12.2007, 17.00 Uhr: Advents- und Weihnachtssingen, M.C. Liederkranz, Innenhof der Gaststätte Fielenbach, Birk
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, aber auch ganz persönlich, ein schönes und erholsames Wochenende sowie eine erfolgreiche Woche!
Ihr Manfred Böhmer
(Ortsring-Pressewart)
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Liebe Ortsring-Freunde!
Vor wenigen Wochen hatte ich Ihnen berichtet über die verschiedenen Kranich-Meldungen, die ich von meinem „Fan-Club“ erhalten habe, womit ich angenommen hatte, dass die herrlichen, großen Vögel, welche alljährlich im Herbst und Frühjahr unser Gebiet überfliegen, in diesem Jahr recht früh durchgezogen sind. Am Sonntag (4.11.) erhielt ich jedoch nochmals zwei Meldungen: um ca. 16 Uhr flogen zwei große Schwärme über Honrath und am Abend gegen 19.30 Uhr wurde ein großer Schwarm (der Lautstärke nach geurteilt) über Birk gehört, wegen der Dunkelheit war eine Sichtung natürlich nicht mehr möglich. Da die Schwärme uns üblicherweise zwischen drei und fünf Uhr überfliegen, war dies wohl ein Haufen ausgesprochener Langschläfer, die erst im Laufe des Vormittags aus ihrem Rastgebiet, der Boddenlandschaft zwischen Fischland und Rügen, aufgebrochen sind.
Und wie in den vorhergegangenen Monaten möchte ich auch meine Wetter-Analyse zum Oktober 2007 an dieser Stelle veröffentlichen: Dabei ist darüber nicht allzu viel zu schreiben, denn der Monat war ein recht durchschnittlicher Oktober. Mit einer gemittelten Temperatur von 10,8 Grad Celsius lag er nur um etwa 0,3 °C unter dem langjährigen Mittelwert. Unsere Enttäuschung rührt allerdings daher, dass die beiden vergangenen Jahre sehr milde Oktober aufwiesen mit drei oder sogar dreieinhalb Grad zu hohen Mittelwerten.
Aber zurück zu den Details dieses Oktobers: Über die erste Monatshälfte konnten wir uns wahrhaftig nicht beklagen, denn da gab es bei milden Temperaturen einige Tage lang einen wunderschönen „Goldenen Oktober“. Während des gesamten Monats konnte ich sogar 10 wolkenlose Tage aufschreiben, was wir bei dem derzeitigen nebligen und nieseligen Wetter schon fast wieder vergessen haben! Und wie ich Ihnen berichtet habe, zogen Mitte des Monats (am 8., 14. und 19.) die Kraniche durch. Die Frühaufsteher und Autofahrer unter Ihnen werden sogar davon berichten, dass sie morgens mehrfach kratzen mussten, was allerdings nicht bedeutet, dass auch wirklich „Nachtfrost“ gemessen wurde (die glatte Blech- oder Windschutzscheiben-Oberfläche hat einerseits einen hohen Wärmeübergangswert und andrerseits wegen ihrer geringen Materialstärke nur einen geringen Wärmeinhalt, so dass schon bei zwei-drei Grad über Null die Luftfeuchtigkeit auf der Oberfläche gefriert). Denn eine echte Frostnacht gab es mit minus 1,1 Grad nur am 23., was natürlich die ganze Statistik kaputt macht. Einen so frühen Nachtfrost hatten wir ansonsten ja seit 10 Jahren nicht mehr, lediglich in dem extrem kalten Oktober des Jahres 2003 hatten wir auch am 24. die erste Frostnacht.
Bezüglich der Niederschlagsmenge fällt dieser Oktober in unserer Gegend allerdings ganz aus dem Rahmen, brachte er doch mit nur 43 Millimetern oder 43 Litern auf den Quadratmeter weniger als ein Drittel der Niederschlagsmenge des normalen Oktober-Durchschnitts. Und wenn man dann auch noch berücksichtigt, dass die Hälfte dieser Menge an einem einzigen Tag fiel (nämlich am 30., also am vergangenen Dienstag), so kann man von einem extrem trockenen Monat sprechen. Während all der Jahre, in denen ich die Wetterdaten für Birk gesammelt habe, gab es nur einen trockeneren Oktober, und zwar im Jahr 1985.
Aber jetzt natürlich noch ein paar Bauernregeln und Histörchen für die „Hillije-Fans“: wegen des markanten Datums 11.11. und St. Martin zunächst eine Vorhersage für den Winter, welche unsere Vorfahren an Martin machten: „Ist Martini klar mit Sonnenschein, bricht bald ein kalter Winter herein“ bzw. umgekehrt: „Wenn um Martini Nebel sind, so wird der Winter meist gelind“. Und selbst die Martinsgans musste zur Wintervorhersage herhalten: "Ist die Martinsgans am Brustbein braun, wird man mehr Schnee als Kälte schau’n. Ist sie aber weiß, kommt weniger Schnee und Eis." Also beim Gänse-Essen am kommenden Wochenende aufs Brustbein der Gans achten!
Und heute ist Leonhard, ein sehr populärer Name und Heiliger im Mittelalter, so dass ich hier ausführlich auf seine Geschichte eingehen möchte; aber zunächst die zugehörige Wetter-Regel: „Wie's Wetter zu Lenardi ist, bleibt's bis Weihnachten gewiss“ und "Wenn auf Leonhardi Regen fällt, ist's mit dem Weizen schlecht bestellt."
Die Lebensgeschichte von Leonhard ist recht dunkel. Er soll im 6. Jahrhundert als Einsiedler in der Gegend von Limoges (Zentralfrankreich) gelebt und die zu ihm kommenden Krüppel und Hilfsbedürftigen geheilt haben. Regelmäßig besuchte er Gefangene und erreichte für viele beim König die Freilassung. Viele Gefangene riefen auch nur den Namen Leonhards, worauf sofort ihre Fesseln abfielen, die sie dann als Freie dem Einsiedler brachten. Bei König und Königin machte er sich ebenfalls durch ein Wunder beliebt, worauf er ein großes Stück Land bekam, auf welchem er das Kloster Noblat gebaut haben soll. Leonhard wurde seit dem 11. Jahrhundert besonders in Bayern verehrt. Auch heute gibt es noch über 50 Leonhardi-Wallfahrten, meist mit Pferde-Ritten, so beispielsweise in Benediktbeuren, St. Coloman bei Schongau und in Grafing; berühmt ist der Leonhardi-Ritt in Bad Tölz.
Leonhard galt ursprünglich als Schutzpatron derer, „die in Ketten liegen", also der Gefangenen - und der Geisteskranken, die man bis ins 18. Jahrhundert ankettete; nach der Reformation wurde er Schutzpatron der Haustiere, weil man die Ketten, mit denen er abgebildet wurde, als Viehketten gedeutet hatte. Die Leonhard geweihten Kirchen sind daher mit Ketten umspannt, so z.B. in Bad Tölz. Im 19. Jahrhundert erreichte die Verehrung in Bayern ihren Höhepunkt; man nannte ihn sogar den "bayerischen Herrgott" oder den "Bauernherrgott". Er ist Patron der Bauern und des Viehs, vor allem der Pferde, der Ställe, Stallknechte, Fuhrleute, Schmiede, Schlosser, Lastenträger und Böttcher. Außerdem Schutzheiliger der Wöchnerinnen und der Gefangenen; er wird angerufen für gute Geburt, gegen Kopfschmerzen, Geistes- und Geschlechtskrankheiten.
Jetzt aber wieder, wie gewohnt an dieser Stelle, der aktuelle Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk:
Termine vom 09.11.2007 – 06.12.2007 im Bezirk Birk - Heide – Inger
· 17.11.2007, 20.11 Uhr: Prunksitzung, K.G. „Fidele Birker“; Bürgerhaus Birk
· 18.11.2007, 11.15 Uhr: Totengedenken, Heimatverein Birk, Mahnmal „Auf der Löh“
· 24.11.2007, 19.00 Uhr: Konzert, Singgemeinschaft Birk, Bürgerhaus Birk
· 25.11.2007, 10.00 Uhr: Adventsbasar, kath. Frauen KFD Birk, Bürgerhaus Birk
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, aber auch ganz persönlich, ein schönes und erholsames Wochenende sowie eine erfolgreiche Woche!
Ihr Manfred Böhmer
(Ortsring-Pressewart)
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Liebe Ortsring-Freunde!
Die Ortsring-Sitzung zur Festlegung bzw. Abstimmung der Termine des kommenden Jahres findet alljährlich am ersten Montag im November statt. Wenn Sie eng mit dem Vereinsleben verbunden sind, dann kennen Sie diese -zig Jahre alte Tradition und wissen, wie wichtig bei unserer großen Zahl von Vereinen, Dorf- und Straßengemeinschaften und anderen Organisationen diese Terminabstimmung sein muss. Und auch, wenn Sie nur regelmäßiger Leser meines Terminkalenders sind, wissen Sie über die zahlreichen Termine, vor allem im Frühjahr und im Herbst, aber natürlich auch im Karneval und unmittelbar nach dem Sommerurlaub. Ohne eine Koordination all’ dieser Termine gäbe es sicher (wie früher häufig geschehen) manchen (vor allem aus finanziellen Überlegungen) verständlichen Streit zwischen Vereinen, und auch Sie hätten so manches Problem der Entscheidung, zu welcher Veranstaltung Ihres Vereins oder Ihrer Neigung Sie denn nun gehen können. Sollten also auch Sie mit Ihrem Verein, Ihrer Straßengemeinschaft oder was auch immer ein etwas größeres Fest für 2008 planen, so kommen Sie am Montag, 05.11. um 20 Uhr, erstmals in der Geschichte der Terminkalender-Sitzungen in die Gaststätte „Zum Turm“ in Schreck. Unser Vorsitzender, Horst Krybus, wird Sie sicher auch dort gern begrüßen.
Jetzt aber wieder zu den Bauernregeln und „Hillije-Jeschichten“ der kommenden Woche. Morgen (30.10.) beginnt die sogenannte „Seelenwoche“, welche dann bis zum 8. November andauert. Früher glaubte man, dass in diesen Tagen die armen Seelen körperlich anwesend seien. In den Bauernhäusern wurde deshalb nach dem Essen für die Verstorbenen immer etwas übrig gelassen.
Und da gibt es dann gleich eine Verwandtschaft zum „Halloween“, den auch wir mittlerweile am 31.10. begehen. Da das Fest, wenn bei uns auch erst wenige Jahre alt, so schnell populär geworden ist (nicht zuletzt durch Blumengeschäfte und Baumärkte forciert), möchte ich Ihnen noch einmal meine Erklärungen dazu aufschreiben: natürlich kommt das Fest aus den USA zu uns, wo es am Abend des 31. Oktober bei Groß und Klein gefeiert wird. Daher auch der Name Halloween = „All Hallows Eve“, d.h. der Vorabend vor Allerheiligen. Der Ursprung des Fests geht jedoch auf vorchristliche Zeiten im keltischen Irland zurück, wo der 31. Oktober Jahreswechsel war (das keltische Neujahrsfest). Nach der Legende können sich an diesem Tag die Verstorbenen unter die Lebenden mischen, um für das kommende Jahr vom Körper eines Lebenden Besitz ergreifen zu können. Da die Lebenden das logischerweise nicht gern sahen, verkleideten sie sich möglichst furchterregend als Geister, Hexen, Zauberer, Skelette usw., um die „räuberischen“ Toten abzuschrecken. Diese Legenden und Bräuche wurden Mitte des 19. Jahrhunderts von den zahlreichen Iren, die vor den Hungersnöten ihrer Heimat flüchteten, mit in die Neue Welt gebracht, und gehören dort seitdem zu den großen Festtagen im Jahr. Wer um diese Zeit die USA bereist, sollte nicht versäumen, die Einfamilienhaus-Gegenden vor allem der Klein- und Mittelstädte zu besuchen, denn nahezu jedes Haus ist liebevoll mit lebensgroßen Figuren in den Vorgärten oder den Terrassen („Porch“) vor den Häusern dekoriert. In Mexiko geht der Brauch noch weiter, denn dort versammeln sich in besagter Nacht die Familien auf den Gräbern ihrer Verstorbenen und feiern ausgelassen (mit diesen). In jedem Fall werden die Gräber geschmückt, aber anders als bei uns: dort werden Speisen für die herumirrenden Verstorbenen aufgestellt und immer gehört dazu auch eine Flasche Tequila und eine Packung Zigaretten! Und in den großen Parks und Gärten werden Sie immer in Bäumen und Büschen lebensgroße Hexen, Gespenster und Skelette finden. Zurück in die USA: dort ziehen am Abend die Kinder meist grauslich kostümiert (s.o.) von Haus zu Haus und „erpressen“ Süßigkeiten mit dem Spruch: „Trick or Treat“, d.h. gib mir was, oder ich spiele Dir einen Streich. Der Geizhals findet dann seine Gartenmöbel im Baum oder auf dem Dach wieder oder das Gartentörchen liegt auf dem Rasen, im Swimmingpool usw.. Dieser Brauch geht jedoch wohl nicht auf die Iren bzw. Kelten zurück, sondern wahrscheinlich auf das „Seelen“, einen Brauch aus dem europäischen, christlichen Mittelalter, wo an Allerseelen die armen Christen von Dorf zu Dorf zogen und sog. „Seelenkuchen“ erbettelten. Der erleuchtete Kürbis jedoch ist wiederum irische Folklore: die Kürbislaternen heißen im amerikanischen „Jack-o-lantern“, was eigentlich Irrlicht heißt, und auf einen Mann namens Jack zurückgeht, der den Teufel übel ausgetrickst hatte. Dafür musste er nach seinem Tode in ewiger Dunkelheit umherirren und erhielt nur ein winziges Fünkchen, das zum Schutz in einer hohlen Rübe eingeschlossen war. Nach der Übersiedlung der Iren und ihres Brauchs wurde aus der irischen Rübe der in den USA weit verbreitete Kürbis.
Das ist aber noch nicht alles für den 31.10., denn zusätzlich feiern auch die Wolfgangs ihren Namenstag. Zunächst einmal die zugehörige Wetterregel: „Sankt Wolfgang Regen, nächstes Jahr voll Segen!“ Nun, dieser Spruch allein würde den Tag nicht unbedingt zitierenswert machen. Aber die Geschichte des Wolfgang ist umso interessanter: nach einem ereignisreichen Werdegang (alles im 10. Jahrh.), auf den ich hier nicht eingehen kann, wurde Wolfgang Bischof von Regensburg, was ihn jedoch offenbar nicht ganz ausfüllte. Daher lebte er zeitweise als Einsiedler am Abersee, dem später nach ihm benannten Wolfgangsee in Österreich. Und wie sich das für einen ordentlichen Einsiedler (erst recht im Bischofsrang) gehört, tat Wolfgang auch kräftig Wunder: als ein Waldarbeiter bei der Rodung des großen Waldes Durst bekam, habe Wolfgang eine Quelle entspringen lassen; deren Wasser wird bis heute als heilkräftig betrachtet. Und nach jahrelanger weiterer Tätigkeit mit wundersamen Heilungen in der Einöde holte man ihn wieder nach Regensburg, wo er noch lange Jahre hoch verehrt und geachtet arbeitete. Wegen seiner Tätigkeit ist er heute Patron von Bayern und Regensburg, der Schutzheilige von Hirten und Vieh (sein Bild wurde deshalb früher häufig an der Stalltür angebracht), von Schiffern, Holzarbeitern, Köhlern und Zimmerleuten. Er hilft bei Gicht, Lähmung, Fußleiden, Ruhr, Schlaganfall, Augenkrankheiten und Unfruchtbarkeit.
Und vor allem hilft er auch bei Hautentzündungen: Wanderer unter Ihnen haben sich sicher schon einmal an unaussprechlichen Stellen wund gelaufen oder ein Mitwanderer sprach davon, sich einen „Wolf gelaufen“ zu haben. Haben Sie sich schon einmal Gedanken gemacht, woher dieser Ausdruck stammt? Sicher haben Sie vergeblich versucht, einen Zusammenhang zum „bösen Wolf“ zu finden, aber jetzt wissen Sie es besser: er stammt von Wolfgang, und vielleicht hätte seine Anrufung schneller geholfen, als Penatencreme, oder was auch immer Sie gerade griffbereit hatten!
Und natürlich darf der Allerheiligentag am 1. November nicht fehlen. Zunächst einmal zur Herkunft des Tags: in der westlichen Kirche (die östliche Kirche hatte schon um 400 einen Allerheiligen-Tag) weihte Bonifatius IV. am 13. Mai 609 das Pantheon in Rom - zuvor das Heiligtum der antiken Götterwelt - der Jungfrau Maria und allen Heiligen und ordnete eine jährliche Feier an, zunächst am Freitag nach Ostern. Papst Gregor III. weihte eine Kapelle in der Basilika St. Peter allen Heiligen und legte den Feiertag auf den 1. November. Papst Gregor IV. dehnte 839 den Gedächtnistag dann auf die ganze Kirche aus.
Und was sagten unsere Altvorderen an diesem Tag zum Wetter? „Ist Allerheiligen schön und rein, tritt noch der Altweibersommer ein“ und „Der Allerheiligen-Sommer dauert drei Stunden, drei Tage oder drei Wochen“, aber auch „Allerheiligen klar und helle, sitzt der Winter auf der Schwelle“ oder „Hat Allerheiligen Sonnenschein, wird Martini desto kälter sein“ bzw. umgekehrt "Bringt Allerheiligen einen Winter, so bringt Martini einen Sommer." Oder „Wenn der Winter vor Allerheiligen nicht kommt, kommt er nicht vor Martini“. Und an einem frisch geschnitzten Birkenspan versuchte man, das Winterwetter abzulesen: "Ist zum Allerheiligen der Birkenspan trocken, müssen wir im Winter hinter dem Ofen hocken. Ist aber der Span nass und nicht leicht, so wird der Winter statt kalt lind und feucht." Und ein kurzer Hinweis zum Brauchtum: ein Mädchen, das in der Nacht zum 1. November vor einem Spiegel einen Apfel schält, kann im Spiegelbild seinen späteren Gatten erkennen.
Es gäbe zwar noch viel zu zitieren für die kommende Woche, ich will jetzt aber langsam zum Schluss kommen und nur noch den Hubertus-Tag am Samstag (3.11.) beschreiben: „Bringt Hubertus Schnee und Eis, bleibt's den ganzen November weiß“. Hubertus lebte im 7. und 8. Jahrhundert in Frankreich. Nach dem Tod seiner Gattin bei der Geburt ihres Sohnes zog er sich von allen Hofämtern zurück und ging als Einsiedler in die Ardennen und ernährte sich durch die Jagd. Nach 7 Jahren Einsiedelei ließ er sich zum Priester weihen und wirkte als Glaubensbote in Brabant und den Ardennen ("Apostel der Ardennen"). Später wurde er Bischof von Lüttich, wirkte sehr volksnah und wurde hoch verehrt. Die Legende vom Jäger Hubertus, dem ein mächtiger Hirsch mit dem Kruzifix zwischen dem Geweih erschien, wird fälschlich Hubertus zugeschrieben; dieses Motiv stammt aus der Legende von Eustacius (nicht etwa aus der Jägermeister-Werbung). Am Hubertus-Tag wird Brot, Salz und Wasser geweiht, der Verzehr soll vor Hundebiss schützen. Hubertus-Brot schützt Haustiere, umgekehrt heißt die Tollwut in der französischen Sprache "Hubertus-Krankheit“. In der Zeit um den Gedenktag finden traditionell die nach Hubertus benannten Jagden statt. Hubertus ist, wie schon erwähnt, Patron der Ardennen; außerdem der Jäger und Schützen, der Kürschner, Gießer, Metallarbeiter und Drechsler, der Metzger und Optiker, der Fabrikanten mathematischer Geräte (wie kommen diese nur an Hubertus?) und der Mathematiker. Er schützt nicht nur, wie oben aufgezählt, sondern soll auch bei Wasserscheu helfen!
Jetzt aber wieder der aktuelle Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk:
Termine vom 02.11.2007 – 29.11.2007 im Bezirk Birk - Heide – Inger
· 03.11.2007, 17.30 Uhr: Martinszug Heide, Heimatverein und Heider Bürger, ab Heidekapelle, Heide
· 03.-04.11.2007, 11.00 Uhr: Kaninchenausstellung, Kaninchenzuchtverein, Bürgerzentrum Birk
· 04.11.2007, 09.30 Uhr: Festmesse zur 125-Jahr-Feier, Pfarrchor Birk, kath. Pfarrkirche Birk
· 04.11.2007, 11.00 Uhr: Matinee, Pfarrchor Birk, Gaststätte Fielenbach, Birk
· 05.11.2007, 20.00 Uhr: Terminkalender-Sitzung, Ortsring Birk, Gaststätte „Zum Turm“, Schreck
· 17.11.2007, 20.11 Uhr: Prunksitzung, K.G. „Fidele Birker“; Bürgerhaus Birk
· 18.11.2007, 11.15 Uhr: Totengedenken, Heimatverein Birk, Mahnmal „Auf der Löh“
· 24.11.2007, 19.00 Uhr: Konzert, Singgemeinschaft Birk, Bürgerhaus Birk
· 25.11.2007, 10.00 Uhr: Adventsbasar, kath. Frauen KFD Birk, Bürgerhaus Birk
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, aber auch ganz persönlich, ein schönes und erholsames Wochenende sowie eine erfolgreiche Woche!
Ihr Manfred Böhmer
(Ortsring-Pressewart)
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Liebe Ortsring-Freunde!
Wie in den letzten Jahren schon gewohnt, möchte ich Ihnen an dieser Stelle über die Meldungen meiner mittlerweile schon traditionellen „Kranich-Beobachter“ berichten. Erstaunlich erschien mir in diesem Jahr bei diesen Meldungen, dass die großen Vögel, die uns traditionell den Winter ankündigen, schon relativ früh, als nämlich endlich der „Goldene Oktober“ im Gange war, ihre Reise in den Süden gestartet haben. Aber vielleicht waren ihre Rastplätze im Boddengebiet an der Ostsee schon so früh leer gefressen, so dass sie sich nach ihrer reichhaltigen französischen und spanischen Küche sehnten und sich auf die Socken, sprich Flügel, in ihre Winterquartiere begaben. Aber zu den Meldungen: die erste Meldung erhielt ich über eine Beobachtung in Peisel (für Neubürger: das liegt an der B 484 vor Wahlscheid), wo am 8. Oktober (einem wunderschönen Herbsttag) gegen 17.30 Uhr zwei große Schwärme gesichtet wurden. Die nächste Meldung erfolgte am 14. Oktober, ebenfalls einem herrlichen Oktobertag, als gegen 17 Uhr ein großer Schwarm über dem Wald aus Heide gemeldet wurde. Ich denke, den gleichen Schwarm habe ich selbst auch im „Wiesentälchen“ gehört (im dichten Wald konnte ich nur das typische Trompeten hören, eine Sichtung war nicht möglich). Und schließlich habe ich am Freitag, 19. Oktober, eine Meldung aus Hochhausen erhalten (Überflug um 16.25 Uhr), nachdem die Kaltfront wahrscheinlich auch die zögerlichsten Vögel von der Notwendigkeit der Abreise überzeugt hatte. Ein Vergleich übrigens noch zu den Vorjahren: in 2005 (in 2006 liegen mir keine Beobachtungen vor, da ich zu der Zeit länger in Urlaub war) gingen zahlreiche Meldungen am 15. und 16. Oktober ein, in 2004 zogen sich die Meldungen über fast 4 Wochen von Anfang Oktober bis zum 1. November hin. An dieser Stelle allen Meldern noch einmal ein herzliches „Danke schön!“
Aber Sie wissen ja: ohne Bauernregeln und „Hillije“ geht bei mir kein Bericht durch, daher die Wetter-Regeln für die neue Woche: morgen, am 23. Oktober, ist der Ehrentag des heiligen Severin. Auch am Severinstag wird an den beginnenden Winter erinnert: „Wenn’s Sankt Severin gefällt, bringt er mit die erste Kält’.“
Severin war ein früher Bischof von Köln (um das Jahr 400). Seine Gebeine liegen unter der Severinskirche; Reliquien wurden in einem goldenen Schrein aufbewahrt, der jedoch in der französischen Revolution zerstört wurde). Er ist Schutzheiliger für Regen, bzw. wird gegen Trockenheit angerufen. Außerdem ist er einer der Patrone von Köln sowie Schutzheiliger der Weber.
Und am Donnerstag (25. Oktober) ist der Namenstag von Krispin und Krispinian. Und recht drastisch sagten die Bauernregeln an dem Tag im Hinblick auf den Winteranfang: „Am Tage von Krispin sind die letzten Fliegen hin“.
Eine schöne und grauselige Geschichte kann ich Ihnen wieder einmal über Krispin und seinen Bruder Krispinian erzählen (Schreibweise häufig auch mit „C“). Sie lebten im 3. Jahrhundert und waren Söhne einer vornehmen römischen Familie. Sie gingen nach Soissons (in Frankreich), um dort als Glaubensboten zu wirken. Ihren Lebensunterhalt verdienten sie als Schuhmacher, den Armen machten sie unentgeltlich Schuhe, wodurch sie viele für den Glauben gewannen. In den Christenverfolgungen unter Kaiser Maximinian wurden sie verhaftet und gefoltert: man ließ ihnen Pfrieme unter die Fingernägel stecken, sie mit flüssigem Blei übergießen, sie ins Feuer und in eiskaltes Wasser werfen, schließlich enthaupten; andere Überlieferungen berichten, dass ihnen wie Bartholomäus die Haut bei lebendigem Leibe abgezogen wurde. Natürlich sind sie Patrone der Schuhmacher und Sattler (dazu der Gerber, Schneider, Weber und Handschuhmacher). Durch diesen „Ehrentitel“ kam Krispin auch zu höheren kulturellen Weihen, denn im 3. Aufzug der "Meistersinger von Nürnberg" von Richard Wagner singt die aufmarschierende Schusterzunft: "Sankt Crispin war gar ein heilig Mann, zeigt, was ein Schuster kann. Die Armen hatten gute Zeit, macht ihnen warme Schuh. Und wenn ihm keiner's Leder leiht, so stahl er sich's dazu."
Und schließlich fällt in die kommende Woche auch der Namenstag von Simon und Judas (zwei der weniger bekannten Jünger Jesu, wobei Judas Thaddäus nicht dem Judas Ischariot verwechselt werden darf, der Jesus verraten haben soll), an dem unsere Vorfahren sagten, dass damit endgültig das Sommerhalbjahr beendet sei und der Winter beginnt: „Wenn zu uns Simon und Judas wandeln, wollen sie mit dem Winter handeln“ oder „Wenn Simon und Judas vorbei, ist der Weg dem Winter frei.“ Andere Sprüche lauten: „Simon und Judas die zwei, führen oft Schnee herbei" oder „Es sitzen auch die heiligen Herrn, am warmen Ofen gern“ und "Simon und Judas fegen das Laub in die Gass’." Mit dem folgenden Spruch verbanden sie eine dringende Warnung an die Hobbygärtner, dass von jetzt an immer mit Frösten gerechnet werden muss. „Bevor Du Simon und Judas schaust, pflanze Bäume, schneide Kraut“ oder „Schneid’ das Kraut, bevor es Judas klaut“. Für die kommenden vier Wochen galt die Beobachtung „Simon und Juda - ist kein Wind und Regen da, bringt ihn erst St. Cäcilia“ (das wäre vielleicht schön, denn deren Namenstag ist erst am 22.11.!).
Jetzt aber wieder, wie gewohnt an dieser Stelle, der aktuelle Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings:
Termine vom 26.10.2007 – 22.11.2007 im Bezirk Birk - Heide – Inger
· 20.10.2007, 20.00 Uhr: Ü-30-Fête, Feuerwehr Birk, Bürgerhaus Birk
· 03.11.2007, 17.30 Uhr: Martinszug Heide, Heimatverein und Heider Bürger, ab Heidekapelle, Heide
· 03.-04.11.2007, 11.00 Uhr: Kaninchenausstellung, Kaninchenzuchtverein, Bürgerzentrum Birk
· 04.11.2007, 09.30 Uhr: Festmesse zur 125-Jahr-Feier, Pfarrchor Birk, kath. Pfarrkirche Birk
· 04.11.2007, 11.00 Uhr: Matinee, Pfarrchor Birk, Gaststätte Fielenbach, Birk
· 05.11.2007, 20.00 Uhr: Terminkalender-Sitzung, Ortsring Birk, Gaststätte „Zum Turm“, Schreck
· 17.11.2007, 20.11 Uhr: Prunksitzung, K.G. „Fidele Birker“; Bürgerhaus Birk
· 18.11.2007, 11.15 Uhr: Totengedenken, Heimatverein Birk, Mahnmal „Auf der Löh“
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, aber auch ganz persönlich, ein schönes und erholsames Wochenende sowie eine erfolgreiche Woche!
Ihr Manfred Böhmer
(Ortsring-Pressewart)
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Liebe Ortsring-Freunde!
Am vergangenen Donnerstag (11.10.) fand im Saal der Gaststätte Fielenbach in Birk die diesjährige Ordentliche Mitgliederversammlung des Ortsrings statt. Sieht man einmal davon ab, dass es uns trotz intensivster Bemühungen erstmals nicht gelungen war, ein Prinzenpaar zu finden, so konnte unser Vorsitzender doch über ein für unseren Verein sehr erfolgreiches Jahr berichten. Ein wieder einmal wunderschöner Karnevalszug mit Rekordbeteiligung und ein gelungener Zugausklang waren natürlich die Highlights einer schönen Karnevals-Session. Und auch der Kassenführer konnte der Versammlung eine erfolgversprechende Kasse präsentieren; und da die Kassenprüfer ihm eine exzellente Kassenführung bescheinigten, stand einer Entlastung nichts im Wege. Da turnusmäßig erst im kommenden Jahr Neuwahlen anstehen, war ausreichend Zeit vorhanden, um direkt im Anschluss an die Mitgliederversammlung mit der 1. Sitzung des Karnevals-Ausschusses die vorbereitenden und planerischen Arbeiten für die kurze Karnevals-Session aufzunehmen. Ich werde zu gegebener Zeit auf Zugmeldungen eingehen, verweise Sie aber bei Interesse schon jetzt auf die Downloads an anderer Stelle.
Für die kommende Woche habe ich für Interessenten wieder einige alte Bemerkungen aus den Hausbüchern unserer bäuerlichen Vorfahren herausgesucht, die Sie hoffentlich ein wenig unterhalten werden.
Heute (15.10.) ist Therese oder Resi, ein wichtiger Namenstag in früheren Jahren. „Zu Therese stets beginnt, die Weinlese, weiß jedes Kind!“ Theresa (bzw. Teresa ist die korrekte spanische Schreibweise) lebte im 16. Jahrhundert im zentralspanischen Ávila als Nonne. Schon als junge Nonne hatte sie Visionen, die sie später dazu bewogen, eine Reformation ihres Karmeliter-Ordens anzustreben. Sie gilt u.a. als Patronin von Spanien und Ávila sowie der spanischen Schriftsteller.
Und morgen (16.10.) ist sowohl Hedwig als auch Gallus. Da der erste Name doch bekannter ist, will ich mit ihm beginnen: „Hedwige gibt Zucker in die Rübe“ und „Hedwig und Sankt Gall machen das schöne Wetter all.“ Die heilige Hedwig (um 1200) war Tochter des Grafen von Andechs und wurde mit 12 Jahren Frau von Heinrich I. von Schlesien, dem sie 7 Kinder gebar, die jedoch alle, genau wie auch ihr Mann, vor ihr starben. Sie arbeitete an der Stärkung christlichen Gedankengutes in Schlesien, diente hingebungsvoll Armen und Kranken, gründete Frauenklöster und unterstützte verschiedene Orden bei der Gründung von Niederlassungen. Nachdem nicht nur ihre engsten Angehörigen starben, sondern auch ihr Heimatschloss völlig zerstört wurde, ihre Schwester Gertrud einem Mordanschlag zum Opfer fiel, trat sie ins Kloster Trebnitz (heute Trebnica in Polen) ein. Schlesische Vertriebene haben seit dem 2. Weltkrieg vor allem in Andechs und Bayern den Hedwig-Kult stark wiederbelebt. Sie ist u.a. Patronin von Schlesien und Polen sowie von Trebnitz und der Heimatvertriebenen.
Viele Wetterregeln orientieren sich am Namenstag des heiligen Gallus, eines Mönchs und Einsiedlers, der um 600 die Gegend am Bodensee christianisierte und auf dessen Einsiedelei das Kloster und die Stadt St. Gallen zurückgehen. Der Tag entwickelte sich zu einem wichtigen Lostag, der Zeichen für den nahenden Winter setzte: „Mit Sankt Hedwig und Sankt Gall schweigt der Vögel Sang und Schall“, „Nach dem Tag Sankt Gall bleibt die Kuh im Stall“ und „St. Gallen lässt Äpfel und Schnee fallen." Und es wurden bereits Vorhersagen für den Winter und sogar fürs kommende Jahr gemacht: „Wenn an Sankt Gallus Regen fällt, der Regen sich bis Weihnacht hält“ bzw. „Ist Sankt Gallus nicht trocken, folgt ein Sommer mit nassen Socken“ (bzw. umgekehrt: „Trocken am Sankt Gallus-Tag, verkündet einen trockenen Sommer“). Und auch hinsichtlich der Ernte wurde mit St. Gall ein Limit gesetzt. Bis St. Gallus müssen alle Früchte, die im Frühjahr Samen bringen sollen, aus dem Garten in den Keller. Man sagte: „Auf St. Gallen's Tag muss jeder Apfel in sein' Sack" und „Wenn Gallus kommt, hau' ab den Kohl, er schmeckt im Winter trefflich wohl." Gallus ist Patron der Stadt und des Kantons St. Gallen sowie der Gänse, Hühner und Hähne.
Und am Donnerstag (18.10.) ist Lukas. Die übliche Vorhersage für den Winter machte man auch an dem Tag: „War St. Lukas mild und warm, kommt ein Winter, dass Gott erbarm“; wichtiger aber waren die Aussagen zum Winter-Roggen: „Am Sankt Lukas-Tag soll das Winterkorn schon in die Stoppeln gesät sein“ und „Wer an Lukas Roggen streut, es im Jahr drauf nicht bereut.“ An diesem Tag begann gewöhnlich auch die Rübenernte (also Achtung, Autofahrer, die auf „den Balkan“ oder in die Grevenbroicher Gegend fahren: Sie müssen vermehrt mit verschlammten Straßen rechnen!). Natürlich ist der Tag dem Evangelisten Lukas geweiht, der wohl mit Paulus gereist ist und danach sein Evangelium und die Apostelgeschichte verfasste. Entgegen anderslautenden Legenden ist er wohl nicht den Martertod gestorben, sondern ganz friedlich und ohne jede Sensation eingeschlafen. Früher ließen die Bauern auch sogenannte „Lukas-Zettel“ weihen, Zettel, auf welchen Segenswünsche geschrieben waren; diese gab man dem Vieh zu fressen, um es vor Krankheit und Unfällen zu schützen. Lukas-Zettel wurden auch unheilbar Kranken und Frauen bei schwerer Geburt gegeben. Außerdem wurden an vielen Orten die sogenannten „Lukasfeuer“ entzündet. Lukas ist u.a. Patron von Padua (dort liegen auch seine Reliquien) und Reutlingen; er ist Schutzheiliger der Ärzte und Chirurgen, aber auch deren Kranken, weiterhin der Künstler, Goldschmiede, Glasmaler, Bildhauer, Buchbinder, Notare und Metzger (wie kommen Metzger und Chirurgen zum gleichen Schutzheiligen? Sehr merkwürdig!).
Und hier im Umland von Köln darf natürlich Ursula am kommenden Sonntag (21.10.) nicht vergessen werden: am Ursula-Tag sollte in jedem Fall die Ernte beendet sein, denn man erwartete täglich den ersten Winter-Einbruch. Darauf weisen die Sprüche hin: "An Ursula muss das Kraut herein, sonst schneien Simon und Juda (28.10.) hinein" oder "St. Ursula will uns sagen, bald könnt' das Feld Schnee tragen." Der Ursprung dieses Namenstags geht auf die heilige Ursula zurück, welche im 5. Jahrhundert mit ihren 11.000 jungfräulichen Gefährtinnen in Köln von den Hunnen getötet worden sein soll (möglicherweise waren es nur 11 Gefährtinnen, der Faktor 1000 ist wahrscheinlich erst später irrtümlich eingesetzt worden; außerdem 11.000 Jungfrauen hat es in Köln auf einem Haufen doch wohl noch nie gegeben!). Die komplette, abenteuerliche Geschichte zu erzählen, würde den Rahmen dieses Artikels sprengen, nur noch eine Verbindung, welche ich bei meinen Recherchen gefunden habe, möchte ich Ihnen aufschreiben, da sie sicher nur den wenigstens bekannt ist: Kolumbus soll 1493 bei der Entdeckung von 11 Inseln in der Karibik in Anlehnung an die Ursula-Legende diese "Santa Ursula y Las Once Mil Virgenes", "Heilige Ursula und die 11.000 Jungfrauen", kurz "Jungfraueninseln", benannt haben. Natürlich ist Ursula Patronin von Köln und der Jungfrauen; aber auch der Jugend, der Lehrerinnen, Erzieherinnen und Tuchhändler; sie ist Schutzheilige der Universitäten von Köln, Wien und Coimbra (Portugal); sie wird angerufen in Kriegszeiten, für eine gute Ehe, für ruhigen Tod und gegen Kinderkrankheiten. Zurück zum Wetter und den Voraussagen für Winter und das kommende Jahr: „Wie der Sankt-Ursula-Tag anfängt, soll der Winter beschaffen sein“ bzw. „Wie das Wetter an Ursula war, soll es sein im nächsten Jahr“.
So, das sollte jetzt aber reichen. Zum Schluss nur noch, wie gewohnt an dieser Stelle, der aktuelle Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk:
Termine vom 19.10.2007 – 15.11.2007 im Bezirk Birk - Heide – Inger
· 20.10.2007, 20.00 Uhr: Ü-30-Fête, Feuerwehr Birk, Bürgerhaus Birk
· 03.11.2007, 17.30 Uhr: Martinszug Heide, Heimatverein und Heider Bürger, ab Heidekapelle, Heide
· 03.-04.11.2007, 11.00 Uhr: Kaninchenausstellung, Kaninchenzuchtverein, Bürgerzentrum Birk
· 04.11.2007, 09.30 Uhr: Festmesse zur 125-Jahr-Feier, Pfarrchor Birk, kath. Pfarrkirche Birk
· 04.11.2007, 11.00 Uhr: Matinee, Pfarrchor Birk, Gaststätte Fielenbach, Birk
· 05.11.2007, 20.00 Uhr: Terminkalender-Sitzung, Ortsring Birk, Gaststätte „Zum Turm“, Schreck
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, aber auch ganz persönlich, ein schönes und erholsames Wochenende sowie eine erfolgreiche Woche!
Ihr Manfred Böhmer
(Ortsring-Pressewart)
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Liebe Ortsring-Freunde!
Da mir für die gerade beginnende Woche nur die Erinnerung an Ortsring-Jahres-hauptversammlung und 1. Karnevalsausschuss-Sitzung (siehe dazu mein Beitrag in der vergangenen Woche) einfällt, zitiere ich Ihnen wieder einmal einige Wetter-Regeln unserer Vorfahren. Und bei unserem derzeitigen wunderschönen Herbstwetter macht es ja wohl auch richtig Spaß, übers Wetter zu reden!
Heute (08. Oktober) gedenkt man der heiligen Pelagia. Sicher werden Sie fragen, wer denn das schon wieder sei, ist sie doch bei uns recht unbekannt. Trotzdem zitieren die Hausbücher den Spruch: "St. Pelei kommt mit Gewittern gern vorbei." Pelagia (3. Jahrh.) gilt als eine der „großen Büßerinnen“, die sich nach einem Leben als Tänzerin voller Genuss- und Prunksucht bekehren ließ und unter dem Namen Pelagius in Männerkleidern auf dem Ölberg (nicht dem von Königswinter, sondern dem von Jerusalem) bis zu ihrem Tode vor sich hin büßte. Der Tag war in vielen Gegenden ein „achtungsvoller Lostag“. Wer am Morgen aufwachte und mit einem „Achtung“ begrüßt wurde, konnte sich auf einen guten Tag freuen (müsste doch eigentlich bei der Bundeswehr gut funktionieren, denn da brüllt doch so mancher Spieß, Gruppen- oder Zugführer sein „Achtung“). Alles, was er unternahm oder vorhatte, würde ihm gelingen, ohne dass er sich großartig anstrengen musste. Wer auf Wanderschaft war und mit einem „achtbaren Tag“ um Essen und Trank bat, wurde nicht abgewiesen.
Und morgen ist der Gedenktag des heiligen Dionysius, an welchem in den Hausbüchern stand: „Regnet’s an Sankt Dionys, wird der Winter nass - gewiss“ oder sogar „......, viel Regen und Schnee im Winter gewiss“. Zu Dionysius: dieser wurde vom römischen Bischof als Missionar nach Gallien geschickt und war vermutlich der erste Bischof von Paris, dem damals römischen Lutetia, wie Sie sicher aus Asterix noch wissen. Um 250 hat er begonnen, zu predigen. Daraufhin ordnete der zuständige römische Gouverneur seine Verhaftung an und ließ ihn enthaupten. Dionysius soll danach aufgestanden und mit seinem Kopf in den Händen ein Stück weit gelaufen sein, um seinen Kopf vom Richtplatz Montmartre zu dem Ort zu tragen, wo er begraben sein wollte. An jener Stelle, wo Dionysius sich niedergelegt haben soll, errichtete der fränkische König Dagobert I. 626 die nach Dionysius benannte Abtei mit der Kathedrale Saint-Denis, die dann auch den französischen Königen als Grab diente. Dionysius war auch der Patron der Französischen Könige. Er ist weiterhin Patron der Schützen und hilft gegen Kopfschmerzen (logisch, muss bei ihm selbst schließlich schon funktioniert haben!), gegen Tollwut, und bei Hundebissen.
Und am Donnerstag (11.10.) ist Brun oder Bruno und die Bauern wussten: „St. Bruno Sonnenschein, schüttet Zucker in den Wein“ (das mit dem „Zucker in den Wein schütten“ sollten die Bauern aber bitte nicht zu wörtlich nehmen!). Brun (geb. 925), genannt „der Große“, war der jüngste Sohn von Kaiser Heinrich I. und Bruder von Otto I.. Als Brun I. von Köln war er dort Erzbischof und Erzkanzler des Deutschen Reichs. Er gründete als Kölner Bischof die Benediktinerabtei St. Pantaleon und die Stifte Groß-St. Martin und St. Andreas. Im Gegensatz zu allen sonst immer zitierten Heiligen starb er ’mal nicht als Märtyrer, sondern ganz normal 40-jährig auf einer Dienstreise in Frankreich. Er ist in Köln in St. Pantaleon beerdigt. Der Tag gilt als Schwendtag, an welchem kein Wein gekostet, gekauft oder verkauft werden darf. Ein Fass, dessen Reinigung man am Vortag begonnen hat, sollte besser am folgenden Tag zu Ende geputzt werden.
Jetzt aber, wie gewohnt an dieser Stelle der aktuelle Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk:
Termine vom 08.10.2007 – 08.11.2007 im Bezirk Birk - Heide – Inger
· 11.10.2007, 20.00 Uhr: Mitgliederversammlung und 1. Karnevalsausschuss-Sitzung, Ortsring Birk, Gaststätte Fielenbach, Birk
· 13.10.2007, 19.00 Uhr: Saison-Abschlussfeier, T.C. Heide, Clubhaus, Heide
· 14.10.2007, 14.00 Uhr: Kindersachen-Basar, Förderverein „Regenbogenhaus“, ev. Gemeindezentrum Birk
· 14.10.2007, 18.00 Uhr: „Romantischer Chorabend“, M.C. „Liederkranz Birk“, ev. Kirche Birk
· 20.10.2007, 20.00 Uhr: Ü-30-Fête, Feuerwehr Birk, Bürgerhaus Birk
· 03.11.2007, 17.30 Uhr: Martinszug Heide, Heimatverein und Heider Bürger, ab Heidekapelle, Heide
· 03.-04.11.2007, 11.00 Uhr: Kaninchenausstellung, Kaninchenzuchtverein, Bürgerzentrum Birk
· 04.11.2007, 09.30 Uhr: Festmesse zur 125-Jahr-Feier, Pfarrchor Birk, kath. Pfarrkirche Birk
· 04.11.2007, 11.00 Uhr: Matinee, Pfarrchor Birk, Gaststätte Fielenbach, Birk
· 05.11.2007, 20.00 Uhr: Terminkalender-Sitzung, Ortsring Birk, Gaststätte „Zum Turm“, Schreck
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand ein schönes und erholsames Wochenende sowie eine erfolgreiche Woche!
Ihr Manfred Böhmer
(Ortsring-Pressewart)
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Liebe Ortsring-Freunde!
In der kommenden Woche liegen zwei wichtige Termine des Ortsrings Birk, die Mitgliederversammlung sowie die 1. Sitzung des Karnevals-Ausschusses. Um Ihnen die Teilnahme an den beiden Sitzungen zu erleichtern, hat der Ortsring-Vorstand beschlossen, die beiden Termine zusammen zu legen. Das bedeutet: am 11. Oktober (kommender Donnerstag) findet um 20 Uhr im Saal Fielenbach in Birk die Jahres-Hauptversammlung des Ortsrings statt. Sollten Sie interessiert sein, sich über unsere Arbeit zu informieren, sollten Sie Verbesserungs-Vorschläge zur Ortsring-Arbeit haben oder sollten Sie etwas auszusetzen haben an unserer Arbeit, dann ist diese Gelegenheit allemal besser, als dies’ an der Theke zu tun. Natürlich ist in Folge der besonderen Vereinsstruktur des Ortsrings der eingeladene Kreis auf unsere Mitglieder, nämlich die Mitgliedsvereine, beschränkt, aber Sie werden bei Interesse sicher ein Mandat Ihres Vereins erhalten oder Sie kommen einfach als Gast zu unserer Veranstaltung; ich versichere Ihnen, unser Vorsitzender, Horst Krybus, wird Sie gern als Gast begrüßen und Ihnen (formlos) die Teilnahme ermöglichen. Anschließend, um 20.45 Uhr, findet die 1. Sitzung des Karnevals-Ausschusses statt, an welcher alle am Karnevalszug interessierten Vereine (unabhängig von einer Ortsring-Mitgliedschaft), aber auch alle Einzelpersonen teilnehmen können. Hier sollte der Platz sein, wo Ihre Fragen bzgl. Karnevalszug beantwortet werden können, aber auch Ihre Kritik, Anregung (vielleicht auch Lob?) vorgetragen werden sollte. Also: Auf Wiedersehen am Donnerstag!
Als gestern Abend Sven Plöger in der Wetterschau der ARD kurz das Wetter des September 2007 analysierte, erwähnte er ein Temperatur-Defizit von 1,1 Grad für Düsseldorf. Ausgerechnet Düsseldorf; Köln hätte man ja noch gelten lassen können, aber Düsseldorf .....! Also habe ich mich unverzüglich hingesetzt, und habe die Birker Wetterdaten dieses ersten Herbstmonats ausgewertet. Und siehe da: mit einer Durchschnittstemperatur von 14,7°C lag doch der Monat September genau 1,1 Grad unter dem langjährigen Birker September-Mittel von 15,8 °C! Was lernen wir daraus? Nun, Birk und die Landes-Hauptstadt haben gleich unter dem miserablen Wetter gelitten, beide Weltstädte haben den Altweiber-Sommer vermisst! Und so setzt sich der Trend dieses Sommers fort: nachdem wir von September 2006 bis einschließlich Juni diesen Jahres teilweise erheblich höhere Durchschnitts-Temperaturen hatten, als im langjährigen Mittel, liegen wir seit Juli jeweils etwa ein Grad darunter. Und wenn man nun die einzelnen Daten dieses September mit denen des vergangenen Jahres vergleicht, so kommt man zu einem noch deprimierenderen Resultat: wies der September 2006 noch 15 Sommertage (also Tage mit über 25 Grad Maximaltemperatur) auf, so gab es in diesem Jahr keinen einzigen! Lediglich das Wochenende um den 23., dem kalendarischen Herbstanfang, war spätsommerlich schön, war einmal wolkenlos und mit um die 24 Grad sogar recht warm. Nun, da bleibt uns jetzt noch die Hoffnung auf einen „Goldenen Oktober“!
Ein Wort noch zu den Niederschlägen: wenn man da die Bilder in den Nachrichten in Erinnerung hat, als vor allem am Monatsende gar nicht weit entfernt, beispielsweise in der Eifel, aber auch am Harzrand ganze Städte und Dörfer plötzlich überschwemmt wurden, können wir ja nur glücklich sein, dass wir mit einer Niederschlagsmenge von nur etwa 100 Millimetern oder 100 Litern pro Quadratmeter sogar nur etwa bei 75% des langjährigen September-Mittelwerts gelegen haben! Das heißt, dass der Monat gar nicht so feucht war, wie wir ihn subjektiv vielleicht in Erinnerung haben; das lag wahrscheinlich daran, dass es zwar häufig, aber dann immer recht wenig geregnet hat; und in der Monatsmitte mussten wir sogar die Terrassenkübel und Balkonkästen gießen!
Nach diesem Negativbericht über unseren normal schönsten Herbstmonat lassen Sie mich einen optimistischen Spruch fürs kommende Jahr anhängen, denn heute (2. Oktober) ist der Namenstag von Ludger und ich sehe vor meinem Fenster die Blätter von den Bäumen fallen. Und die alten Hausbücher schrieben zum heutigen Tag: „Laubfall an Leodegar, kündet an ein fruchtbar Jahr“. Na, bitte! Leodegar (Ludger, Lutgar) lebte im 7. Jahrhundert und war Bischof von Autun in Ostfrankreich. Er soll an der Ermordung seines Königs beteiligt gewesen sein, wurde daher mit einem Bohrer geblendet und seine Zunge wurde ihm herausgerissen. Als er trotzdem weiter predigte, wurde er in die Normandie verbannt und drei Jahre später enthauptet. Er ist Patron von Autun sowie Gebweiler und Murbach im Elsaß; weiterhin ist er Schutzheiliger der Müller und er hilft bei Augenleiden (wohl vor allem bei Bohrern in den Augen!).
Aber jetzt wieder, wie gewohnt an dieser Stelle der aktuelle Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk (weitere Informationen auf unserer Homepage, vor allem auch die Analyse des September-Wetters 2007):
Termine vom 05.10.2007 – 01.11.2007 im Bezirk Birk - Heide – Inger
· 07.10.2007, 09.30 Uhr: Erntedank-Messe, kath. Kirche Breidt
· 11.10.2007, 20.00 Uhr: Mitgliederversammlung und 1. Karnevalsausschuss-Sitzung, Ortsring Birk, Gaststätte Fielenbach, Birk
· 13.10.2007, 19.00 Uhr: Saison-Abschlussfeier, T.C. Heide, Clubhaus, Heide
· 14.10.2007, 14.00 Uhr: Kindersachen-Basar, Förderverein „Regenbogenhaus“, ev. Gemeindezentrum Birk
· 14.10.2007, 18.00 Uhr: „Romantischer Chorabend“, M.C. „Liederkranz Birk“, ev. Kirche Birk
· 20.10.2007, 20.00 Uhr: Ü-30-Fête, Feuerwehr Birk, Bürgerhaus Birk
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand ein schönes und erholsames Wochenende sowie eine erfolgreiche Woche!
Ihr Manfred Böhmer
(Ortsring-Pressewart)
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Liebe Ortsring-Freunde!
Nach diesem herrlichen Wochenende muss ich Ihnen einen Wetterspruch nachreichen, der eigentlich gestern, am 23. September, dem Namenstag von Thekla gelten sollte: „An Thekla es passieren kann, man zieht schon warme Sachen an“. Nun, das ging ja glücklicherweise völlig daneben! Dann lassen Sie mich aber kurz erklären, wer Thekla war: Thekla war Schülerin von Paulus und reiste, in Männerkleidung, auch teilweise mit diesem. Wie üblich in meinen Geschichten, wurde sie zum Tode verurteilt: erst durch Verbrennen, aber ein Regen löschte die Flammen, dann wurde sie wilden Tieren vorgeworfen, aber eine Löwin legte sich beschützend vor sie, tötete sogar einen Bären. Thekla wurde nun in ein Wasser voll grausiger Tiere geworfen, aber Frauen schütteten den Tieren betäubende Würzen und Salben ins Wasser und Thekla entstieg unbeschädigt. Abermals gebunden und in ein Feuer gestellt, verbrannten nur die Fesseln; die Tante des Kaisers fiel bei diesem Anblick in Ohnmacht, die Richter fürchteten daraufhin des Kaisers Unwillen und ließen Thekla frei. Irgendwann ist sie dann eines ganz natürlichen Todes gestorben. Auch wenn alles nicht so recht funktioniert hat, gilt sie doch als Märtyrerin und wird an vielen Orten verehrt. In Maalula in Syrien - dem einzigen Ort, wo noch heute Aramäisch gesprochen wird - gibt es ein bekanntes Thekla-Quellenheiligtum, das von einem Thekla-Nonnenkonvent verehrt und gepflegt wird. In Zypern sind fünf Orte nach ihr benannt. Thekla-Brot ist in Deutschland verbreitet, es schützt und heilt Menschen und Tiere. Und natürlich hat sie auch eine Reihe von Schutz-Aufgaben: sie ist Patronin der Sterbenden, hilft gegen Augenleiden, Pest, Krankheiten und Feuersgefahren und wird angerufen für die Genesung von Mensch und Tier.
Am Mittwoch (26.09.), dem Tag der Zwillingsbrüder Kosmas und Damian, welche im 3. Jahrhundert in Syrien lebten, wird der Winter und die dunkle Jahreszeit angekündigt mit den Sprüchen: „Sankt Kosmas und Sankt Damian, fängt das Laub zu färben an“ und „Kosmas und Damian zünden die Lichter an“. Die beiden lebten als Ärzte in Syrien und behandelten ihre Mitbürger kostenlos (daran sieht man bereits, dass solche Geschichten ins Reich der Legende gehören!) und bekehrten sie damit zum Christentum. Einem schlafenden Kranken sollen sie das bereits zerfressene Bein abgenommen und es durch das gesunde Bein eines kurz zuvor verstorbenen Schwarzen ersetzt haben. Aus diesem Grund wurden sie auch Patron der Ammen, Ärzte, Chirurgen und Zahnärzte, der medizinischen Fakultäten, der Apotheker und Drogisten, der Friseure, Krämer, Zuckerbäcker und Physiker; sie werden angerufen bei Epidemien, gegen Geschwüre und Pferdekrankheiten.
Und da ein Großteil meiner Vorstands-Kollegen den Vornamen „Michael“ tragen, muss ich natürlich ein paar Worte zu deren Namenstag am Samstag (29.09.) verlieren: Michael ist nicht nur ein Mitglied des kommenden Birker Dreigestirns, sondern auch einer der vier Erzengel (zusammen mit Raphael, Gabriel und Uriel; fürs Kreuzworträtsel merken!). Er soll der sein, der Adam und Eva aus dem Paradies gescheucht hat. Tja, und er ist der Schutzheilige der Deutschen; auf der Fahne des „Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation“ (das war die Bezeichnung des Deutschen Reichs vom Mittelalter bis 1806) war das Bild des Erzengel Michael eingestickt. Aber zu viel dürfen wir uns auch wieder nicht darauf einbilden, dass wir einen Erzengel als Patron haben, denn bei meinen Recherchen habe ich noch viele andere gefunden, die sich ebenfalls auf Michael verlassen: zunächst die katholische Kirche, dann aber auch die Ritter und Soldaten, ferner die Kaufleute und Bäcker, die Waagenhersteller und Eicher, Apotheker, Drechsler, Schneider, Glaser, Maler, Vergolder, Blei- und Zinngießer, Bankangestellte, Radiomechaniker (wie die in die Liste gekommen sind, ....?), sowie die armen Seelen, Sterbenden und die Friedhöfe. Ferner hilft er gegen Blitz (daher vielleicht die Radiomechaniker?) und Unwetter. Na, da hat der Heilige Michael ja einiges zu tun!
Dieser Lostag war unseren Vorfahren offensichtlich besonders wichtig und es gibt eine Unzahl von Wetterregeln, von denen ich nur die markantesten aufgeschrieben habe: „Fallen vor Michael die Eicheln ab, steigt der Sommer früh ins Grab“ . Haben Sie schon darauf geachtet? Nein, also beim nächsten Spaziergang auf Eichen achten! Umgekehrte Aussage geht aus folgendem Spruch hervor: „Sind die Zugvögel nach Michaeli noch hier, haben bis Weihnacht’ lind Wetter wir“. Aber: „Bringt St. Michael Regen, kannst Du gleich den Pelz anlegen“. Eine andere Aussage lautet: „Auf nassen Michaelitag ein nasser Herbst oft folgen mag“.
Mit dem Michaelstag beendeten unsere Vorfahren den Sommer; es war für sie der Übergang von der hellen zur dunklen Jahreszeit (der Tag hatte auch den Namen „Sommersilvester“). Daher gibt es auch den Spruch „Es holt herbei Sankt Michael, die Lampe wieder und das Öl“. Das Ende des Sommers feierte man in vielen Gegenden auch damit, dass an diesem Tag das sogenannte Michaelifeuer angezündet wurde, womit die früher eintretende Dunkelheit verdrängt werden sollte.
Der Tag wurde übrigens auch „Truhentag“ genannt. Das rührte daher, dass um diese Zeit die Ernte weitgehend eingefahren war, und die Bediensteten der großen Höfe ihre Stellungen wechselten. Infolgedessen schleppten sie ihre Kisten und Truhen zu ihrem neuen Arbeitgeber, wodurch dieser Tag den etwas merkwürdigen Namen erhalten hatte. Und nicht nur die Ernte war vorbei, auch die Wintersaat sollte jetzt im Boden sein, worauf die folgenden Sprüche hinweisen: „Um Michaeli in der Tat, gedeiht die beste Wintersaat“ und „Auf Sankt Michael beende die Saat, sonst wirst du's bereuen zu spat“. Und es begann die Arbeit im Haus: „Michel steckt das Licht an, das Gesind' muß zum Spinnen heran“.
Das soll dann für heute genügen und daher, wie gewohnt an dieser Stelle, der aktuelle Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk:
Termine vom 28.09.2007 – 25.10.2007 im Bezirk Birk - Heide – Inger
· 07.10.2007, 09.30 Uhr: Erntedank-Messe, kath. Kirche Breidt
· 11.10.2007, 20.00 Uhr: Mitgliederversammlung und 1. Karnevalsausschuss-Sitzung, Ortsring Birk, Gaststätte Fielenbach, Birk
· 13.10.2007, 19.00 Uhr: Saison-Abschlussfeier, T.C. Heide, Clubhaus, Heide
· 14.10.2007, 14.00 Uhr: Kindersachen-Basar, Förderverein „Regenbogenhaus“, ev. Gemeindezentrum Birk
· 14.10.2007, 18.00 Uhr: „Romantischer Chorabend“, M.C. „Liederkranz Birk“, ev. Kirche Birk
· 20.10.2007, 20.00 Uhr: Ü-30-Fête, Feuerwehr Birk, Bürgerhaus Birk
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand ein schönes und erholsames Wochenende sowie eine erfolgreiche Woche!
Ihr Manfred Böhmer
(Ortsring-Pressewart)
-
Liebe Freunde des Ortsrings Birk!
Da in der kommenden Woche keine wichtigen Ortsring-Termine anstehen, kann ich gleich mit meinem Hobby, den alten Wetter-Regeln, beginnen. Heute, am 17. September (andere Stellen nennen den morgigen 18.), ist der Namenstag von Lambert, der sogenannte „Lambertitag“. Bis zu dem Tag soll die Kartoffelernte beendet sein. Man sagte dazu „Zu Lambert nimm die Kartoffel raus, doch breit’ ihr Kraut auf dem Felde aus. Der Boden will für seine Gaben doch ihr Gerippe wieder haben.“ Gutes Wetter an diesem Lostag versprach einen schönen Frühling: „Trocken wird das Frühjahr sein, ist Sankt Lantpert (alte Bezeichnung für Lambert) klar und rein“. Und für den Herbst sagte man voraus: „Bringt Lambertus Regen, folgt ein Herbst mit wenig Segen“.
Lambert war Bischof von Maastricht und wurde als Märtyrer ermordet. Er gilt als Patron der Ärzte und wird angerufen bei Augenoperationen und allgemein bei Augenleiden. Er ist Schutzheiliger der Stadt Freiburg und beschützt außer Ärzten und Chirurgen auch noch Bandagisten und Zahnärzte.
Ein bedeutender Tag unserer Vorfahren folgt am Freitag (21.09.) mit dem Namenstag von Matthäus. Im alten bäuerlichen Kalender galt der Tag schon als Winteranfang. Vom Wetter an diesem Tag schloss man auch auf das Wetter der nächsten Zeit, sagte man doch, eine gute Witterung an diesem Tag sollte sich vier Wochen halten („Wie es Matthäus treibt, es vier Wochen bleibt”). Oder sogar eine Winter-Vorhersage: „Trat Matthäus stürmisch ein, wird’s bis Ostern Winter sein“. Zusätzlich schloss man auch auf die Ernte, wenn man sagte „Wenn Matthäus weint statt lacht, Essig aus dem Wein er macht. Wetter, das Matthäi klar, bringt guten Wein im andern Jahr.” Aber das schöne Wetter wollte man noch ausnutzen mit dem Spruch „Matthis macht die Birn’ süß“. Der diesem Tag folgende Vollmond heißt übrigens Erntemond, weil sein Licht den Bauern im schon dunklen Herbst noch abendliche Landarbeit ermöglicht.
Am Matthäustag begannen die Schwendtage des Septembers. Sie dauerten vom 21. bis zum 28.. Diese Tage sind ungünstig für viele Unternehmungen, besonders Vertragsabschlüsse, Reisen, Hochzeiten, Geschäftseröffnungen. Dagegen sollten in diesen Tagen Tätigkeiten wie das Roden von Bäumen, Unkrautjäten, Putzen, Reinigen, Saubermachen usw. in Angriff genommen werden.
Und am Sonntag (23.09.) ist nun auch kalendarischer Herbstanfang. Nach dem meteorologischen Herbstanfang am 1. September ist heute endgültig (astronomisch und damit auch kalendarisch) der Herbst da. Der astronomische Herbstanfang ist auf der nördlichen Erdhalbkugel der Zeitpunkt, an dem die Sonne den Himmelsäquator von Norden nach Süden überschreitet. Weil die Erde nicht ganz rund ist, wechselt der Zeitpunkt des herbstlichen Äquinoktiums zwischen dem 22. und 23. September. In diesem Jahr ist dies am 23. September um 11.51 Uhr MESZ der Fall. Weil dann an jedem Ort der Erde Tag und Nacht gleich lang sind, wird der Herbstanfang auch als Tag-Nacht-Gleiche (Äquinoktium) bezeichnet. Die Sonne geht überall um 06.00 Uhr Ortszeit auf und um 18.00 Uhr unter. Danach bewegt sich die Sonne auf den südlichen Wendekreis zu, so dass auf der Nordhalbkugel die Tage kürzer und die Nächte länger werden. Um den 21. Dezember herum (in diesem Jahr am 22.) erreicht die Sonne den südlichen Wendekreis und wandert allmählich wieder zurück in den Norden. Um den 21. März herum erreicht sie wieder den Himmelsäquator. Das Wort „Herbst“ bedeutete ursprünglich so viel wie „Pflückzeit, Zeit der Früchte, Ernte“. Diese Bedeutung lebt heute noch im englischen „harvest“ (auf deutsch: Ernte) weiter. In Süddeutschland bezeichnen die Worte „Herbst“ oder „Herbsten“ auch „Weinlese“ oder „Obsternte“.
Damit aber genug Wetter-Regeln und Hausbuch-Weisheiten und zum aktuellen Terminkalender Ihres Ortsrings Birk:
Termine vom 21.09.2007 – 18.10.2007 im Bezirk Birk - Heide – Inger
· 07.10.2007, 09.30 Uhr: Erntedank-Messe, kath. Kirche Breidt
· 11.10.2007, 20.00 Uhr: Mitgliederversammlung und 1. Karnevalsausschuss-Sitzung, Ortsring Birk, Gaststätte Fielenbach, Birk
· 14.10.2007, 14.00 Uhr: Kindersachen-Basar, Förderverein „Regenbogenhaus“, ev. Gemeindezentrum Birk
· 14.10.2007, 18.00 Uhr: „Romantischer Chorabend“, M.C. „Liederkranz Birk“, ev. Kirche Birk
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand ein schönes und erholsames Wochenende sowie eine erfolgreiche Woche!
Ihr Manfred Böhmer
(Ortsring-Pressewart)
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Liebe Ortsring-Freunde!
Kalendarisch sind es noch zwei Wochen, bis wir am 23. September den Sommer dieses Jahres abhaken können (der Herbstanfang ist der Tag der Tag-und-Nacht-Gleiche, oder der Tag, an dem die Sonne den Himmelsäquator von Norden nach Süden überquert). Meteorologisch haben wir seit dem 1. September jedoch bereits Herbst. Der Grund dafür ist nicht die Tatsache, dass auch die Natur in diesem Jahr schon längst auf Herbst umgestellt hat, sondern die Meteorologen tun sich bei ihren statistischen Auswertungen natürlich viel leichter, wenn der Jahreszeitenwechsel mit dem Monatswechsel übereinstimmt; aus diesem Grund wurde der meteorologische Herbstbeginn einfach mit dem 1. September definiert, ohne dabei auf den Sonnenlauf zu achten.
Was haben Sie für eine Erinnerung an den Sommer dieses Jahres? Ich wette, dass niemand von Ihnen begeistert davon war. Und trotzdem gilt der Sommer 2007 als ein ganz normaler und durchschnittlicher Sommer. Das ist eben Statistik, damit kann man alles irgendwie erklären, negativ ausgedrückt: man kann damit alles schönreden, gleichgültig, ob in der Meteorologie oder Politik! Also muss zu den nackten Zahlen immer noch eine Erläuterung gegeben werden, um die Werte anschaulicher bzu machen. Lassen Sie mich das im Folgenden für unseren Heimatort machen.
Mit einem Durchschnittswert von 19,23 Grad entsprach auch bei uns die Temperatur dieses Sommers tatsächlich fast genau der in den vergangenen dreißig Jahren für Birk ermittelten Sommertemperatur von 19,26 Grad. Der vergangene Sommer 2006 war dagegen fast 2 Grad wärmer, als die Durchschnitts-Sommer. Und dabei war doch der vorige August noch schlechter, als dieser; dafür hatten wir jedoch im vergangenen Jahr den heißesten Juli seit Beginn der Wetter-Aufschreibung. In diesem Jahr führte der gute Juni (fast zwei Grad wärmer als ein durchschnittlicher Birker Juni) dazu, dass die zu kalten Monate Juli (fast ein Grad kälter als der Durchschnitt) und August (mehr als ein Grad zu kalt) die Statistik nicht zu stark belasteten.
Und was uns natürlich am meisten im Gedächtnis haften bleiben wird, sind die hohen Regenmengen. So lieferte der August 75% mehr Niederschlag als ein Durchschnitts-August, wobei es zwar nicht häufig regnete, dafür gab es drei Regentage (bzw. –nächte) mit immensen Niederschlägen. Ganz anders sah es in den Monaten Juni und Juli aus, in denen fast exakt die Durchschnittsmengen der entsprechenden Monate der letzten dreißig Jahre fielen. Dafür regnete es jedoch an mehr als jedem zweiten Tag, was natürlich den schlechten Eindruck für einen Sommermonat ausmacht. So hatten wir beispielsweise vom 11. Juni bis zum 11. Juli ganze fünf Tage ohne Niederschlag!
So, lassen Sie uns damit das Zahlenwerk beschließen und nur noch hoffen, dass wir zum Ausgleich einen einigermaßen schönen Altweibersommer oder einen wirklichen „Goldenen Oktober“ bekommen!
Wie gewohnt nun der aktuelle Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk:
Termine vom 10.09.2007 – 11.10.2007 im Bezirk Birk - Heide – Inger
· 16.09.2007, 10.15 Uhr: Sommerfest, Evgl. Kirchengemeinde und Kindergarten, evgl. Kirche Birk
· 16.09.2007, 11.00 Uhr: Schleifchenturnier, T.C. Heide, Tennisplatz Heide
· 07.10.2007, 09.30 Uhr: Erntedank-Messe, kath. Kirche Breidt
· 11.10.2007, 20.00 Uhr: Mitgliederversammlung und 1. Karnevalsausschuss-Sitzung, Ortsring Birk, Gaststätte Fielenbach, Birk
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand ein schönes und erholsames Wochenende sowie eine erfolgreiche Woche!
Ihr Manfred Böhmer
(Ortsring-Pressewart)
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Liebe Ortsring-Freunde!
Wenn ich Ihnen jetzt etwas zum Wetter des vergangenen Monats berichte, werde ich Sie sicher nicht in Erstaunen versetzen können, denn dass der August ein schlechter Monat war, hat wohl jeder selbst bemerkt. Lassen Sie mich das jedoch in Zahlen ausdrücken.
Als ich Ihnen vor einem Monat das Juli-Wetter ausgewertet habe, hatte ich noch die Hoffnung ausgesprochen, dass uns der August etwas für den miesen Juli entschädigen würde. Aber diese Hoffnung war leider vergebens, denn lag der Juli nur ein knappes Grad unter dem langjährigen Mittel meines Dorfs, so lag der August mit einer Durchschnittstemperatur von 18,5°C ein gutes Grad unter dem Durchschnitt der letzten 29 Jahre. Und wäre nicht das heiße erste Wochenende gewesen, so wäre die Statistik noch schlechter ausgefallen. Apropos Wochenende: im Gegensatz zu früheren Jahren hatte dieser August allerdings etwas Positives: sagten alle Berufstätigen früher immer „die ganze Woche schwitzen wir im Büro oder in der Werkstatt, und am Wochenende regnet’s!“, so war dies’ in diesem August wenigstens einmal anders, denn alle Wochenenden waren schön oder sogar sehr schön, während die Unwetter alle in der Wochenmitte auftraten.
Aber zurück zu den Zahlen: ganze fünf Tage habe ich als wolkenlos aufgeschrieben, während wir im diesjährigen „Sommermonat“ April 17 solcher Tage hatten! Und an nur 11 Tagen stieg die Quecksilber-Säule über 25 Grad, d.h. wir hatten sogenannte Sommertage, und es gab nur 2 Hitzetage, d.h. Tage mit Höchstwerten über 30 Grad. Und keine einzige Tropennacht (Nachttemperatur fällt nicht unter 20 Grad) hatten wir in diesem August.
Und dann die Niederschläge: fast doppelt so viel Niederschlag, wie im Durchschnitt der letzten 29 Jahre, brachte uns dieser August, wobei ich an drei Tagen (am 9., 16. und 22.) im Wochenrythmus Rekord-Regenmengen mit 50, 60 und 70 Liter pro Quadratmeter aufschreiben musste (oder 50, 60 oder 70 Millimeter). Und dabei sind wir sogar noch relativ gut weggekommen, in anderen Gemeinden unserer Gegend sah es noch nasser aus! Noch eine letzte Zahl: insgesamt fielen im August 255 Liter/qm gegenüber ca. 140 Litern im langjährigen Schnitt!
So, ich hoffe, dass ich Sie mit diesen Zahlen nicht gelangweilt habe, aber ich denke, dass diese Zahlen schon wert sind, festgehalten zu werden. In den nächsten Tagen werde ich Ihnen den Sommer auswerten, denn am 1. September war der meteorologische Herbstanfang. Und lassen Sie uns zum Schluss wieder einen Wunsch äußern: hoffentlich entschädigt uns dieser Herbst mit einem schönen Altweiber-Sommer und Goldenen Oktober für entgangene Sommerfreuden!
Lassen Sie mich damit zum aktuellen Vierwochen-Auszug aus unserem Terminkalender kommen:
Termine vom 03.09.2007 – 30.09.2007 im Bezirk Birk - Heide – Inger
· 09.09.2007, 10.30 Uhr: Pfarrfest, kath. Kirchengemeinde, Jugendzentrum Birk
· 16.09.2007, 10.15 Uhr: Sommerfest, Evgl. Kirchengemeinde und Kindergarten, evgl. Kirche Birk
· 16.09.2007, 11.00 Uhr: Schleifchen-Turnier, T.C. Heide, Tennisplatz Heide
Jetzt wünsche ich Ihnen noch eine erfolgreiche Woche und sage wie immer: bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
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Liebe Ortsring-Freunde!
In der Vergangenheit hatte ich meine Beiträge immer zum Wochenende, d.h. am Freitag, begonnen bzw. datiert. Das geschah wegen der Erscheinungsweise des Mitteilungsblatts der Stadt Lohmar. Da ich jedoch meine Berichte dort nicht mehr veröffentliche (sie wurden, wie ich Ihnen des Öfteren geschildert habe, häufig wegen ihres Umfangs vom Verlag verworfen), werde ich in Zukunft an dieser Stelle zum Wochenrythmus übergehen.
Zunächst möchte ich Sie darauf hinweisen, dass am Sonntag die Herbstwanderung des Heimatvereins stattfindet. Nach einer Wanderung durch Birk, Inger, Albach und Heide werden wir nach langer Zeit wieder einmal an der Schutzhütte des Heimatvereins eine Pause einlegen, bevor wir dann zum geselligen Abschluss zum Saal Fielenbach aufbrechen.
Durch die veränderte Erscheinungsweise habe ich ein wichtiges Wetterdatum unserer Vorfahren noch nicht beschrieben, den Bartholomäus-Tag am 24. August, d.h. vorigen Freitag. Dieses ist der Namenstag des heiligen Bartholomäus, des Patrons der Bergleute, Buchbinder, Bauern, Winzer, Hirten, Lederarbeiter, Gerber, Sattler, Schuhmacher, Schneider, Bäcker und Metzger. Er war Apostel und erlitt einen besonders grausamen Märtyrertod, wurde ihm doch bei lebendigem Leib die Haut abgezogen (daher sein Patronat für Gerber, Sattler, Schuhmacher und Lederarbeiter? Wie makaber!), bevor ihm der Kopf abgeschlagen wurde. An seinem Festtag wurde früher nicht gearbeitet und es begannen schon die Vorbereitungen für das Weihnachtsfest: es wurden die Karpfen und Gänse ausgewählt, welche für das Festmahl gemästet werden sollten. Wettermäßig bedeutet dieser Tag das Ende der Hundstage, und es begann im Bauernkalender der eigentliche Herbst, so dass die Beobachtung des Tages von besonderer Wichtigkeit war. Sprüche zu diesem Tag waren „Sankt Bartholomä ist ein großer Wettermann, er zeigt das ganze Herbstwetter an“ oder „Bleibt St. Barthel im Regen steh’n, ist nasser Herbst vorauszuseh’n” und „Wie sich an Bartholomä das Wetter verhält, so ist es auch im Herbst bestellt“. Diese Wetterregeln werden von der modernen Wetterkunde statistisch mit 65% bestätigt. Da die vergangenen drei Tage nun endlich einmal wieder sommerliches Wetter aufwiesen, könnte das dann vielleicht ein Hoffnungsschimmer für einen freundlichen Herbst nach dem ausgefallenen Sommer bedeuten!
Und an Bartholomä wurde der Bauer daran erinnert, in den nächsten Tagen wichtige Feldarbeiten zu verrichten: „Bartholomä, wer Korn hat, der sä - wer Gras hat, der mäh - wer Hafer hat, der rech - wer Äpfel hat, der brech!“ oder „Auf Bartholomä sä den krausen Winterkohl!“ Und noch eine Aussage für den kommenden Winter: "Bleiben Störche und Reiher noch nach Bartholomä, kommt ein Winter, der tut nicht weh." Aber weh täte Regen, denn man sagte auch: „Regen an St. Bartolomä tut den Trauben bitter weh.“
Und morgen, am 28. August, ist der Namenstag von Augustin oder modern August. Man bemerkt doch langsam den Herbst, und daher dichtete man: „Ach Du lieber Augustin, jetzt geh’n die warmen Tage hin!“ Augustin lebte im 4. Jahrhundert in Algerien und war ein „Spätberufener“, ließ er sich doch erst mit 32 Jahren christlich taufen, nachdem er vorher sehr unchristlich gelebt hatte. Nach seiner Taufe jedoch begann er eine steile christliche Karriere, wurde Priester und Bischof in seiner Heimat. Aber das reichte noch nicht: auf der Grundlage der Erfahrungen aus seiner „vorchristlichen Zeit“ formulierte er Verhaltensregeln und gründete schließlich den Augustiner-Orden. Er wurde zu einem der größten Kirchenväter. Er ist Patron der Theologen, Buchdrucker und Bierbrauer (da hat er sicher noch an seine vorchristlichen Zeiten gedacht, wenn er diesem Berufsstand hilft); er wird angerufen für gute Augen.
Und am Mittwoch, 29.08., feierte man in der alten Kirche den Festtag „Johannes Enthauptung“. Ein Wetterspruch an dem Tag lautete: „Regen an Johannis Enthauptung verdirbt alle Nüsse“.
Und ein weiterer Spruch zum Donnerstag, 30.08., dem Namenstag von Felix: „Bischof Felix zeiget an, was wir in 40 Tagen für Wetter han“. Felix starb als christlicher Priester um 300 in Rom den Märtyrertod. Seine Reliquien befinden sich in der Apostelkirche in Köln.
Und da ich beim Bartholomäus schon etwas Makabres berichten musste, erscheint auch die Geschichte vom Raimund (31.08.) reichlich blutrünstig; aber zunächst die Wetter-Regel: „Sankt Raimund treibt die Gewitter davon“. Zu Raimund (er war Mönch und ggf. Kardinal im 13. Jahrhundert in Cardona bei Barcelona) ist nicht sehr viel Aufregendes zu erzählen, es sei denn, Sie hören einmal seinen Beinamen „Nonnatus", d.h. „der Ungeborene", weil er aus seiner toten Mutter herausgeschnitten worden sein soll. Durch diese Geschichte sind auch seine Aufgaben als Patron der Schwangeren, Ammen und Kinder, der unschuldig Angeklagten, für eine glückliche Entbindung sowie gegen Wochenbettfieber begründet.
Am Samstag, 01.09., ist Ägidius. Dessen umfangreiche Geschichte habe ich Ihnen jedoch im vergangenen Jahr geschildert, so dass ich sie in diesem Jahr auslassen möchte. Lassen Sie mich nur noch für Sonntag, dem Tag der H-V.-Wanderung den Apollinaris-Tag beschreiben: dieser ist mal ein Märtyrer von der neueren Sorte, denn er starb in der französischen Revolution, weil er den Eid auf die neue Verfassung verweigerte. Er war als Mönch und Gefangenen-Seelsorger tätig. Generell ist aber der 02.09. ein Schwendtag. Wer sich müde, krank oder erschöpft fühlte, ging an diesem Tag kurz nach Sonnenaufgang in den Wald und suchte dort eine Quelle auf, um dort „Leib und Seele“ zu baden, zu reinigen und so dem Körper zu neuer Kraft zu verhelfen. Auf dem Feld wurde nicht gearbeitet, da es an diesem Tag „ja doch keinen Segen bringen würde“.
Wir wandern am Sonntag zwar erst um die Mittagszeit, aber wenn Sie sich „müde, krank oder erschöpft“ fühlen (s.o.), empfehle ich Ihnen bei unserer Wanderung die Fischteiche bei Albach oder den an der Schutzhütte vorbeifließenden Bach. Sicher gesünder und schmackhafter wird jedoch ein frisch gezapftes Kölsch sein! Prost!
Wie gewohnt jetzt wieder der aktuelle Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk:
Termine vom 27.08.2007 – 23.09.2007 im Bezirk Birk - Heide – Inger
· 02.09.2007, 14.00 Uhr: Herbstwanderung, Heimatverein Birk, Dorfplatz Birk
· 02.09.2007, 14.00 Uhr: Flohmarkt, Förderverein „Heidekraut“, KiTa St. Mariä Geburt, Heide
· 09.09.2007, 10.30 Uhr: Pfarrfest, kath. Kirchengemeinde, Jugendzentrum Birk
· 16.09.2007, 10.15 Uhr: Sommerfest, Evgl. Kirchengemeinde und Kindergarten, evgl. Kirche Birk
· 16.09.2007, 11.00 Uhr: Schleifchen-Turnier, T.C. Heide, Tennisplatz Heide
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand ein schönes und erholsames Wochenende sowie eine erfolgreiche Woche! Und bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
(Ortsring-Pressewart)
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Liebe Ortsring-Freunde!
Auch wenn die Feuerwehr Birk, bzw. die Löschgruppe Birk der Freiwilligen Feuerwehr Lohmar, nicht Mitglied im Ortsring ist, so ist sie doch seit Bestehen des Ortsrings ein unverzichtbarer Partner für uns und unsere Mitgliedsvereine: denken Sie nur an die Beteiligung bei Vorbereitung und Durchführung des Birker Karnevalszuges. An diesem Wochenende feiert die Löschgruppe ihr 75-jähriges Bestehen, wozu wir ihr auch an dieser Stelle unsere allerherzlichsten Glückwünsche aussprechen! Ausführliche Würdigung ihrer Tätigkeit, Histörchen aus der abwechslungsreichen Geschichte und Zahlen aus Vergangenheit und Gegenwart wurden in den letzten Tagen an verschiedenen Stellen der Lokalpresse veröffentlicht, so dass ich diese hier nicht wiederholen möchte. Ich möchte Sie nur noch einmal auf die Termine zum Jubiläum hinweisen und, was in diesem Sommer besonders wichtig ist, den Veranstaltungen gutes Wetter und damit reichlichen Besuch wünschen!
Und damit hätte ich ja wieder eine elegante Überleitung aufs Wetter gefunden, aber meine Sammlung an Bauernregeln und Wetter-Weisheiten ist für die kommende Woche so mager, dass ich noch auf den gestrigen (16.08., Rochus) Tag zurückgreifen möchte. Eine Wetter-Regel lautete: "Wenn St. Rochus trübe schaut, kommt bald die Raupe in das Kraut." Also, Kleingärtner, aufgepasst! Denn das war ja ein recht trüber Tag gestern nach den Unwettern der vorangegangenen Nacht!
Rochus lebte um 1300 in Montpellier (Südfrankreich) und ging nach dem Tod seiner Eltern als Pilger nach Rom. Unterwegs heilte er, nur durch Verwendung des Kreuzzeichens, Pestkranke und tat dann auch in Rom noch jede Menge Wunder, wie sich das für angehende Heilige so gehört! Als er auf der Rückreise selbst an der Pest erkrankte, gesundete er mitten im Wald ohne jede menschliche Hilfe nur mit einem Engel, der ihn pflegte und mit einem Hund, der ihn mit dem Nötigsten versorgte! Nach seiner Rückkehr nach Montpellier wurde er (ohne dass er sich zu erkennen gab) unter dem Verdacht der Spionage in den Kerker geworfen, wo er starb. Erst nach seinem Tod wurde seine Identität bekannt. Er ist u.a. Patron von Montpellier, der Gefangenen und Kranken, der Kranken- und Siechenhäuser, der Ärzte, Chirurgen, Apotheker, der Bauern, Gärtner, Schreiner, Pflasterer, Bürstenbinder, Totengräber und Kunsthändler. Und er hilft gegen Pest, Cholera, Tollwut, Fuß-, Bein- und Knieleiden, sowie gegen Unglücksfälle.
Die einzige Wetter-Regel für die kommende Woche habe ich für Sonntag (19.08., Sebaldus) gefunden; für diesen Tag schreiben die Hausbücher unserer Vorfahren: „Regnet es an Sankt Sebald, naht eine teure Zeit sehr bald“. Legenden nennen Sebaldus (um das Jahr 1000) einen dänischen Königssohn, der seine Verlobung mit einer französischen Prinzessin löste, um nach einer Romfahrt als Glaubensbote zu wirken und als Einsiedler in der Gegend um Nürnberg zu leben. Er tat jede Menge Wunder (machte einen Geblendeten wieder sehend, holte jemanden wieder aus einer Erdspalte, machte Eiszapfen zu Brennholz usw..). Er liegt unter der Nürnberger Sebaldus-Kirche begraben, er ist auch Patron der Stadt sowie des Viehs und wird angerufen gegen große Kälte (wegen dem Eiszapfen und dem Brennholz!).
Allgemein sagte man in der ersten Augusthälfte: „Wenn die Schwalben jetzt schon zieh’n, sie vor naher Kälte flieh’n!“ Und einen Spruch muss ich wohl oder übel aufschreiben, auch wenn der in diesem regenreichen August nicht viel Gutes erwarten lässt: „Ein trockener August hat die Leute noch nie arm gemacht, ein nasser schon!“ Aber positiver klingt dann der folgende Spruch (wenigstens für die unter uns, die dem Schnee nichts abgewinnen können): „Wenn’s im August nicht regnet, mit viel Schnee der Winter uns dann segnet“. Nun, warten wir’s ab!
Damit dann aber zum aktuellen Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk:
Termine vom 17.08.2007 – 13.09.2007 im Bezirk Birk - Heide – Inger
· 18.-19.08.2007: Jubiläumsfeier „75 Jahre Löschgruppe Birk“, Feuerwehr-Löschgruppe Birk
· 25.08.2007, 10.00 Uhr: „Kids Champion-Cup“, Tennisclub Heide, Tennisanlage Heide
· 02.09.2007, 14.00 Uhr: Herbstwanderung, Heimatverein Birk, Dorfplatz Birk
· 02.09.2007, 14.00 Uhr: Flohmarkt, Förderverein „Heidekraut“, KiTa St. Mariä Geburt, Heide
· 09.09.2007, 10.30 Uhr: Pfarrfest, kath. Kirchengemeinde, Jugendzentrum Birk
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, ein schönes und erholsames Wochenende sowie eine erfolgreiche Woche! Und bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
(Ortsring-Pressewart)
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Liebe Ortsring-Freunde!
Da haben unsere Freunde von der Dorfgemeinschaft Algert und alle Liebhaber des Algerter Bauernmarktes in der vergangenen Woche ja wirklich Glück gehabt mit dem Wetter! Stellen Sie sich vor, der Markt wäre, wie ursprünglich geplant, erst in dieser Woche veranstaltet worden!
Dieser August bietet nun wirklich ein abwechslungsreiches Wetter-Geschehen: hatten wir am Montag (6. August) noch einen Hitzetag mit über 33 Grad im Schatten, so waren es zwei Tage später nur noch 16,5°C. Und wenn Sie auf der Straße mit Nachbarn oder Freunden sprechen, dann hört man nur den sarkastischen Spruch „Aber wir brauchen wenigstens nicht zu gießen!“ Ja, allein in der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag, also vom 8. auf den 9., fielen bei uns über 30 Liter Regen pro Quadratmeter, bzw. mehr als 30 Millimeter! Nun, es kann nur besser werden!
Vielleicht kann ich Ihnen einige für Sie neue Informationen aus den Hausbüchern unserer Vorfahren geben, Sie vielleicht etwas erheitern oder Ihnen ein paar Wetter-Regeln für die kommende Woche aufschreiben. Heute (10. August) ist Laurentius; dieser Tag war ein wichtiger Lostag im bäuerlichen Kalender. So war dieser Tag der Stichtag für das Ausbringen der Herbstsaat, ja in manchen Gegenden wurde der Tag sogar der erste Herbsttag genannt (bei uns könnte man derzeit auch auf diese Idee kommen!). Einen schaurigen Ausblick auf den Herbst können wir ja schon einmal wagen mit „Schöner Laurentiustag – trockener Herbst“. Und auf diese Wetterregel ist leider ein recht hoher Verlass: wenn um den 10.08. mehr Sonne scheint, als üblich, kann man mit einer Wahrscheinlichkeit von 80% auf trockene Herbstmonate September bis November hoffen. Und weitere Aussagen wurden zum Laurentiustag gemacht: „Sollen Trauben und Obst sich mehren, müssen mit Laurenz die Wetter aufhören“ oder „Kommt Laurentius her, wächst das Holz nicht mehr“ (oder „An Laurenzi, es ist Brauch, hört das Holz zu wachsen auf“). Und weiter: "Kommt St. Lorenz mit heißem Hauch, füllt er dem Winzer Fass und Bauch." Aber bei Regen? "Regnet's am St.-Laurenz-Tag, gibt es große Mäuseplag."
Noch eine Information zum heiligen Laurentius oder Lorenz? Er ist u.a. der Patron der Bibliothekare und Archivare, der Schüler und Studenten, der Köche, Konditoren, Bierbrauer und Wirte, sowie der Wäscherinnen und Büglerinnen, der Glaser und der Feuerwehr. Er bewahrt vor Brandwunden und Hautkrankheiten, sowie Augenleiden, Hexenschuss, Ischias und Fieber. Am Laurentiustag werden Pferde und Fluren gesegnet und es wurden Wallfahrten und Bittgänge abgehalten. Innerhalb des Hauses durfte kein Feuer angezündet werden. In klaren Sommernächten kann man um diese Zeit die „Laurentiustränen“ beobachten, einen Feuer sprühenden alljährlich zur gleichen Zeit auftauchenden Sternschnuppenschwarm. Daher dichtet die alte Volksweisheit „Sankt Lorenz kommt in finstrer Nacht ganz sicher mit Sternschnuppenpracht“. Außer den Laurentiustränen gab es noch zahlreiche andere Gegenstände, die nach Laurentius benannt wurden, woraus seine Bedeutung in früheren Zeiten ersichtlich ist: "Laurentiusbrot" wurde früher gesegnet und dann an Arme, oft auch an das Vieh, verteilt. "Laurenzilorbeer", die oft meterhohe, gelbblütige Goldrute, gilt als Heilmittel für verschiedene Krankheiten. Geweihte "Laurenzikohlen" schützen vor Feuer, der "Laurentiussegen" schützt bei Feuer und bei brennenden seelischen Qualen. Die Winzer bringen ihm an seinem Tag ihre Erstlingstrauben dar, nach ihm ist die Rebsorte St. Laurent benannt.
Noch einige Erläuterungen zu den Laurentiustränen? Die Astronomen bezeichnen diesen Meteoritenstrom als "Perseiden", weil ihr Ausstrahlungspunkt am Sternhimmel im Sternbild Perseus liegt. Meteore, deren scheinbare Helligkeit unter der 4. Größe liegt, werden als Sternschnuppen bezeichnet, hellere nennt man Boliden oder auch Feuerkugeln. Sternschnuppen, die noch mit bloßem Auge zu sehen sind, haben einen Durchmesser von einem bis zehn Millimeter und ein Gewicht von zwei Milligramm bis 2 Gramm. Feuerkugeln dagegen haben ein Gewicht von über 2 Gramm und einen Durchmesser von mehr als 10 Millimeter. Meteorströme entstehen, wenn die Erdbahn einen Meteorschwarm schneidet. Es handelt sich dabei meist um Kometenbahnen oder um Reste eines ehemaligen Kometen. Bei den Perseiden handelt es sich um den Kometen 109P/Swift-Tuttle (1862 III). Die Perseiden sind ziemlich schnelle Sternschnuppen von 59 km/sec. Die mittlere Höhe des Aufleuchtens liegt bei 130 Kilometern, die des Verlöschens bei 90 Kilometern. Die mittlere Weglänge der Perseiden beträgt 80 Kilometer.
Einer der wichtigsten Feiertage der katholischen Kirche, und damit unserer bäuerlichen Vorfahren, fällt in die kommende Woche: Mariä Himmelfahrt am 15. August. Und natürlich machten die Wetter-Beobachter an solch einem markanten Tag im Jahr ihre langjährigen Überlieferungen fest: „Wie das Wetter am Himmelfahrtstag (Mariä Himmelfahrt am 15.08.!), so es noch zwei Wochen sein mag“ oder „Leuchten vor Mariä Himmelfahrt die Sterne, dann hält sich das Wetter gerne“ sowie „Mariä Himmelfahrt Sonnenschein, bringt meistens viel und guten Wein“. Außerdem: „Maria Himmelfahrt, das wisse, gibt es schon die ersten Nüsse“. Daher gab es früher den Brauch, die ersten reifen Wal- oder Haselnüsse den Kindern an Mariä Himmelfahrt als „Mariennüsse" zu schenken. Und was sagt die statistische Meteorologie? Ist das Wetter um den Himmelfahrtstag noch schön, dann wird es mit einer Wahrscheinlichkeit von bis zu 80% auch bis Ende August/Anfang September schön bleiben! Also bleibt uns noch eine Hoffnung, wenn das mit Laurentius (s.o.) nicht geklappt hat, vielleicht wird das Wetter noch bis kommenden Mittwoch besser!
Nachdem das Marienfest in anderen Ländern schon vorher gefeiert wurde, wurde es in Deutschland 813 eingeführt. Noch etwas zur Legende und den alten Bräuchen: die Jünger öffneten das Grab der Maria und fanden darin nicht mehr Marias Leichnam, sondern nur noch Blüten und Kräuter. Deshalb wird in der katholischen Kirche seit Jahrhunderten zu Mariä Himmelfahrt eine Kräuterweihe vorgenommen: aus sieben verschiedenen Kräutern - die Zahl symbolisiert die sieben Sakramente - werden Sträuße gebunden und zur feierlichen Kräuterweihe gebracht. Die Sträuße werden dann auf dem Dachboden aufgehängt und sollen gegen Krankheiten, Unheil, Gewitter und Blitzschlag helfen, oft werden zerriebene Blätter davon kranken Tieren ins Futter gemischt. Oder sie wurden auch bei Gewitter im Ofen verbrannt. Und auch heute noch werden in manchen Gegenden Süddeutschlands solche geweihte Kräuterbündel zum Schutz vor Unheil ans Kruzifix gesteckt.
Noch einige Details zu den Kräuterbüschen: es sollten, wie gesagt, immer sieben Kräuter sein, aber man kennt auch die 9-er, 12-er, 15-er und 19-er Buschen. Es gab auch Buschen mit 77 verschiedenen Kräutern, aber immer mit einer vorgeschriebenen magischen Zahl! Der 9-er Buschen besteht z. B. aus Johanniskraut, Schafgarbe, Baldrian, Arnika, Königskerze (immer in die Mitte binden), Kamille, Wermut, Pfefferminze und Tausendgüldenkraut. Der 15-er Buschen besteht aus Fünffingerkraut, Glockenblume, Kümmel, Margerite, Eberwurz, Bibernelle, Wermut, Königskerze (immer in die Mitte binden), Pfefferminze, Weinraute, Liebstöckel, Teufelsabbiss (Tormentil), Mooskolben, Bittersüßer Nachtschatten und Johanniskraut.
So, ich hoffe, ich konnte Sie mit diesen Zeilen ein wenig vom miserablen Wetter ablenken und Ihnen die eine oder andere neue Information geben.
An dieser Stelle der aktuelle Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk:
Termine vom 10.08.2007 – 06.09.2007 im Bezirk Birk - Heide – Inger
· 18.-19.08.2007: Jubiläumsfeier „75 Jahre Löschgruppe Birk“, Feuerwehr-Löschgruppe Birk
· 25.08.2007, 10.00 Uhr: „Kids Champion-Cup“, Tennisclub Heide, Tennisanlage Heide
· 02.09.2007, 14.00 Uhr: Herbstwanderung, Heimatverein Birk, Dorfplatz Birk
· 02.09.2007, 14.00 Uhr: Flohmarkt, Förderverein „Heidekraut“, KiTa St. Mariä Geburt, Heide
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, ein schönes und erholsames Wochenende sowie eine erfolgreiche Woche! Und, wie immer: bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
(Ortsring-Pressewart)
-
Liebe Ortsring-Freunde!
Wie in der vergangenen Woche bereits angekündigt, finden Sie in Zukunft meine Beiträge nur noch hier auf unserer Homepage. Ich hatte vorige Woche noch einen Text, sozusagen als Abschied, in jedem Fall aber zur Information der Leser, ins Mittelungsblatt setzen wollen, aber auch der ist wieder nicht gedruckt worden; lediglich der nackte Terminkalender ist erschienen, wie Sie wohl bemerkt haben, sollten Sie Bezieher des Mitteilungsblatts sein.
Daher jetzt, wie versprochen und wie gewohnt, die Auswertung der Wetter-Ereignisse des vergangenen Monats Juli. Als am 31. Juli abends in den Wetter-Nachrichten Alexander Lehmann einen Bericht über das Deutschland-weite Juli-Wetter gab, sagte er doch tatsächlich, die mittlere Juli-Temperatur habe, wenn auch nur wenig, über dem langjährigen Mittel gelegen. Dabei musste ich daran denken, wie oft wir abends den Kamin angemacht hatten, um nicht die Zentralheizung anwerfen zu müssen; und als ich ihm zuhörte, saß ich mit einer dicken Strickjacke vor dem Fernseher, wie so häufig in diesem Sommermonat. Wie sah also unser Wetter aus? Prima, die Auswertung meiner Birker Juli-Werte ergab, dass die mittlere Temperatur eindeutig unter dem langjährigen Birker Juli-Mittel lag! Und dass dies nur ein knappes Grad war, ist auch nur auf das Rekord-Wochenende am 15.7. mit über 36 Grad zurückzuführen. Also, Alexander, demnächst die Birker Werte mit in Deine Statistik einrechnen! Sieht man sich weiterhin die Aufschreibungen im Detail an, so stellt man fest, dass viele der Juli-Tage eine wechselnde Bewölkung aufwiesen (wir haben uns ja auch gefühlt, wie im April). Das bedeutet, dass an einem absolut kühlen Tag mit Temperaturen um 16 oder 17 Grad eine kurze Sonnenperiode die Maximal-Temperatur dann leicht (wegen der kräftigen Juli-Sonne) in die Gegend von 23 oder 25 Grad anhebt. Und da ich die Maximal- (und nächtlichen Minimal-) Werte für meine Auswertung heranziehe, ergibt sich eine höhere Temperatur, als wir sie alle subjektiv empfunden haben.
Ich erwähnte eben wechselnd bewölkte Tage: nur einen einzigen Tag habe ich als wolkenlos aufgeschrieben, das war der bereits erwähnte 15.. Und nur 15 Tage waren echte Sommertage (d.h. Tage mit Maximaltemperaturen über 25 Grad), und sogar nur an drei Tagen stieg das Thermometer über die 30-Grad-Marke, d.h. wir hatten nur drei Hitzetage. Im vergangenen Juli 2006, der zugegebenermaßen ein absoluter Rekordmonat gewesen ist, war jeder Tag ein Sommertag und wir hatten sogar 24 Hitzetage! Und nur eine Tropennacht hatten wir in diesem Juli mit 20,1 Grad (Nacht vom 15. auf den 16.) gegenüber 8 im vergangenen Jahr. Damit ist dieser Juli auf der ganzen Linie vergleichbar mit dem miserablen Juli des Jahres 2004, den wir ja auch lange in Erinnerung behalten haben!
Ein Wort noch zu den Niederschlägen: eigentlich erwarten Sie hierbei sicher auch einen Rekordmonat, aber auch dieses Empfinden ist stark subjektiv geprägt. Während in anderen Regionen Deutschlands wirklich Rekord-Niederschläge fielen, lagen die Regenmengen bei uns exakt im langjährigen Durchschnitt von etwa 150 Litern pro Quadratmeter (oder 150 Millimetern). Es hat lediglich sehr häufig geregnet oder genieselt und nur gegen Monatsende und am Beginn gab es Tage mit Dauerregen. Aber es regnete an immerhin 18 Tagen!
So, nun hoffen wir, dass der August uns noch entschädigt und uns einen versöhnlichen Sommer-Abschluss bringt. Zu wünschen wäre dies’ natürlich schon einmal unseren Freunden aus Algert, die am kommenden Samstag (4. August) ihren Bauernmarkt veranstalten (siehe wegen genauerer Ankündigung auf unserer Seite „Termine“), aber das sieht ja momentan ganz gut aus! Also, auf nach Algert; und Ihre Schwiegermutter können Sie getrost zu Hause lassen, denn man stellt Ihnen extra eine Strohpuppe für den traditionellen „Schwiegermutter-Weitwurf“ zur Verfügung!
Und jetzt noch einige alte Wetter-Regeln aus den Hausbüchern für die kommende Woche (3.-9. August): da stolpert man gleich heute über den Namenstag eines in Birk und Lohmar gleichermaßen beliebten Mitbürgers und vor allem Karnevalisten, nämlich Benno. Dazu wussten unsere Altvorderen eine schöne Weisheit, reimten sie doch „Soll der nächste Wein gedeih’n, muss Sankt Benno windstill sein“. Benno, Sohn eines Adligen, wurde Domherr in Straßburg und ließ sich 906 zusammen mit Gefährten am Grab von Meinrad als Einsiedler nieder. Von König Heinrich I. wurde er zum Bischof von Metz (Ostfrankreich) berufen, aber schon bald von Gegnern geblendet und vertrieben. Er kehrte in seine Einsiedelei zurück und gründete die Abtei Einsiedeln (Schweiz).
Und am Sonntag (5. August) folgt der Namenstag von Oswald, und auch da wussten unsere Vorfahren etwas, nämlich: „Wenn die Tage vor und nach Oswald die Äpfel unter den Bäumen braten, so erfrieren im Winter die Reben“ und „Oswaldtag muss trocken sein, sonst wird teuer Korn und Wein“. Oswald war im 7. Jahrhundert König von Northumbrien in Mittelengland, wird getauft und missioniert danach nicht nur sein Land, sondern von dort ausgehend auch europäische Regionen, vor allem in den Alpenländern. Dadurch ist er auch Patron der Stadt und des Kantons Zug, aber auch der englischen Könige und der Kreuzfahrer geworden. Er ist ferner Patron des Viehs und der Schnitter.
Und am Dienstag (7. August) ist der Gedenktag der heiligen Afra. Sicher kennt niemand eine Afra, die an dem Tag ihren Namenstag feiert, aber die zugehörige Story ist so nett, dass ich sie Ihnen noch einmal aufschreiben möchte. Zunächst der Wetterspruch unserer bäuerlichen Vorfahren: „An Sankt Afra Regen, ist für den Bauern ungelegen“. Die Geschichte der heiligen Afra war sicher dem einen oder anderen noch ungelegener, aber dafür ist sie wenigstens ’mal interessant und nicht nur „Märtyrerin und vierteilen“ usw.. Legenden erzählen von Afra als der Tochter des Königs von Zypern. Dieser wurde erschlagen, seine Frau Hilaria floh mit Afra nach Rom und weihte ihre Tochter der Liebesgöttin Venus. Afra träumte, sie solle Königin von Augsburg werden (Träume hatten die damals: kommt aus Zypern, wohnt in Rom und träumt ausgerechnet von Augsburg!) und bewog die Mutter, mit ihr dorthin zu ziehen. Mit drei Gespielinnen richtete sie in Augsburg ein Freudenhaus ein (ob sie meinte, so werde man Königin?); Bischof Narcissus kehrte während seiner Flucht vor der Diokletianischen Verfolgung, Herberge suchend, unwissend (das sagt man dann so: „Hab’ mich in der Tür geirrt!“) in dieses Haus ein. Afra bereitete ihm ein Mahl und wurde von seinem Tischgebet so erschüttert, dass sie ihm zu Füßen fiel, sich bekehren und taufen ließ. Sie schloss den Puff, worauf sie von mehreren enttäuschten Augsburgern als Christin angezeigt wurde (da kann man wieder sehen!). Und jetzt kommt doch wieder die übliche Story: sie wurde gefangen, verurteilt, an Baum gebunden und enthauptet! Dumm jelaufen! Aber immerhin wurde sie Patronin der Büßerinnen, reuigen Dirnen und armen Seelen, sowie der Heilkräuter.
An dieser Stelle der aktuelle Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk:
Termine vom 03.08.2007 – 30.08.2007 im Bezirk Birk - Heide – Inger
· 04.08.2007, 15.00 Uhr: Bauernmarkt, Dorfgemeinschaft Algert, um den Hof Weiler in Algert
· 04.-05.08.2007: Jugendfußball-Sommerturnier, TuS Birk, Sportplatz Birk
· 18.-19.08.2007: Jubiläumsfeier „75 Jahre Löschgruppe Birk“, Feuerwehr-Löschgruppe Birk
Und wie immer wünsche ich zum Schluss Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, aber auch ganz persönlich, ein schönes und erholsames Wochenende sowie eine erfolgreiche Woche! Und bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
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Liebe Ortsring-Freunde!
Sicher haben Sie in der Vergangenheit schon das eine oder andere Mal meinen wöchentlichen Artikel im Mitteilungsblatt der Stadt Lohmar vermisst. Im Normalfall war das nicht mein Fehler, sondern lag an irgendwelchen wirtschaftlichen Überlegungen des Verlags (ich hatte Sie vor geraumer Zeit bereits einmal darüber unterrichtet, dass dem Verlag meine Artikel manchmal viel zu lang waren). Das muss man natürlich verstehen und akzeptieren, ich werde jedoch in der Zukunft meine Berichte über Veranstaltungen im Raum Birk, meine Wetter-Auswertungen, die Berichte über Wetter-Regeln und Hausbücher sowie die Geschichten der Namenstage und Heiligen (meine „Hillije“, wie sie von einer meiner Leserinnen einmal getauft wurden) nicht mehr ins Mitteilungsblatt setzen, da ich nicht von der Willkür eines Redakteurs abhängig sein möchte. Ich werde meine Artikel allerdings vorläufig weiter schreiben und sie, wie gewohnt, an dieser Stelle veröffentlichen (den eigentlichen Vierwochen-Auszug aus dem Ortsring-Terminkalender werde ich selbstverständlich weiter auch ins Mitteilungsblatt setzen!). Aber natürlich mache ich auch meine Berichte hier auf unserer Homepage davon abhängig, ob sie gelesen werden, denn ganz zum Vergnügen schreibe ich nicht in jeder Woche ein paar Seiten Text; schreiben und recherchieren benötigen schließlich immer ein paar Stunden Zeit! Lassen Sie mich also bitte (z.B. über unser „Gästebuch“) wissen, ob Sie den Weg vom Mitteilungsblatt auf unsere Homepage gefunden haben. In jedem Fall danke ich Ihnen für Ihr Verständnis!
Damit will ich es dann für diese Woche bewenden lassen und verspreche Ihnen für die kommende Woche an dieser Stelle wieder einen längeren Bericht, u.a. über das Wetter dieses Juli. Hier schreibe ich Ihnen den aktuellen Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk auf:
Termine vom 27.07.2007 – 23.08.2007 im Bezirk Birk - Heide – Inger
· 20.-29.07.2007, 18.00 Uhr: Sportwoche des TuS Birk, Sportplatz Birk
· 25.-27.07.2007, 10.00 Uhr: Jugend-Tenniscamp, T.C. Heide
· 04.08.2007, 15.00 Uhr: Bauernmarkt, Dorfgemeinschaft Algert, um den Hof Weiler in Algert
· 04.-05.08.2007: Jugendfußball-Sommerturnier, TuS Birk, Sportplatz Birk
· 18.-19.08.2007: Jubiläumsfeier „75 Jahre Löschgruppe Birk“, Feuerwehr-Löschgruppe Birk
Damit wünsche ich Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, aber auch ganz persönlich, ein schönes und erholsames Wochenende sowie eine erfolgreiche Woche! Und bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
(Ortsring-Pressewart)
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Liebe Ortsring-Freunde!
In der vergangenen Woche hatte ich Ihnen ja ein paar Wetter-Regeln aus den Hausbüchern aufgeschrieben, nach deren positivem Eintreffen wir jetzt doch noch auf einen schönen Sommer hoffen dürfen; das haben wir uns nach dem verregneten Juni und dem kalten Juli-Beginn ja wohl auch redlich verdient! Und da am Sonntag (23.07.) die „Hundstage“ beginnen, müsste der in der vergangenen Woche so plötzlich ausgebrochene Sommer nun wohl so weitergehen! Über den Ursprung und die Bedeutung der Hundstage hatte ich Ihnen im vergangenen Jahr geschrieben (siehe die O.R.-Homepage unter dem Datum „21-07-2006“), so dass ich mich hier nicht wiederholen möchte. Stattdessen möchte ich an den heutigen (20.07.) „Margaretentag“ erinnern, welcher im Jahresablauf unserer Vorfahren eine große Bedeutung hatte: „Wie’s Wetter an St. Margaret, dasselbe noch vier Wochen steht“. „Margaretenregen wird erst nach Monatsfrist sich legen“ oder „Wird’s Margret zum Geburtstag nass, füllt sie vier Wochen das Regenfass“. Vor allem sagte man Gewitter voraus mit „Gegen Margareten und Jakoben (25.07.) oft die stärksten Gewitter toben“.
Der Margaretentag war, wie gesagt, ein wichtiger Lostag im bäuerlichen Kalender, denn Margaret, eine der 14 Nothelfer und Patronin der Bauern, Jungfrauen und Hebammen, wurde auch „Margaret, die Wetterfrau“ genannt. Sie lebte im 3. Jahrhundert in Antiochien, wo sie auf grausamste Weise, wie sich das für eine gute Märtyrerin gehört, zu Tode gefoltert wurde. Margarete ist übrigens eine der Stimmen, die Jahrhunderte später Jeanne d’Arc hörte und die diese in die Schlacht führte. Die Wetter-Aussagen zu diesem Tag beziehen sich weitgehend auf die bevorstehende, bzw. häufig an diesem Tag beginnende Ernte: „Die erste Birn’ bricht Margaret, drauf überall die Ernt’ angeht“ und „Hat Margret keinen Sonnenschein, dann kommt das Heu nicht trocken ein“ sowie „Regen am Margaretentag sagt dem Hunger guten Tag“. „Wenn Margarete Regen fällt ins Laub, so fallen die Walnüsse ab und die Haselnüsse werden taub“ sowie „Bringt Margarete Regenzeit, so verdirbt Most und Nuss weit und breit“. Also hoffen wir, dass das heutige Wetter nicht nur unsere Vorfahren glücklich gestimmt hätte, sondern auch jeden von uns und vor allem auch die Fußball-Freunde vom TuS-Birk, dessen Sportwoche heute beginnt.
Ein anderer bedeutender Namenstag folgt am kommenden Mittwoch (25.07.), nämlich der des früher sehr häufigen Namens Jakob. An diesem Tag machte man Vorhersagen für den Winter, denn „Bläst Jakobus weiße Wölkchen in die Höh’, sind’s Winterblüten zu vielem Schnee“ sowie „Sind um Jakobi die Tage warm, gibt’s im Winter viel Kält’ und Harm“ bzw. „Wenn es um Jakobi sommerlich ist, wird es um Weihnachten sehr winterlich“ oder auch „Jakobus in sonnenheller Gestalt, macht uns die Weihnacht rau und kalt“ sowie „Sind zu Jakob trocken Feld und Garten, ist ein strenger Winter zu erwarten“.
Jakobus zählte neben seinem Bruder Johannes und Petrus zu den drei bevorzugten Jüngern Jesu, die bei seiner Gefangennahme im Garten Gethsemane zugegen waren. Der Überlieferung nach verkündete er in der Gegend um Jerusalem das Evangelium, bis er durch König Herodes Agrippa I. von Judäa im Jahr 43 enthauptet wurde; Jakobus war somit der erste Märtyrer unter den Aposteln. Es ranken sich unzählige Legenden um Jakobus, auch solche, die erst wesentlich später datiert sind. Einige davon sind letztendlich der Ursprung für eins der bedeutendsten Wallfahrtszentren des Abendlandes, Santiago de Compostela im Nordwesten Spaniens (Santiago ist ein spanisches Wort für Jakobus). Durch ganz Europa führten und führen Wallfahrtswege dorthin. Im frühen Mittelalter hieß Spanien in Skandinavien sogar „Jakobsland“. Bis ins 15. Jahrhundert zog der Ort mehr Pilger an als Rom oder Jerusalem, und wurde in den letzten Jahren auch wieder sehr populär. Die Pilger erhielten (und erhalten) am Ziel eine Muschel, mit der sie dann ihren Pilgerhut zierten, eine sogenannte Jakobsmuschel. In diesem Zusammenhang: wissen Sie, woher unser Ausdruck „Köbes“ für die Kellner in rheinischen, besonders kölnischen, Kneipen stammt? Ja, richtig geraten: Köbes ist zunächst die rheinische Form von Jakob; einer der vielen Wege nach Santiago de Compostela führt durch Köln, und im Mittelalter verdingten sich zahlreiche Pilger, um ihre Reisekasse wieder etwas aufzufrischen, in kölschen Brauhäusern, wo sie in ihrer blauen Pilgerkluft als Bedienung arbeiteten. So hatten sie in Köln sehr schnell den treffenden Namen „Köbes“ erhalten, tragen ihn noch heute und sind an ihrer typischen blauen Kluft zu erkennen (ich denke allerdings, dass die wenigsten Köbesse noch wissen, woher ihr Name stammt).
Zurück zu unseren bäuerlichen Vorfahren: am Jakobstag wurde üblicherweise Apfel- und Getreideernte begonnen. Die ersten geernteten Äpfel wurden früher deshalb auch Jakobi-Äpfel genannt. Sie wurden gesegnet und häufig wurde ein Markttag damit verbunden. Mit dem Spruch „Wenn Jakobi kommt heran, man den Roggen schneiden kann“ wird auf die beginnende Roggenernte verwiesen. Und über die reifenden Kartoffeln sagte man „Fällt an Jakobi die Blüte vom Kraut, wurden keine guten Kartoffeln gebaut“.
Natürlich wird Jakobus wegen der zahlreichen Legenden und seiner großen Geschichte auch von vielen als Patron „beschäftigt“: er ist Schutzheiliger von Spanien, der Krieger, Arbeiter, Lastenträger, Hutmacher, Strumpfwirker, Wachszieher, Kettenschmiede, Apotheker und Drogisten; natürlich auch der Pilger und Wallfahrer; er ist zuständig für das Wetter, denn das ist eine wichtige Randbedingung fürs Pilgern, aber auch für Gedeihen der Äpfel und Feldfrüchte; und er hilft gegen Rheumatismus, falls man auf einer zu langen Pilgerreise zu häufig mit nassen Klamotten dem kalten Atlantikwind ausgesetzt war.
Und zum Schluss noch ein letzter Spruch: „Schmerzt zu Jakobi Dich das Bein, so wird’s das rechte oder linke sein!“
Damit will ich es aber bewenden lassen und schreibe Ihnen den aktuellen Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk auf:
Termine vom 20.07.2007 – 16.08.2007 im Bezirk Birk - Heide – Inger
· 20.-29.07.2007, 18.00 Uhr: Sportwoche des TuS Birk, Sportplatz Birk
· 22.07.2007, 11.00 Uhr: „Unser Dorf spielt Fußball“, TuS Birk, Sportplatz Birk
· 25.-27.07.2007, 10.00 Uhr: Jugend-Tenniscamp, T.C. Heide
· 04.08.2007, 15.00 Uhr: Bauernmarkt, Dorfgemeinschaft Algert, um den Hof Weiler in Algert
· 04.-05.08.2007: Jugendfußball-Sommerturnier, TuS Birk, Sportplatz Birk
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, aber auch ganz persönlich, ein schönes und erholsames Wochenende sowie eine erfolgreiche Woche! Und bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
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Liebe Ortsring-Freunde!
Na, wer hätte das in diesem bisher so „versauten“ Sommer 2007 vorhergesagt, dass die Birker Kirmes bei so herrlichem Kirmeswetter ablaufen würde? War es bei der Kirmes-Eröffnung und dem Fassanstich durch Heimatverein und Bürgermeister noch empfindlich kalt und vor allem windig, so sorgten am Samstag und Sonntag blauer Himmel und strahlender Sonnenschein für einen Riesenandrang auf dem sehr schön aufgestellten Kirmesplatz. Bei dieser Gelegenheit (ich denke, im Namen aller Kirmesbesucher) ein herzliches „Dankeschön!“ dem Heimatverein Birk und vor allem seinem „Kirmeskerl“ Gerd Albus für eine schöne und attraktive Kirmes!
Heute ist wieder ein „Freitag der Dreizehnte“, aber zu den Hintergründen möchte ich mich nicht wiederholen, sondern nur auf unsere Homepage (s.o.) unter dem Datum „13-10-2006“ verweisen, wo ich einen längeren Beitrag dazu geschrieben hatte.
„Juli kühl und nass – leere Scheuer, leeres Fass!“, ein Spruch aus den Hausbüchern unserer Vorfahren, der nichts Gutes für dieses Jahr verspricht. Aber in der kommenden Woche sollten wir einige Tage beobachteten, bei deren Prophezeiungen uns noch eine gewisse Hoffnung bleibt: am Sonntag (15.07.) ist der „Tag der Apostelteilung“ (war nichts Grausames mit gemeint, sondern der Tag spricht auf das Verteilen der Apostel „in alle Welt, zum Lehren aller Völker“ an). Und an diesem Tag hieß es: „Ist Apostelteilung schön, so kann das Wetter der Brüder vergeh’n!“; damit sprach man auf eine schlechte Vorhersage vom „Tag der sieben Brüder“ am 10.07. an. Und am Dienstag ist der Namenstag von Alexius. Alexius lebte im 5. Jahrhundert in Edessa, dem heutigen Urfa, in der Türkei, verließ kurz nach seiner Verheiratung seine Familie und lebte als Einsiedler. Er ist Patron der Pilger und Bettler und wird gegen Erdbeben, Blitz und Unwetter, Pest und Seuchen angerufen. Die Wetter-Regeln zu seinem Gedenktag sind: „Regen auf Alexius bringt teure Früchte und Verdruss“, aber viel positiver könnte es bei schönem Wetter werden, da es heißt „Ist es an Alexi klar, wird’s ein gutes Erntejahr!“ Zum Schluss noch ein Spruch zum Vinzenztag am Donnerstag (19.07.): „Vinzenz Sonnenschein, füllt Fässer mit Wein!“
Damit will ich es aber bewenden lassen und schreibe Ihnen den aktuellen Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk auf:
Termine vom 13.07.2007 – 09.08.2007 im Bezirk Birk - Heide – Inger
· 20.-29.07.2007, 18.00 Uhr: Sportwoche des TuS Birk, Sportplatz Birk
· 22.07.2007, 11.00 Uhr: „Unser Dorf spielt Fußball“, TuS Birk, Sportplatz Birk
· 25.-27.07.2007, 10.00 Uhr: Jugend-Tenniscamp, T.C. Heide
· 04.08.2007, 15.00 Uhr: Bauernmarkt, Dorfgemeinschaft Algert, um den Hof Weiler in Algert
· 04.-05.08.2007: Jugendfußball-Sommerturnier, TuS Birk, Sportplatz Birk
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, aber auch ganz persönlich, ein schönes und erholsames Wochenende sowie eine erfolgreiche Woche! Und bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
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Liebe Ortsring-Freunde!
Wenn die Birker Kirmes im Terminkalender ganz nach oben gerückt ist, dann wissen wir, das Jahr ist schon wieder halb vorbei, die Tage sind bereits leicht kürzer geworden (im Verlauf des Juli verlieren wir 56 Minuten Tageslänge), und wir nähern uns dem Herbst. Aber noch stehen uns ein paar schöne und hoffentlich sommerlich warme, vor allem aber trockene Kirmestage bevor. Kommen Sie bereits zur mittlerweile traditionellen Kirmes-Eröffnung mit Fassanstich am Freitag, lassen Sie sich am Samstag über die Kirmes treiben und verpassen Sie vor allem am Sonntag nicht die Gerichtsverhandlung durch die Mitglieder des Karibik-Clubs mit dem anschließenden Kirmes-Ausklang!
Wenn Sie in den letzten Tagen überall gehört oder gelesen haben, der Juni sei auch wieder viel zu warm gewesen, so haben Sie sicher geglaubt, diese Meldung würde nicht für uns gelten. Denn die letzte Juni-Woche war doch reichlich kühl und die gesamte zweite Monatshälfte wies nur einen einzigen trockenen Tag auf. Aber die zitierten Meldungen gelten auch für Birk, denn mit 19,9°C war es um etwa zwei Grad wärmer, als der langjährige Juni-Durchschnitt für Birk mit fast 18 Grad. Die 19,9 Grad sind übrigens auf das Zehntel-Grad genau die Werte auch für die Jahre 2006 und 2005 gewesen. Die Zahl der Sommertage (Maximaltemperatur 25 Grad und mehr) lag in diesem Juni mit 15 allerdings unter dem Wert der beiden vorhergehenden Jahre und auch die Zahl der Hitzetage (Maximalwert über 30 Grad) war mit nur 3 Tagen recht niedrig. Und wenn wir subjektiv auch gemeint haben, der andauernde Regen in diesem Jahr sei zu viel des Guten, so sagt die Statistik doch aus, dass die 142 Liter auf den Quadratmeter (bzw. 142 mm Niederschlagshöhe) fast exakt dem langjährigen Birker Durchschnittswert von 150 mm entsprechen.
Wünschten die Bauernregeln in den Hausbüchern unserer Vorfahren für Mai und Juni auch immer noch reichlich Regen, so sieht es im Juli doch ganz anders aus und die Bauernregeln decken sich weitgehend mit unseren und der Sommerurlauber Wünschen: „Einer Reb und einer Geiß, ist's im Juli nie zu heiß“, „Juli heiß lohnt Müh' und Schweiß“, „Im Juli will der Bauer schwitzen und nicht hinterm Ofen sitzen“, „Juli Sonnenbrand gut für Stadt und Land“, „So golden die Sonne im Juli strahlt, so golden sich der Weizen mahlt“, und „Im Juli den Regen entbehren müssen - das hilft zu kräftigen Kernen den Nüssen“ sowie „Hagelt's im Juli und August, ist's aus mit des Bauern Freud und Lust“. Also hoffen wir mit den Bauern auf einen schönen, heißen, sonnigen Juli!
Und einen Ausblick auf den kommenden Winter wagten unsere Vorfahren bereits im Juli, indem sie die Ameisen beobachteten: „Wenn im Juli die Ameisen ungewöhnlich tragen, wollen sie einen frühen und harten Winter aufsagen“ oder „Türmt im Juli die Ameise den Haufen, so musst du viel Holz für den Winter kaufen“. Aber über die Unsicherheit solcher frühzeitigen Aussagen habe ich Ihnen schon öfter geschrieben. So lassen Sie mich enden mit zwei Sprüchen, deren Aussagekraft wesentlich genauer ist: “Schwirr'n im Juli viele Mucken, wird's den Bauern häufig jucken“ und „Juli trocken und heiß, klebt dem Bauern die Hose am Steiß“.
Damit will ich es aber bewenden lassen und schreibe Ihnen den aktuellen Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk auf:
Termine vom 06.07.2007 – 02.08.2007 im Bezirk Birk - Heide – Inger
· 06.07.2007, 18.00 Uhr: Kirmes-Eröffnung, Heimatverein Birk, Dorfplatz Birk
· 06.- 08.07.2007: Kirmes in Birk, Heimatverein Birk, Dorfplatz Birk
· 08.07.2007, 10.30 Uhr: Kranzniederlegung, TuS Birk, kath. Pfarrkirche Birk
· 08.07.2007, 18.30 Uhr: Kirmes-Gerichtsverhandlung, Karibik-Club, Dorfplatz Birk
· 20.-29.07.2007, 18.00 Uhr: Sportwoche des TuS Birk, Sportplatz Birk
· 22.07.2007, 11.00 Uhr: „Unser Dorf spielt Fußball“, TuS Birk, Sportplatz Birk
· 25.-27.07.2007, 10.00 Uhr: Jugend-Tenniscamp, T.C. Heide
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, aber auch ganz persönlich, ein schönes und erholsames Wochenende sowie eine erfolgreiche Woche! Und bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
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Liebe Ortsring-Freunde!
Selten ist, wenn auch um ein paar Tage verspätet, die „Schafskälte“ so gründlich zu beobachten gewesen, wie in diesem Jahr. Natürlich lag das daran, dass die Wochen zuvor ja schon recht sommerlich gewesen sind, aber der Temperaturwechsel Mitte Juni war doch sehr deutlich. Die „Schafskälte“ nennt man auch den „Europäischen Monsuneffekt“, eine regelmäßig zu beobachtende Wettererscheinung um die gleiche Zeit, wenn der eurasische Kontinent infolge der hoch stehenden Sonne schon so weit aufgeheizt ist, dass für einige Zeit die bei uns vorherrschende Windrichtung von Südwest auf Nordwest dreht und nasskalte Nordatlantikluft angesaugt wird. Sie trifft dann in unseren Breiten auf subtropische Mittelmeer-Luft, was dann zu den schlimmen Unwettern und Gewittern über Deutschland, Schweiz und Österreich führt. Na, und über den „Siebenschläfer“ wollen wir in diesem Zusammenhang am besten gar nicht reden, denn das würde für die kommenden Wochen ja nichts Gutes verheißen! Ein Trost bleibt uns: wenn auch der 27. der Siebenschläfer-Tag ist, so wissen Sie doch schon aus vielen anderen Zusammenhängen, dass bei der Umstellung auf den Gregorianischen Kalender in 1582 viele Gedenktage nicht mit umgerechnet wurden, als damals einfach zehn Tage weggelassen wurden, um den Kalender wieder in Ordnung zu bringen. Das bedeutet, dass der eigentliche Stichtag der 7. Juli sein wird, so dass uns doch noch eine gewisse Hoffnung verbleibt (und tatsächlich belegt die statistische Meteorologie den Juli-Termin mit einer Wahrscheinlichkeit von über 70%, während der 27. Juni „nur“ zwei Drittel, also 66% Wahrscheinlichkeit verspricht).
Noch eins zum Siebenschläfertag: in Süddeutschland gilt der heutige Tag, der 29.06., Peter und Paul, als Siebenschläfertag und folglich heißt dort die Bauernregel "Regnet's am St. Petertag, so drohen dreißig Regentag“ und „Regnet es an Peter und Paul, wird des Winzers Ernte faul" oder „Peter und Paul klar, bringt ein gutes Jahr“ sowie „Ist’s an Peter und Paul schön, dürfen die Müller Wein trinken gehen“. „Schön zu Sankt Paul, füllt Tasche und Maul“ oder „Regen am Peterstag - regnet es am Vormittag Mäus' und am Nachmittag Katzen“.
Die Geschichte von Paulus ist Ihnen sicher noch bekannt: er hieß ursprünglich Saulus und war ein schlimmer Christenhasser, lebte als Sohn jüdischer Eltern in Tarsus in Kleinasien, ergriff den Beruf des Vaters als Zeltteppich-Weber und auch als Laienprediger („Pharisäer“). Durch eine Begegnung mit dem auferstandenen Jesus wurde er bekehrt, getauft und nannte sich fortan Paulus. Er wurde Apostel, Missionar, predigte in der Synagoge von Damaskus und wurde verfolgt; Freunde halfen ihm, im Jahre 38 in einem Korb über die Stadtmauer zu entfliehen. Es folgten die üblichen Missionsreisen, teilweise mit Apostel-Kollegen. Ob er in den 60-er Jahren eines natürlichen Todes gestorben ist, oder ob die Legende von der Enthauptung den Tatsachen entspricht ist ein alter Streit; in jedem Fall wird Paulus zunächst vergessen und erst im 5. Jahrhundert von Augustinus und endgültig durch Martin Luther „wiederentdeckt“ und danach mit Petrus gemeinsam verehrt. Natürlich gilt er dann als Patron der Theologen und Seelsorger, wegen seines ursprünglichen Berufs aber auch als Schutzheiliger der Weber, Teppichweber, Zeltwirker, Korbmacher, Seiler, Sattler und Arbeiterinnen; er wird angerufen für Regen und Fruchtbarkeit der Felder, gegen Furcht und Angst, gegen Ohrenleiden, Krämpfe, Schlangenbiss, Blitz und Hagel.
Damit will ich es aber bewenden lassen und schreibe Ihnen den aktuellen Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk auf:
Termine vom 29.06.2007 – 18.07.2007 im Bezirk Birk - Heide – Inger
· 06.07.2007, 18.00 Uhr: Kirmes-Eröffnung, Heimatverein Birk, Dorfplatz Birk
· 06.- 08.07.2007: Kirmes in Birk, Heimatverein Birk, Dorfplatz Birk
· 08.07.2007, 10.30 Uhr: Kranzniederlegung, TuS Birk, kath. Pfarrkirche Birk
· 08.07.2007, 18.30 Uhr: Kirmes-Gerichtsverhandlung, Karibik-Club, Dorfplatz Birk
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, aber auch ganz persönlich, ein schönes und erholsames Wochenende sowie eine erfolgreiche Woche! Und bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
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Liebe Ortsring-Freunde!
Da in der vergangenen Woche mein Beitrag nicht gedruckt werden konnte, möchte ich den Glückwunsch des Ortsrings an das Tambourcorps Pohlhausen-Birk an dieser Stelle wiederholen: wie angekündigt, stand das gesamte vorvergangene Wochenende im Zeichen des Tambourcorps Pohlhausen-Birk und der Jubiläumsfeiern zu seinem 75-jährigen Bestehen. Nicht nur das beständige Sommerwetter führte dazu, dass unerwartet viele Mitbürger den verschiedenen Veranstaltungen an den drei Festtagen beiwohnten. Von einem exzellent organisierten und vor allem phantastisch gespielten, ergreifenden „Großen Zapfenstreich“ der Kombination Tambourcorps – Blasorchester Lohmar, welcher manchem der vielen Zuhörer und Zuschauer sehr nahe ging, über die ausverkaufte Eröffnungs-Party im Festzelt sowie das samstägliche Konzert bis zum eigentlichen Höhepunkt am Sonntag, dem Großen Musik-Wettstreit mit dem grandiosen Festzug mit über 20 Vereinen, eine Großveranstaltung, über die sicher noch oft und lange geredet werden wird! Gratulation, Tambourcorps Pohlhausen-Birk!
Gestern war der 21. Juni, der Anfang des kalendarischen Sommers. Dieser astronomische Sommeranfang (die Meteorologen haben den Sommer ja bereits am 1. Juni begonnen) bedeutet, dass gestern der längste Tag des Jahres war, die sogenannte Sommersonnenwende. Damit hat die Sonne ihren höchsten Stand erreicht (man mag gar nicht daran denken, aber ab heute werden die Tage wieder kürzer, und wir hatten uns gerade so an die herrlich langen Abende und die morgens schon um vier Uhr singende Amsel gewöhnt!). Und einen Wetterspruch gibt es auch dazu: „Stürmt es an der Sonnwend', im nächsten Monat das Feld heiß brennt“.
„Gefeiert“ wird der Sommeranfang allerdings meist auf „Johanni“, dem Namenstag von Johannes dem Täufer am 24.06., Sonntag. Der Spruch aus dem Hausbuch dazu: „Wenn Johannes ist geboren, gehen die langen Tage verloren“. Und natürlich galt der Tag auch als wichtiger Lostag im Leben unserer Vorfahren; vor allem durfte es am Johannistag nicht regnen: „Regen am Johannistag, viel Regen man erwarten mag“ oder „Sankt Johannis Regengüsse verderben die besten Nüsse“. Weitere Sprüche lauten: „Vor dem Johannistag man Gerst’ und Hafer nicht loben mag." „Wenn die Johanniswürmer glänzen, darfst Du richten Deine Sensen."
Viele Bräuche rankten sich um diesen Tag und werden in vielen Gegenden auch heute noch beibehalten oder leben sogar wieder auf. Bei Anbruch der Dämmerung wurden die Johannisfeuer geschürt, und das gesamte Dorf feierte. War das Feuer niedergebrannt, umtanzte man es und sprang darüber. So hoch man springen konnte, so hoch wuchs der Flachs in diesem Jahr. Am Vorabend des Johannistags wurden Johannisblumen gesammelt und hinter Kruzifixe und Heiligenbilder oder auch unter das Dach gesteckt, damit der Blitz nicht einschlägt. Am Johannistag gesammelte Kräuter hatten eine doppelte Wirkung, und außerdem sollten sie magische Kräfte haben: aus an diesem Tag gesammelten Holunderblüten bereiteter Tee sollte besonders heilkräftig sein. Wer an diesem Tag Johanniskraut pflückte, wurde reich und glücklich. Auf den Äckern und Feldern wurde das Johannes-Evangelium gelesen, damit der Weizen nicht brandig wurde.
Nach Johannes werden nicht nur Kapellen und Kirchen benannt, sondern auch zahlreiche mit positiven Eigenschaften behaftete Pflanzen und Tiere: Johanniskraut (s.o.), Johannisbeere, Johanniskäfer, Johanniswürmchen. Johannes war Prophet und der Täufer von Jesus. Und natürlich war er Märtyrer. Sie kennen sicher die Story seiner Enthauptung: die Königstochter Salome brachte den abgeschlagenen Kopf von Johannes dem Täufer ihrer Mutter auf einem Silbertablett. Von seinen zahlreichen Patronaten möchte ich Ihnen nur die wichtigsten (und die merkwürdigsten) aufschreiben: er ist u.a. Patron von Burgund und Malta; er ist Schutzheiliger u.a. der Schneider, Weber, Gerber und Kürschner, der Gastwirte, Winzer, der Zimmerleute, Architekten, Maurer und Steinmetze, der Schornsteinfeger, der Sänger, Tänzer, Musiker und (sicher sehr wichtig!) der Kinoinhaber; aber auch der Lämmer, Schafe und Haustiere sowie der Weinstöcke; er soll helfen gegen Alkoholismus und Kopfschmerzen, gegen Schwindel, Angstzustände und Krämpfe, gegen Heiserkeit und Tanzwut.
Damit will ich es aber bewenden lassen und schreibe Ihnen den aktuellen Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk auf:
Termine vom 22.06.2007 – 19.07.2007 im Bezirk Birk - Heide – Inger
· 06.07.2007, 18.00 Uhr: Kirmes-Eröffnung, Heimatverein Birk, Dorfplatz Birk
· 06.- 08.07.2007: Kirmes in Birk, Heimatverein Birk, Dorfplatz Birk
· 08.07.2007, 10.30 Uhr: Kranzniederlegung, TuS Birk, kath. Pfarrkirche Birk
· 08.07.2007, 18.30 Uhr: Kirmes-Gerichtsverhandlung, Karibik-Club, Dorfplatz Birk
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, aber auch ganz persönlich, ein schönes und erholsames Wochenende sowie eine erfolgreiche Woche! Und bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer (Ortsring-Pressewart) (email)
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Liebe Ortsring-Freunde!
Wie angekündigt, stand das vergangene Wochenende ganz im Zeichen des Tambourcorps Pohlhausen-Birk und der Jubiläumsfeiern zu seinem 75-jährigen Bestehen. Nicht nur das beständige Sommerwetter führte dazu, dass unerwartet viele Mitbürger den verschiedenen Veranstaltungen an den drei Festtagen beiwohnten. Von einem exzellent organisierten und vor allem phantastisch gespielten „Großen Zapfenstreich“ der Kombination Tambourcorps – Blasorchester Lohmar, welcher manchem der vielen Zuhörer und –schauer sehr nahe ging, über die ausverkaufte Eröffnungs-Party im Festzelt sowie das samstägliche Konzert bis zum eigentlichen Höhepunkt am Sonntag, dem Großen Musik-Wettstreit mit dem grandiosen Festzug mit fast 20 Vereinen, eine Großveranstaltung, über die sicher noch oft und lange geredet werden wird! Gratulation, Tambourcorps Pohlhausen-Birk!
Damit aber wieder einige Bemerkungen zu Wetter-Regeln und Heiligen. In der vergangenen Woche hatte ich Ihnen versprochen, über ein Wetterphänomen zu berichten, welches regelmäßig im Juni um die Monatsmitte beobachtet werden kann, die sogenannte „Schafskälte“ Es ist dies’ eine Periode, während der mit einem Kälteeinbruch zu rechnen ist. Dieser ist nicht nur für die um diese Zeit frisch geschorenen Schafe lästig (daher der Name), sondern könnte auch uns nach dem schönem Sommerbeginn gründlich enttäuschen. Auch dieses Wetterphänomen wird von der modernen Meteorologie bestätigt und damit erklärt, dass jetzt der europäisch-asiatische Kontinent schon so weit erwärmt ist, dass der Wind in Mitteleuropa für einige Zeit von Südwest auf Nordwest dreht und kühle, feuchte Meeresluft anzieht, der sogenannte „europäische Monsuneffekt“. Allerdings könnte das diesjährige schöne Frühjahr und der zeitige Frühsommer dazu geführt haben, dass Atlantik und Nordsee bereits ebenfalls aufgewärmt sind, dass dieser Effekt nicht so stark ausgeprägt ist und damit weder Schafe noch wir ins Zittern geraten!
Lassen Sie mich aus der großen Zahl der Namenstage der kommenden Woche einen heraussuchen, der eine Beziehung zur Schafskälte hat, den Namenstag von Vitus (oder süddeutsch „Veit“), welcher heute im Heiligen-Kalender steht: „Oh heiliger Sankt Veit, regne nicht, dass es uns nicht an Obst und Wein gebricht“ und „Ist zu Sankt Vitus der Himmel klar, gibt es ein fruchtbares Jahr“. Zu diesem Lostag gibt es noch zahlreiche andere Sprüche, beispielsweise „Sankt Veit dreht die Blätter auf die Seit’.“ Dieser merkwürdige Spruch ist in Zusammenhang zu sehen mit der Schafskälte, über welche ich Ihnen oben geschrieben habe: so meint der Spruch nicht, dass sich die Blätter „auf die Seite legen“, sondern sich in Folge des drehenden Windes (Nordwest-Wind) in eine andere Richtung drehen. Ein anderer Spruch sagt „Sankt Vit bringt die Fliegen mit“ oder ein anderer „Nach Sankt Veit ist Fliegenzeit“, was natürlich für gutes Wetter spricht. Noch ein Wort zu Vitus, der als einer der 14 Nothelfer unter Kaiser Diokletian als Märtyrer starb: er wird zwar in allen Notfällen angefleht, gilt aber vor allem als Patron gegen die Fallsucht (denken Sie an „Veitstanz“!). Und wollte man zur rechten Zeit aufwachen, so betete man vor dem Schlafengehen ein Vaterunser mit den Worten „Ein Vaterunser für Sankt Veit, dass er mich aufweckt zur rechten Zeit!“.
Und einen Termin der kommenden Berichtswoche dürfen wir natürlich nicht vergessen, den Anfang des kalendarischen Sommers am 21. Juni. Dieser astronomische Sommeranfang (die Meteorologen haben den Sommer ja bereits am 1. Juni begonnen) bedeutet, dass der kommende Donnerstag der längste Tag des Jahres ist, die sogenannte Sommersonnenwende. Damit hat die Sonne ihren höchsten Stand erreicht (kaum zu glauben, aber dann werden die Tage wieder kürzer, und wir hatten uns gerade so an die herrlichen langen Abende und die morgens schon um vier Uhr singende Amsel gewöhnt!) „Gefeiert“ wird der Sommeranfang allerdings meist auf „Johanni“, dem Namenstag von Johannes dem Täufer am 24.06.. Und einen Wetterspruch gibt es auch zu dem Datum: „Stürmt es an der Sonnwend', im nächsten Monat das Feld heiß brennt“.
Damit will ich es wieder bewenden lassen und schreibe Ihnen den aktuellen Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk auf:
Termine vom 15.06.2007 – 12.07.2007 im Bezirk Birk - Heide – Inger
· 14.-17.06.2007, Fahrt nach Eppendorf, H.V. Birk
· 16.06.2007: Das Ökumenisches Straßenfest der ev. Kirchengemeinde fällt aus!
· 06.07.2007, 18.00 Uhr: Kirmes-Eröffnung, Heimatverein Birk, Dorfplatz Birk
· 06.- 08.07.2007: Kirmes in Birk, Heimatverein Birk, Dorfplatz Birk
· 08.07.2007, 10.30 Uhr: Kranzniederlegung, TuS Birk, kath. Pfarrkirche Birk
· 08.07.2007, 18.30 Uhr: Kirmes-Gerichtsverhandlung, Karibik-Club, Dorfplatz Birk
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, aber auch ganz persönlich, ein schönes und erholsames Wochenende sowie eine erfolgreiche Woche! Und bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer (Ortsring-Pressewart)
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Liebe Ortsring-Freunde!
Dieses Wochenende steht in unserem Raum natürlich ganz im Zeichen der Jubiläumsfeiern anlässlich des 75-jährigen Bestehens des Tambourcorps Pohlhausen-Birk, über die sicher an anderer Stelle aus berufenerer Feder detaillierter geschrieben werden wird; ich verweise nur auf die Eintragungen im Terminkalender und möchte im Namen vom Ortsring Birk und seiner Mitgliedsvereine die besten Glückwünsche aussprechen, ein gelungenes Fest bei hoffentlich bestem Wetter wünschen und Ihnen allen die Teilnahme an der einen oder anderen Veranstaltung empfehlen.
Apropos Wetter: nach den 11 Rekordmonaten innerhalb der letzten 12 Monate sah der Mai auf den ersten Blick ja nicht gerade rekordverdächtig aus. Wie war er denn in Birk, wo wir doch aus Presse und Fernsehen Rekordzahlen berichtet bekommen, vor allem im Hinblick auf die Niederschläge? Mit einer Niederschlagsmenge von fast 160 Litern auf den Quadratmeter konnten wir zwar etwa 20 Prozent mehr verzeichnen als im langjährigen (Birker) Mittel, da wir in unserer Region jedoch von den teilweise unwetterartigen Niederschlägen im gesamten Bundesgebiet (und auch im Bonner Raum) verschont geblieben sind, bewegte sich der Anstieg eher in einem normalen Streubereich. Und da der April, wie berichtet, ein absoluter „Null-Liter-Monat“ war, ist sicher kein Landwirt und kein Hobby-Gärtner böse über den Regen gewesen. Allenfalls Vatertags-Freunde und vor allem Pfingst-Kurzurlauber sind natürlich sauer auf das Wetter gewesen, welches ihnen die Grill- und andere Freuden vermiest hat.
Bezüglich der Temperaturen gibt es nichts Sensationelles zu berichten, denn mit 16,9°C lag die mittlere Temperatur zwar um etwa 1,5° über meinem langjährig gemessenen Mittelwert, dieser Ausschlag nach oben war jedoch nicht so extrem, wie in den vergangenen Rekordmonaten. Die Zahl der Sommertage (Maximaltemperatur über 25 Grad) erreichte mit 10 genauso viele Tage, wie im vergangenen Mai, einen Hitzetag hatten wir am 24., als das Thermometer auf 31 Grad stieg. Verspätete Eisheilige gab es noch gegen Monatsende, als die Maximaltemperatur an zwei Tagen gerade die elf Grad überstieg, aber auch um die Monatsmitte, zur planmäßigen Zeit der Eisheiligen, gab es ein paar Tage mit Höchsttemperaturen unter 15 Grad. Überflüssig, zu erwähnen, dass es natürlich keine Nachtfröste gab, die niedrigste Nacht-Temperatur lag in Birk immer noch bei fast 6 Grad.
Und mit den Eisheiligen sind wir bei den Bauernregeln und den Heiligen- und Namenstagen. Und da gibt es in dieser Woche zwei markante Tage, die unseren Vorfahren wichtig waren für die Vorhersage des Frühsommer-Wetters: heute (8.6.) ist Medardus, am Sonntag (10.6.) ist der Margaretentag. Die Aussagen der Hausbücher zu diesen Tagen lauteten: „Regnet’s am Medardustag, regnet’s noch vierzig Tag danach“, oder „Wie’s Wetter zu Medardi fällt, es bis zum Monatsende hält“ und „Macht Medardus feucht und nass, regnet’s ohne Unterlass. Schier dasselbe gelten mag, von Sankt Margaretens Tag“ sowie „Hat Margret keinen Sonnenschein, so kommt das Heu nicht trocken rein“. Und hier gibt es eine erstaunliche Bestätigung durch die moderne Meteorologie (ich habe sogar die Zahl 83% gefunden!), vor allem bezüglich der Niederschlagsneigung (natürlich nicht, was die „vierzig Tag“ betrifft) und auch im Hinblick auf die Temperaturen. Dazu gibt es ja dann um die Monatsmitte die „Schafskälte“, dazu jedoch mehr in der kommenden Woche.
Damit will ich es also bewenden lassen und schreibe Ihnen den aktuellen Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk auf:
Termine vom 08.06.2007 – 05.07.2007 im Bezirk Birk - Heide – Inger - 06.-10.06.2007: ev. Kirchentag in Köln, ev. Kirchengemeinde, ev. Kirche Birk
- 08.06.2007, 20.30 Uhr: Großer Zapfenstreich, T.C. Pohlhausen-Birk, Platz vor der kath. Kirche Birk
- 08.06.2007, 21.00 Uhr: „Opening-Party“ im Festzelt, T.C. Pohlhausen-Birk, Bürgerhaus Birk
- 09.06.2007, 19.30 Uhr: Konzert, T.C. Pohlhausen-Birk, Bürgerhaus Birk
- 10.06.2007, 09.00 Uhr: Internat. Musikwettstreit mit Festzug, T.C. Pohlhausen-Birk, Bürgerhaus Birk
- 14.-17.06.2007, Fahrt nach Eppendorf, H.V. Birk
- 16.06.2007: Das Ökumenisches Straßenfest der ev. Kirchengemeinde fällt aus!
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, aber auch ganz persönlich, ein schönes und erholsames Wochenende sowie eine erfolgreiche Woche! Und bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer (Ortsring-Pressewart, Email)
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Liebe Ortsring-Freunde!
Eigentlich wollte ich mich heute kurz fassen, aber einen Spruch zu einem Ihnen sicher nicht sehr geläufigen Heiligen habe ich für heute (01.06., Fortunat) gefunden: „Schönes Wetter auf Fortunat ein gutes Jahr zu bedeuten hat.“ (Fortunat war ein Priester im 4./5. Jahrhundert, mehr habe ich nicht gefunden). Und noch einen Wetterspruch zum Schmunzeln zum Juni-Beginn: „Kommt der Juni, sind das Wetter und die meisten Menschen netter“.
Damit will ich es aber bewenden lassen und schreibe Ihnen den aktuellen Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk auf:
Termine vom 01.06.2007 – 28.06.2007 im Bezirk Birk - Heide – Inger - 02.06.2007, 18.00 Uhr: Sommer-Grillfest, Heider Bürger, Dorfplatz Heide
- 03.06.2007, 15.00 Uhr: Firmung, kath. Kirchengemeinde, Klosterkirche St. Augustin
- 06.-10.06.2007: ev. Kirchentag in Köln, ev. Kirchengemeinde, ev. Kirche Birk
- 07.06.2007, 09.30 Uhr: Fronleichnamsprozession, kath. Kirchengemeinde, kath. Kirche Birk
- 08.06.2007, 20.30 Uhr: Großer Zapfenstreich, T.C. Pohlhausen-Birk, Platz vor der kath. Kirche Birk
- 08.06.2007, 21.00 Uhr: „Opening-Party“ im Festzelt, T.C. Pohlhausen-Birk, Bürgerhaus Birk
- 09.06.2007, 19.30 Uhr: Konzert, T.C. Pohlhausen-Birk, Bürgerhaus Birk
- 10.06.2007, 09.00 Uhr: Internat. Musikwettstreit mit Festzug, T.C. Pohlhausen-Birk, Bürgerhaus Birk
- 14.-17.06.2007, Fahrt nach Eppendorf, H.V. Birk
- 16.06.2007, 17.00 Uhr: Ökumenisches Straßenfest, ev. Kirchengemeinde, Friedenskreuz, Birk
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, aber auch ganz persönlich, ein schönes und erholsames Wochenende sowie eine erfolgreiche Woche! Und bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
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Liebe Ortsring-Freunde!
Zunächst die Wiederholung meines Aufrufs: „Wo ist die Ortsring Rosen-Wickelmaschine?“
Aber dann will ich mein Versprechen der vergangenen Woche wahr machen, und wieder etwas aus den Hausbüchern unserer Vorfahren zitieren. Lassen Sie mich daher auf einen der wichtigen Lostage im bäuerlichen Kalender eingehen, den wir heute (25.05.) begehen: dieser Tag (25.05.) ist Urban (Bischof von Autun und Langres (Ostfrankreich) im 4. Jahrhundert) gewidmet, dem Schutzpatron der Weinberge, der Winzer und Küfer sowie des Weins. Dem Winzer zeigte die Witterung dieses Tages das zu erwartende Wetter im Herbst an. An diesem Tag herrschte in manchen Gegenden sogar Arbeitsverbot. Wegen seiner Verbindung zum Wein wird dem heiligen Urban häufig eine Weintraube beigegeben. Eine ganze Reihe von Wettersprüchen gibt es daher natürlich, z.B.: „Sankt Urban hell und rein, segnet die Fässer ein“ oder „Ist Sonnenschein am Urbanstag, gedeiht der Wein nach alter Sag'“ und „Scheint am Urbanstag die Sonne, so gerät der Wein zur Wonne, regnet's aber, nimmt er Schaden und wird schwer nur wohlgeraten.“ Und sogar eine Prognose für den Herbst wagte man am Urbanstag: „Die Witterung an Sankt Urban zeigt des Herbstes Wetter an“ und „Wie's Wetter am Sankt Urbanstag, so der Herbst wohl werden mag.“ Nun ist dieser Ausblick vom heutigen Wetter auf das des Herbstes natürlich ziemlich gewagt, die Wetterstatistik zeigt jedoch eine gewisse Wahrscheinlichkeit für einen sonnigen Herbst, wenn schon Ende Mai die Sonne häufig schien.
Und noch eine etwas unbekanntere Heilige beschließt diese Berichtswoche am kommenden Donnerstag (31.05.), Petronilla. Dazu die Sprüche: „Ist es klar an Petronell´, messt den Flachs ihr mit der Ell´“ und „Wer sein Feld bestellt zu Petronell, dem wächst der Hafer prächtig schnell“. Petronilla (lateinisch: die Kleine aus dem Geschlecht der Petronier) war eine frühe christliche Märtyrerin. Sie starb in altchristlicher Zeit (2./3. Jh.) als Märtyrerin für ihren Glauben. Geschichtlich gesicherte Aufzeichnungen sind nicht überliefert. Die Legende machte sie zur Tochter des Apostel Petrus. Ihr Grab in der römischen Domitilla-Katakombe neben dem Grab von Nereus und Achilleus wurde schon im 4. Jh. verehrt. Dargestellt wird sie als christliche Beterin im römischen Gewand mit Märtyrerkrone und Palme, mit Delphin, Besen oder Schlüssel. Sie ist die Patronin von Rom, Schutzpatronin der Reisenden und Pilger und wird gegen Fieber angerufen.
Damit will ich es aber bewenden lassen und schreibe Ihnen den aktuellen Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk auf:
Termine vom 25.05.2007 – 21.06.2007 im Bezirk Birk - Heide – Inger - 27.05.2007, 11.00 Uhr: Schleifchen-Turnier, T.C. Heide, Clubanlage, Heide
- 02.06.2007, 18.00 Uhr: Sommer-Grillfest, Heider Bürger, Dorfplatz Heide
- 03.06.2007, 15.00 Uhr: Firmung, kath. Kirchengemeinde, Klosterkirche St. Augustin
- 06.-10.06.2007: ev. Kirchentag in Köln, ev. Kirchengemeinde, ev. Kirche Birk
- 07.06.2007, 09.30 Uhr: Fronleichnamsprozession, kath. Kirchengemeinde, kath. Kirche Birk
- 08.06.2007, 20.30 Uhr: Großer Zapfenstreich, T.C. Pohlhausen-Birk, Platz vor der kath. Kirche Birk
- 08.06.2007, 21.00 Uhr: „Opening-Party“ im Festzelt, T.C. Pohlhausen-Birk, Bürgerhaus Birk
- 09.06.2007, 19.30 Uhr: Konzert, T.C. Pohlhausen-Birk, Bürgerhaus Birk
- 10.06.2007, 09.00 Uhr: Internat. Musikwettstreit mit Festzug, T.C. Pohlhausen-Birk, Bürgerhaus Birk
- 14.-17.06.2007, Fahrt nach Eppendorf, H.V. Birk
- 16.06.2007, 17.00 Uhr: Ökumenisches Straßenfest, ev. Kirchengemeinde, Friedenskreuz, Birk
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, aber auch ganz persönlich, ein schönes und erholsames Wochenende sowie eine erfolgreiche Woche! Und bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
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Liebe Ortsring-Freunde!
Diejenigen unter Ihnen, denen ich mit meinen „Hausbüchern“, „Wetter-Regeln“ und den zugehörigen Heiligen auf den Geist gehe, werden frohlocken, denn heute gehe ich meinem eigentlichen Vorstandsposten „Pressewart“ nach und starte einen Ortsring-Aufruf in eigener Sache: vor vielen Jahren hat der Ortsring eine sogenannte „Rosen-Wickelmaschine“ beschafft, wie sie für die Herstellung von Papier-Röschen für Karnevalswagen oder Silber- und Goldhochzeiten gebraucht werden. Trotz der im Dorf vorhandenen verschiedenen privaten Maschinen gab es immer wieder Engpässe, weshalb diese Beschaffung getätigt wurde. Nun ist diese Maschine nicht mehr auffindbar, steht bei irgendeinem Verein noch vom letzten Wagenbau oder in einer Nachbarschaft vom letzten „Kranz-Binden“ in einer Garage oder einem Keller und gerät in Vergessenheit. Daher mein Aufruf: wer hat das Maschinchen, wo steht solch ein Gerät, das offensichtlich „keinem gehört“. Bitte informieren Sie mich oder ein anderes Ortsring-Vorstands-Mitglied. Danke! (und für die „Hillije-Fans“: nächste Woche gibt’s wieder welche!)
Damit will ich es aber bewenden lassen und schreibe Ihnen den aktuellen Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk auf:
Termine vom 18.05.2007 – 14.06.2007 im Bezirk Birk - Heide – Inger - 27.05.2007, 11.00 Uhr: Schleifchen-Turnier, T.C. Heide, Clubanlage, Heide
- 02.06.2007, 18.00 Uhr: Sommer-Grillfest, Heider Bürger, Dorfplatz Heide
- 03.06.2007, 15.00 Uhr: Firmung, kath. Kirchengemeinde, Klosterkirche St. Augustin
- 06.-10.06.2007: ev. Kirchentag in Köln, ev. Kirchengemeinde, ev. Kirche Birk
- 07.06.2007, 09.30 Uhr: Fronleichnamsprozession, kath. Kirchengemeinde, kath. Kirche Birk
- 08.06.2007, 20.30 Uhr: Großer Zapfenstreich, T.C. Pohlhausen-Birk, Platz vor der kath. Kirche Birk
- 08.06.2007, 21.00 Uhr: „Opening-Party“ im Festzelt, T.C. Pohlhausen-Birk, Bürgerhaus Birk
- 09.06.2007, 19.30 Uhr: Konzert, T.C. Pohlhausen-Birk, Bürgerhaus Birk
- 10.06.2007, 09.00 Uhr: Internat. Musikwettstreit mit Festzug, T.C. Pohlhausen-Birk, Bürgerhaus Birk
- 14.-17.06.2007, Fahrt nach Eppendorf, H.V. Birk
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, aber auch ganz persönlich, ein schönes und erholsames Wochenende sowie eine erfolgreiche Woche! Und bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
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Liebe Ortsring-Freunde!
Ein großes Ereignis dieses Jahres wird am Samstag im Saal der Gaststätte Fielenbach eingeläutet: die 75-Jahr-Feier unseres Tambourcorps Pohlhausen-Birk. Sie werden sicher an anderer Stelle aus berufenerem Mund noch mehr zu diesem schönen Fest, das seinen Höhepunkt im Juni erreichen wird, lesen, lassen Sie mich aber auch an dieser Stelle im Namen von Ortsring-Vorstand, aber sicher auch im Namen aller Mitgliedsvereine schon einmal gratulieren, viel Glück wünschen für die nächsten 75 Jahre und viel Erfolg bei der Durchführung des großen und anspruchsvollen Fests.
Normalerweise müsste ich in dieser Woche etwas schreiben zu den Eisheiligen, welche von morgen bis zum Dienstag (also vom 12.-15.05.) „verehrt“ werden. Aber sicher haben Sie Verständnis dafür, dass sich in mir in diesem heißen Jahr etwas dagegen sträubt. Also: im kommenden Jahr wieder!
Um die „Hillije“ jedoch nicht ganz zu vernachlässigen, möchte ich einen Heiligen ansprechen, dem Sie vielleicht bei sommerlichen Ausflügen oder im Urlaub immer wieder begegnen werden: Nepomuk, dem Brückenheiligen. Der Wetterspruch zu ihm, der am kommenden Mittwoch (16.05.) verehrt wird, lautete: „Heiliger Sankt Nepomuk, treib' uns die Wassergüss' zurück“. Johannes Nepomuk (er stammt aus „Pomuk“ bei Pilsen, daher nannte man ihn wohl „Ne Pomuk“) lebte in der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts als Priester in Prag. Durch sein beherztes Auftreten für die Rechte des Volks und seine Predigten machte er sich bei König Wenzel dem IV. (König von Böhmen und Deutschland und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches) unbeliebt, er wurde gefoltert und in die Moldau geworfen. Die Legende erzählt, dass die Königin (seine Vertraute) eine Erscheinung mit fünf Sternen hatte; und tatsächlich kam Johann mit einem Lichterschein von fünf Sternen die Moldau herabgetrieben. Sein Leichnam wurde dadurch an der Karlsbrücke geborgen (eine Marmorplatte weist dort wenigstens auf den Fundort hin) und er wurde ordentlich im Veitsdom in Prag beigesetzt. Sein Denkmal auf der Prager Karlsbrücke, das 1693 errichtet wurde, machte ihn zu einem der wichtigsten Brückenheiligen. Heute sehen wir ihn als Brückenheiligen auf Tausenden von Brücken stehen: mit dem Kreuz, sowie häufig mit einem Lichterkranz aus fünf Sternen. Außerdem hat er häufig einen Finger auf dem Mund als Zeichen für die Verschwiegenheit, vor allem in der Beichte. Er ist aber nicht nur der Schutzheilige von Brücken, sondern auch Patron von Böhmen sowie der Beichtväter (und des Beichtgeheimnisses) und Priester. Ferner ist er Patron der Schiffer, Flößer und Müller. Er wird angerufen gegen Wassergefahren (s.o.).
Damit will ich es aber bewenden lassen und schreibe Ihnen den aktuellen Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk auf:
Termine vom 11.05.2007 – 07.06.2007 im Bezirk Birk - Heide – Inger - 12.05.2007,15.00 Uhr: Seniorenfest, kath. Kirchengem., Bürgerhaus Birk
- 12.05.2007, 20.00 Uhr: Jubiläumsfeier 75 Jahre, TC Pohlhausen-Birk, Gaststätte Fielenbach, Birk
- 17.05.2007, 11.00 Uhr: Himmelfahrtswanderung zum HKV Breidt, Heimatverein Birk, Dorfplatz Birk
- 17.05.2007, 14.00 Uhr: Radtour nach Bonn, ev. Kirchengem., ev. Kirche
- 27.05.2007, 11.00 Uhr: Schleifchen-Turnier, T.C. Heide, Clubanlage, Heide
- 02.06.2007, 18.00 Uhr: Sommer-Grillfest, Heider Bürger, Dorfplatz Heide
- 03.06.2007, 15.00 Uhr: Firmung, kath. Kirchengemeinde, Klosterkirche St. Augustin
- 06.-10.06.2007: ev. Kirchentag in Köln, ev. Kirchengemeinde, ev. Kirche Birk
- 07.06.2007, 09.30 Uhr: Fronleichnamsprozession, kath. Kirchengemeinde, kath. Kirche Birk
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, aber auch ganz persönlich, ein schönes und erholsames Wochenende sowie eine erfolgreiche Woche! Und bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
-
Liebe Ortsring-Freunde!
Ging es Ihnen nicht auch so, dass Sie sich bei Erscheinen unseres Jahres-Terminkalenders über die Terminwahl der Feuerwehr für ihr Fest „Sommer-Sonne-Strand“ am letzten April-Wochenende gewundert haben? Und dann findet diese Veranstaltung nach einem Hitzetag statt und statt gefütterten Anoraks und Regenschirmen sieht man die Gäste in T-Shirt und nabelfrei (glücklicherweise nur die Mädels!) zum Gerätehaus ziehen. Und meinen Sie nicht auch bei jedem Blick aus dem Fenster, bei jedem Blick zum Himmel, bei jedem Spaziergang durch die Felder, es wäre Hochsommer und nicht April? Wann wurden denn schon einmal im April die Wiesen gemäht und Silo gefahren? Und dabei hat man bis vor Kurzem noch geglaubt, dass bis zu den Eisheiligen mit Nachtfrösten gerechnet werden muss! Aber der Klimawandel schickt nicht nur Vorboten, er ist bereits da, und dieser April ist wahrhaftig ein sicherer Hinweis dafür! Natürlich kann man nicht von einem Monat auf ein solch bedeutungsvolles Phänomen schließen, aber die vergangenen zwölf Monate (Mai 2006 bis April 2007) sind da schon aussagekräftiger (natürlich auch kein Beweis): von allen zwölf Monats-Mittelwerten der Temperatur lagen elf über den Birker Mittelwerten der vergangenen fast 30 Jahre (nur der kalte und total verregnete August bildete eine Ausnahme).
Noch ein paar Details zu diesem April: es war in jedem Fall der absolut trockenste Monat, seit ich die Wetterdaten für Birk aufschreibe, denn nicht ein Tropfen Regen ist gefallen, und das im „launischen Monat April“! Und wenn ich Ihnen in den vergangenen Jahren immer geschrieben habe, der „letzte Nachtfrost des Winters“ ist nicht um Mitte Mai (mit den Eisheiligen) zu erwarten, sondern es habe in Birk im Mai (in den letzten 30 Jahren) noch nie Nachtfröste gegeben, so muss man in diesem Jahr viel weiter ausholen: keine Nacht im April mit Minustemperatur, und selbst im März gab es nur eine Frostnacht (am 20. März, und auch das waren nur -1,4 Grad)! Übrigens: auch der Februar hatte nur eine Frostnacht, und können Sie sich an den vergangenen langen Winter erinnern? Zurück zu den April-Temperaturen: die mittlere Temperatur lag mit etwa 15 Grad um mehr als 4 Grad über dem langjährigen Birker Mittelwert und entsprach in etwa der mittleren Mai-Temperatur. Wann hat ein April jemals 14 Sommertage (Mittagstemperatur über 25 Grad) aufgewiesen (der vergangene – zugegeben miese – August hatte nur 8 Sommertage)? Und bis zum 28. April gab es in Birk sogar schon drei Hitzetage (also Tage mit einer Maximaltemperatur von mindestens 30 Grad), der vorige August hatte keinen Einzigen!
Und so gern ich Ihnen auch aus den Hausbüchern mit den alten Wetter- oder Bauern-Regeln berichten würde, alle Einträge der kommenden Woche (vom 4. bis 10. Mai) sprechen nur von möglichen Frösten und Kälte-Einbrüchen (und von beginnender Baumblüte ist die Rede!). Und mit solchen Sprüchen möchte ich mich nach dem bisher Gesagten ja nicht unbedingt lächerlich machen! Dann versuch’ ich’s doch lieber einmal mit lustigeren Sprüchen: „Im Mai kann man im Freien freien, vorausgesetzt, man ist zu zweien!“ oder „Mit der Unschuld ist's im Mai für so manche Maid vorbei“. Und die passende Bauern-Regel dazu: „Greift sich der Bauer mal ein Mädel, haut ihm die Bäuerin auf den Schädel!“
Damit will ich es aber bewenden lassen und schreibe Ihnen den aktuellen Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk auf:
Termine vom 04.05.2007 – 31.05.2007 im Bezirk Birk - Heide – Inger - 12.05.2007,15.00 Uhr: Seniorenfest, kath. Kirchengem., Bürgerhaus Birk
- 12.05.2007, 20.00 Uhr: Jubiläumsfeier 75 Jahre, TC Pohlhausen-Birk, Gaststätte Fielenbach, Birk
- 17.05.2007, 11.00 Uhr: Himmelfahrtswanderung zum HKV Breidt, Heimatverein Birk, Dorfplatz Birk
- 17.05.2007, 14.00 Uhr: Radtour nach Bonn, ev. Kirchengem., ev. Kirche
- 27.05.2007, 11.00 Uhr: Schleifchen-Turnier, T.C. Heide, Clubanlage, Heide
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, aber auch ganz persönlich, ein schönes und erholsames Wochenende sowie eine erfolgreiche Woche! Und bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
-
Liebe Ortsring-Freunde!
Zunächst möchte ich nicht versäumen, auch den Konfirmanden an diesem Wochenende, wie vor einigen Wochen den Kommunionkindern, ein wunderschönes und besinnliches Fest zu wünschen, wobei ihnen, und vor allem auch den Eltern, das hoffentlich auch dann noch konstante sommerliche Frühlingswetter dieses Jahres helfen wird.
Ein anderes bedeutendes Fest der kommenden Woche folgt am Dienstag: der 1. Mai. Wenn auch, wie es momentan noch aussieht, der Birker Dorfplatz in diesem Jahr ohne Maibaum sein wird, so kündigt Ihnen unser Terminkalender doch das Maiansingen des Heimatvereins an, welches seit langen Jahren, vor allem bei schönem Wetter, ein sehr geselliges Volksfest darstellt. Auch ohne Birker Maibaum möchte ich (schließlich gibt es genügend Bäume in anderen Ortsteilen) noch einmal auf die Geschichte des „1. Mai“ eingehen, wobei ich nicht bis in Urzeiten zurückgehen möchte, sondern mit Kelten und Germanen beginne: für die Kelten, welche um 1000 v.Chr. in Mitteleuropa siedelten, begann der Sommer am 1. Mai, welcher Tag der wichtigste Kultfeiertag ihrer Stämme war. Unter einem Baum wurden rituelle Blutopfer dargebracht. Die Germanen hatten eine noch intensivere Beziehung zum Baum. Auch den 1. Mai begingen sie als Feiertag; an diesem Tag feierten sie die Vermählung der Erdgöttin Freia mit dem Himmelsgott Wotan, weshalb letzterem zunächst wohl Menschenopfer, später Opfer in Form von Haustieren oder Feldfrüchten dargebracht wurden. Bei diesem Fest stand im Zentrum der Maibaum als Symbol für die Fruchtbarkeit der Felder und der Dorfgemeinschaft (wird die Birker Dorfgemeinschaft ohne Baum daher im kommenden Jahr weniger fruchtbar sein?).
Zahlreiche Frühlingsfeste wurden wegen dem späten Beginn der Vegetation in unseren Breiten auf den 1. Mai gelegt und die Birke gewann als Maibaum wegen ihres dann gerade sprießenden frischen Grüns eine allgemeine Bedeutung als Frühlingsbaum. Diese Bräuche hielten sich, obwohl die Kirche sie wegen ihres heidnischen Ursprungs immer wieder abschaffen bzw. verbieten wollte, durch das frühe Christentum und das Mittelalter hindurch. Vor allem in Süddeutschland bekam der Maibaum im Laufe der Jahrhunderte eine feste Gestalt mit Figuren und Zunft- und Vereinszeichen und ist bis heute Zentrum der Dörfer und Gemeinden. Bereits in vielen mittelalterlichen Darstellungen wird dieser Figurenmaibaum dargestellt.
Aber zwischenzeitlich hatte der Maibaum auch eine politische Bedeutung gewonnen. So wurde aus der bäuerlichen Tradition Ende des 18. Jahrhunderts in Frankreich der „Freiheitsbaum“ ein wichtiges Symbol der französischen Revolution. Auch in Deutschland wurde er im Verlauf der 1848-er Revolution übernommen, verlor durch ihr Scheitern jedoch schnell wieder an Bedeutung.
Die Arbeiterunruhen Ende des 19. Jahrhunderts in den USA waren der Anlass für die Ausrufung des 1. Mai als Gedenktag; die Erklärung zum gesetzlichen Feiertag erfolgte im Jahre 1919. Auch die Nationalsozialisten übernahmen den Tag als „Volksfeiertag“, wobei der geschmückte Maibaum eine wichtige Funktion einnahm. Nach dem Krieg wurde die Tradition sehr bald wieder aufgenommen, jetzt aber in Verbindung mit Kundgebungen für Frieden, Demokratie und soziale Gerechtigkeit. Heute ist der Maibaum in unseren Dörfern in erster Linie ein Ort, an welchem sich die Jugend in der Mainacht, und je nach Tradition auch noch an anderen Maiabenden, gesellig versammelt. Auf die Walpurgisnacht, die Nacht zum 1. Mai, werde ich im kommenden Jahr wieder eingehen. Nur die zugehörigen Wetter-Regeln, die den dann aktiven Jugendlichen sicher nicht behagen werden, möchte ich hier aufschreiben, denn sie sind nach dem regenarmen April dieses Jahres sicher sehr bedeutsam: „In Walpurgisnacht Regen, bringt ein Jahr mit reichem Segen“ oder „Regen auf Walpurgisnacht, hat stets ein gutes Jahr gebracht“ und „Wer am Maiabend setzt Bohnen, dem wird’s lohnen“.
Die gleiche Wetter-Regel gibt es zunächst auch für den 1. Mai, auch wenn wir sie dann sicher nicht erhoffen: „Regnet’s am Maifeiertag, viel Früchte man erwarten mag“; aber ein anderer Spruch sagt genau das Gegenteil: „Regnet's am 1.Mai, regnet's die Gänse tot und den Kühen droht die Hungersnot.“ Und „Weht’s am ersten Mai, so weht’s das ganze Jahr“. Und diese Regeln setzen sich fort am Donnerstag (3. Mai), dem Namenstag von Philipp und Jakob: "Philipp und Jakob nass, macht dem Bauern großen Spaß". Und gleich wieder der Widerspruch „An Jacobi heiß und trocken, kann der Bauersmann frohlocken.“ Für die „Hillije-Fans“: sowohl Philipp als auch Jakob (Jakobus, der Jüngere) gehören zu den Aposteln und werden auch von den gleichen Berufsgruppen für Patronats-„Dienste“ angerufen: Walker, Gerber, Hutmacher, Krämer, Pastetenbäcker und Konditoren.
Aber auch als Schwendtag galt der 3. Mai, der „Kreuzfindungstag“. Dieser Tag geht auf die Übergabe der Kreuzreliquie durch die Perser im Jahre 628 zurück. Aus diesem Datum, dem 3.5., machte man früher ein Zahlenspiel, indem man sagte: „drei und fünf gib(t) acht“. Das bedeutete, dass man an diesem Tag die Augen aufhalten sollte, also sehr vorsichtig sein sollte. Wer sich verloben wollte, sollte nicht an einem Brennnesselstrauch vorbeigehen, kein Eisen anfassen, sich nicht unter einem Birnbaum küssen!
Damit will ich es aber bewenden lassen und schreibe Ihnen den aktuellen Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk auf:
Termine vom 27.04.2007 – 24.05.2007 im Bezirk Birk - Heide – Inger - 28.04.2007, 14.00 Uhr: Konfirmation, ev. Kirchengemeinde, ev. Kirche Birk
- 28.04.2007, 14.00 Uhr: „Tennis-Aktionstag“, TC Heide, Clubanlage, Heide
- 28.04.2007, 20.00 Uhr: „Sommer-Sonne-Strand“, Feuerwehr Birk, Gerätehaus Birk
- 29.04.2007, 10.15 Uhr: Konfirmation, ev. Kirchengemeinde, ev. Kirche Birk
- 30.04.2007, abends: Aufstellen der Maibäume, Dorfjugenden auf den Dorfplätzen
- 01.05.2007, 11.00 Uhr: Maiansingen, Heimatverein Birk, Dorfplatz Birk
- 12.05.2007,15.00 Uhr: Seniorenfest, kath. Kirchengem., Bürgerhaus Birk
- 12.05.2007, 20.00 Uhr: Jubiläumsfeier 75 Jahre, TC Pohlhausen-Birk, Gaststätte Fielenbach, Birk
- 17.05.2007, 11.00 Uhr: Himmelfahrtswanderung zum HKV Breidt, Heimatverein Birk, Dorfplatz Birk
- 17.05.2007, 14.00 Uhr: Radtour nach Bonn, ev. Kirchengemeinde, ev. Kirche
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, aber auch ganz persönlich, ein schönes und erholsames Wochenende sowie eine erfolgreiche Woche! Und bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
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Liebe Ortsring-Freunde!
Eine neue Attraktion gibt es in unserem Terminkalender am kommenden Sonntag: der Familien-Flohmarkt der rührigen Dorfgemeinschaft Algert. Nun gibt es natürlich schon endlos viele Flohmärkte in nah und fern, die jedoch weitgehend überschwemmt werden von Profis und Verkäufern von wertlosen Waren aus Ostasien und osteuropäischen Ländern. Da könnte der Familien-Flohmarkt (Betonung auf „Familien“) vielleicht ein neuer Anfang sein, wenn die Bürger vor ihren Haustüren in dem überschaubaren kleinen Ort ihre Schätzchen oder das Selbstgebastelte anbieten.
In diesem wunderschönen Frühling mit den hochsommerlichen Temperaturen verwirren Blicke in die alten Hausbücher natürlich etwas, denn den dort in diesen Tagen erwarteten Beginn der Obstbaumblüte usw. haben wir ja längst hinter uns. Trotzdem gibt es in der kommenden Woche ein paar Namenstage, die für unsere bäuerlichen Vorfahren eine hohe Bedeutung hatten. So ist am Montag, 23.04., Georg bzw. der Georgitag, über den ich Ihnen in der Vergangenheit schon ausführlich berichtet habe. Genauso bedeutend war der Namenstag von Markus am 25.04., einer der wichtigen Lostage im bäuerlichen Kalender; dieser Tag sollte einen Ausblick auf das Wetter der kommenden Wochen geben: „Ist Markus kalt, so ist auch die Bittwoche kalt“ (an Markus und in der Woche nach Markus fanden zahlreiche Bittprozessionen oder Bittgänge von der Kirche durch die Fluren der Gemeinde statt, um den Segen für die Felder zu erbitten). Allgemein galt, und das wäre in diesem Jahr natürlich schrecklich: „Es bleibt nach Markus so lange kalt, wie es vorher warm war“ (oder „Solange die Frösche vor Markus Konzerte veranstalten, so lange müssen sie nachher die Mäuler halten“). Weiterhin sagte man: „Gibt’s an Markus Sonnenschein, so bekommt man guten Wein“ und „Leg erst nach Markus Bohnen, er wird’s dir reichlich lohnen“.
Markus ist Ihnen sicher als einer der vier Evangelisten bekannt, später wurde er Bischof von Alexandrien, letztendlich aber wieder, wie soll’s auch anders sein, als Märtyrer ermordet. Legenden ranken sich selbst noch um die sterblichen Überreste: es wird eine abenteuerliche Überführung der Gebeine von Alexandria nach Venedig berichtet, die tatsächlich wohl erst im 9. Jahrhundert erfolgte. Ihren Platz fanden sie in der Kapelle der Dogen, später entstand dort zwischen 1063 und 1073 der berühmte Dom San Marco. Dabei soll nach der Legende ein Maurer vom Gerüst gefallen, nach seinem Gebet zu Markus aber unverletzt geblieben sein; deshalb wurde Markus Schutzheiliger der Maurer. Reliquien liegen seit 830 auch auf der Reichenau.
Aber nicht nur die Maurer verehren ihn, er ist auch Patron von Venedig und der Insel Reichenau; daneben Schutzheiliger der Glaser, Korbmacher, der Notare und Schreiber; er hilft gegen Unwetter, Blitz, Hagel, gegen Krätze, sowie gegen Qualen und unbußfertigen oder jähen Tod; und er wird angerufen für gutes Wetter und gute Ernte. Denn bei Bauern gilt der Markustag als Lostag für das Wetter. Die erwähnten Bittprozessionen über Felder am Markustag haben allerdings heidnischen Ursprung.
Damit will ich es aber bewenden lassen und schreibe Ihnen den aktuellen Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk auf:
Termine vom 20.04.2007 – 17.05.2007 im Bezirk Birk - Heide – Inger - 22.04.2007, 11.00 Uhr: Familien-Flohmarkt, Dorfgemeinschaft Algert, Algert
- 28.04.2007, 14.00 Uhr: Konfirmation, ev. Kirchengemeinde, ev. Kirche Birk
- 28.04.2007, 20.00 Uhr: „Sommer-Sonne-Strand“, Feuerwehr Birk, Gerätehaus Birk
- 29.04.2007, 10.15 Uhr: Konfirmation, ev. Kirchengemeinde, ev. Kirche Birk
- 30.04.2007, abends: Aufstellen der Maibäume, Dorfjugenden auf den Dorfplätzen
- 01.05.2007, 11.00 Uhr: Maiansingen, Heimatverein Birk, Dorfplatz Birk
- 12.05.2007,15.00 Uhr: Seniorenfest, kath. Kirchengemeinde, Bürgerhaus Birk
- 12.05.2007, 20.00 Uhr: Jubiläumsfeier 75 Jahre, TC Pohlhausen-Birk, Gaststätte Fielenbach, Birk
- 17.05.2007, 11.00 Uhr: Himmelfahrtswanderung zum HKV Breidt, Heimatverein Birk, Dorfplatz Birk
- 17.05.2007, 14.00 Uhr: Radtour nach Bonn, ev. Kirchengemeinde, ev. Kirche
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, aber auch ganz persönlich, ein schönes und erholsames Wochenende sowie eine erfolgreiche Woche! Und bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
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Liebe Ortsring-Freunde!
Sie wissen, dass heute ein „Freitag, der Dreizehnte“ ist? Was es mit diesem Aberglauben für eine Bewandtnis hat, habe ich Ihnen im vergangenen Jahr am 13. Januar an dieser Stelle aufgeschrieben, so dass ich es aus Platzgründen nicht wiederholen möchte. Für Interessenten jedoch ist dieser Artikel auf unserer Homepage noch einmal für eine Woche unter dem Datum 13.1.2006 zu lesen. Als Bauernregel möchte ich an dieser Stelle nur den Schlusssatz des vorjährigen Beitrags wiederholen: „Am Dreizehnten, wenn Freitag ist, der Bauer sich ins Bett verpisst!“
Trotz intensiver Suche in den verschiedensten Quellen habe ich für die kommende Woche nur wenige ernsthafte Bauernregeln gefunden, wahrscheinlich bedingt durch die sprichwörtliche Launenhaftigkeit des April, die unseren Vorfahren wohl die Aufschreibung von Regelmäßigkeiten verleidet hat. Lediglich einige den Frühling ankündigende Regeln gibt es, die jedoch in diesem Jahr mit dem frühen Frühling etwas deplatziert klingen; so heißt es für den morgigen 14. April: „Tiburtius kommt mit Sang und Schall, bringt Kuckuck mit und Nachtigall“ und „Am Tiburtiustag alles grünen mag“. (Information für die „Hillije-Fans“: Tiburtius wurde als Märtyrer um 300 in Rom hingerichtet, sein Grab befindet sich auf der Via Appia). Und auch am 15. (Sonntag) wird der Kuckuck noch einmal bemüht mit dem Spruch „Am 15. April der Kuckuck singen soll, und müsste er singen aus einem Baum, der hohl“. Der Kuckuck galt als untrüglicher Frühlingsbote. Er bleibt dafür auch nur bis zum August in unseren Wäldern. Und ob diese Wetter-Regel stimmt, lässt sich immer weniger kontrollieren, denn nicht nur Nachtigall (s.o.) sondern auch der Kuckuck verschwinden ja immer mehr aus unseren Wäldern; also. liebe Heider und Algerter Waldrand-Bewohner: bitte aufpassen!
Und ein kleines Sprüchlein hab’ ich noch gefunden für den Gedenktag von Albinus am Montag (16.04.): „Regnet's stark zu Albinus, macht's dem Bauern viel Verdruss“ (den Namenstag von Albinus von Angers – Bischof dort um 500 und mit zahlreichen Wundern bekannt geworden, Patron der kranken Kinder sowie bei Blindheit und Keuchhusten - habe ich allerdings auch für den 1. März gefunden; aber sei’s drum: Mitte April kommt den Bauern Regen sicher auch ungelegen!).
Und mehr geben die alten Hausbücher wirklich für die kommende Woche nicht her; lassen Sie mich daher schließen mit einem April-gemäßen Spruch: „der April - sagt die Statistik - ist manchmal schön und manchmal mistig“.
In jedem Fall aber gratuliert der Ortsring allen Kommunionkindern und ihren Familien am Sonntag und wünscht ihnen für diesen großen Tag alles Gute und natürlich schönes Wetter!
Damit will ich es aber bewenden lassen und schreibe Ihnen den aktuellen Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk auf:
Termine vom 13.04.2007 – 10.05.2007 im Bezirk Birk - Heide – Inger - 15.04.2007, 9.00/11.00 Uhr: Kommunion, kath. Kirchengemeinde, kath. Pfarrkirche Birk
- 22.04.2007, 11.00 Uhr: Familien-Flohmarkt, Dorfgemeinschaft Algert, Algert
- 28.04.2007, 14.00 Uhr: Konfirmation, ev. Kirchengemeinde, ev. Kirche Birk
- 28.04.2007, 20.00 Uhr: „Sommer-Sonne-Strand“, Feuerwehr Birk, Gerätehaus Birk
- 29.04.2007, 10.15 Uhr: Konfirmation, ev. Kirchengemeinde, ev. Kirche Birk
- 30.04.2007, abends: Aufstellen der Maibäume, Dorfjugenden auf den Dorfplätzen
- 01.05.2007, 11.00 Uhr: Maiansingen, Heimatverein Birk, Dorfplatz Birk
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, aber auch ganz persönlich, ein schönes und erholsames Wochenende sowie eine erfolgreiche Woche! Und bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
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Liebe Ortsring-Freunde!
Und da reden wir seit Monaten über den zu milden Herbst und Winter, jeden Monat schreibe ich Ihnen Rekordtemperaturen auf, und jetzt erfolgt der erste Winter-Einbruch auf Frühlings-Anfang! Als ich am 21. März bei Schneegestöber durchs Dorf spazierte, musste ich an meinen Bericht von vor zwei Wochen denken, als ich über die Wetter-Vorhersagen am Frühlings-Anfang schrieb: „Wie das Wetter zu Frühlingsanfang, so ist’s den ganzen Sommer lang“. Und das Schlimmste ist die Tatsache, dass die statistische Meteorologie gefunden hat, dass der Zeitraum rund um den Beginn des Frühjahrs (15.-30. März) wirklich entscheidend für die Sommerwetterlage zu sein scheint, denn ein zu kalter Frühlingsanfang deutet auf einen wechselhaften und zu kalten Sommer hin; ist es Ende März jedoch zu trocken und sehr sonnig, dann werden auch Juni und Juli mit 70% Wahrscheinlichkeit zu trocken. Also: warten wir einmal ab!
Wetter-Regeln über den April möchte ich Ihnen nicht aufschreiben, laufen sie doch letztendlich alle auf das verhasste Aprilwetter hinaus. Aber warnen möchte ich vorsichtshalber vor dem 1. April (Sonntag), auch wenn es heute nicht mehr so sehr in Mode ist, „jemanden in den April zu schicken“. Trotzdem sollten Sie auf merkwürdige Nachrichten und Berichte in Zeitung sowie Radio und Fernsehen achten und auch Ihren Familienangehörigen nicht unbedingt alles glauben! Lassen Sie mich also noch einmal meinen Bericht von vor einigen Jahren wiederholen, in dem ich versucht habe, einige mögliche Ursprünge für den „Aprilscherz“ aufzuschreiben: Unmengen an Erklärungsversuchen finden sich im Internet, aber es gibt offensichtlich keine eindeutige Quelle, die nachweist, worauf der Brauch wirklich zurückzuführen wäre. In jedem Fall ist er bereits sehr alt und außerdem in den meisten westeuropäischen Ländern heimisch. In Deutschland ist der Brauch erstmals überliefert 1618 in Bayern, 1631 wird auch außerhalb Bayerns eine deutsche Quelle gefunden. Wenige Jahre später ist auch das Wort „Aprilnarr“ belegt. Und selbst in der „höheren“ Literatur finden wir den 1. April schon sehr früh: so sagt schon 1780 in Mozart’s „Gärtnerin aus Liebe“ Nardo zu Podestá „Glaubt nicht an die Lügen ...., sie will Euch schicken in den April“. Und auch Goethe schreibt „......, so lass nicht in April Dich führen!“ Mit Auswanderern gelangte der Narrentag schon früh nach Amerika, aber auch in Australien, Südafrika und sogar Indien wurde er heimisch. Die häufig versuchte Erklärung, den 1. April mit dem launischen Aprilwetter in Zusammenhang zu bringen, erscheint unwahrscheinlich, wo doch der Tag auch in südeuropäischen Regionen verbreitet war, wo das Wetter (wenigstens im April) doch konstant schön ist. Eine recht plausible Erklärung geht auf den französischen König Karl IX. zurück, der im Zuge einer Reformierung des Gregorianischen Kalenders 1564 das bis dahin am 1. April gefeierte Neujahrsfest auf den 1. Januar verlegte. Wer dem nicht folgen wollte, galt in der Folge als „April-Narr". Eine andere mögliche Quelle liegt in Süddeutschland: möglicherweise wurde der Aprilscherz anno 1530 in Augsburg geboren: beschloss damals doch der Augsburger Reichstag, zum 1. April 1540 das staatliche Münzwesen zu vereinheitlichen. Kurz vor dem Stichtag wurde der Termin indes vertagt. Spekulanten ernteten Hohn und Spott, gehörten zu den „Angeschmierten" und wurden von den einfachen Leuten auf der Straße mit einem schadenfreudigen „April, April" gegrüßt. Noch wahrscheinlicher jedoch ist ein noch viel früherer Ursprung: im alten Rom wurde wohl am 1. April ein Narrenfest zu Ehren der lebensspendenden Göttin Venus (Venus = Aphrodite, bzw. alte Form „aprodita“) mit rauschenden Orgien und jeder Menge mutwilliger Streiche unter Freunden begangen. Schließlich war ihr der ganze April geweiht. Aber was Doktorarbeiten nicht haben klären können, werden wir in diesem kurzen Beitrag sicher nicht nachweisen, ich wollte Ihnen nur einige wenige der zahlreichen Erklärungsversuche aufzählen.
Damit will ich es aber bewenden lassen und schreibe Ihnen den aktuellen Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk auf:
Termine vom 30.03.2007 – 26.04.2007 im Bezirk Birk - Heide – Inger - 09.04.2007, 14.00 Uhr: Osterwanderung, Heimatverein Birk, Dorfplatz Birk
- 15.04.2007, 9.00/11.00 Uhr: Kommunion, kath. Kirchengemeinde, kath. Pfarrkirche Birk
- 22.04.2007, 11.00 Uhr: Familien-Flohmarkt, Dorfgemeinschaft Algert, Algert
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, aber auch ganz persönlich, ein erholsames Wochenende und eine erfolgreiche Woche! Und bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
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Liebe Ortsring-Freunde! Ein Blick nach unten (in diesem Artikel!) zeigt Ihnen endlich wieder einen schönen, umfangreichen Terminkalender, der sicher für fast jeden etwas Passendes enthält. Und am Montag, Ostermontag, findet beispielsweise die traditionelle Osterwanderung des Heimatvereins statt. Das genaue Ziel oder die Wanderroute kann ich Ihnen noch nicht verraten, das wird Ihnen der H.V. oder seine Wanderwarte kurzfristig durch Plakate und Veröffentlichungen ankündigen (die Wetter-Vorhersage spielt bei der Auswahl der Route eine nicht unbedeutende Rolle!), aber eines weiß ich aus 30-jähriger Erfahrung: der Osterhase ist immer schon kurz vor Eintreffen der Wanderer an der Pausenstelle gewesen und hat für die Kinder (aber sicher auch die Erwachsenen) etwas in den umliegenden Büschen versteckt!
Da wir damit natürlich dem Heimatverein für den Montag, aber Ihnen allen für die gesamten Ostertage schönstes Wetter wünschen möchten, lassen Sie mich für die Ostertage noch ein paar Wetter-Regeln aus den Hausbüchern anhängen, während ich die verschiedenen Sitten an den Ostertagen in den Deutschen Landen erst im kommenden Jahr wieder aufschreiben möchte. Die Ostertage beginnen mit dem Gründonnerstag, an welchem Abend Jesus mit den Jüngern sein Abschiedsmahl einnahm. Die Glocken „fliegen nach Rom“ und die absolut stille Zeit beginnt. Nur eine Wetter-Regel habe ich für den Gründonnerstag gefunden, welche aber ausgerechnet in diesem Jahr wohl wenig Sinn macht: „Gründonnerstag weiß, Sommer heiß“. Aber sollten wir nach diesem nicht vorhandenen Winter und bisher schönen Frühling wirklich noch einmal einen Wintereinbruch erdulden müssen, dann also bitte am Gründonnerstag!
Umso mehr Wetter-Regeln gab es zum Karfreitag: „Regnet’s am Karfreitag, so folgt ein dürrer Sommer“, oder es gehen die jungen Gänse zugrunde. Wenn am Morgen die Felder mit Reif bedeckt waren, brachte der Frost in diesem Jahr keinen Schaden. Es hieß allerdings auch „Am Karfreitag Sonnenschein, bringt uns reiche Früchte ein“.
Und Ostern sagte man „Regen am Ostertag, Dürre und wenig Futter man erwarten mag“ und Vorhersagen für die mittlere Zukunft lauteten „Ist’s von Ostern bis Pfingsten schön, wird billige Butter am Markte steh’n“ aber „Wind, der von Ostern bis Pfingsten regiert, im ganzen Jahr sich nicht verliert“. Aber ich muss wohl nicht extra erwähnen, dass die Meteorologie von all diesen Wetter-Regeln wenig hält, ist doch die Zeitspanne für die Ostertage viel zu weit, um verlässliche Vorhersagen in jedem Jahr machen zu können.
Also zurück zum Heimatverein und seiner Osterwanderung: am Montag, 09. April, ist der Namenstag für Waltraud und die alten Hausbücher hatten dazu einen Spruch parat, bei dem ich in meinen Wetter-Aufschreibungen nachlesen musste, denn es hieß: „Bringt Genoveva (3. Januar) uns Sturm und Wind, so ist uns Waltraud oft gelind“. Und am 4. Januar habe ich bei 9 Grad aufgeschrieben „mild und windig“. Also nicht gerade „Sturm“, aber immerhin hatten wir so starken Wind, dass er aufschreibenswert schien. Das lässt also für die Wanderung hoffen! Der Vollständigkeit halber noch ein paar Worte zu Waltraud (alter Name Waudru, später Waldetrudis, „die auf dem Kampfplatz Kräftige“), die Mitte des 7. Jahrhunderts in Frankreich lebte: sie gründete in Castrilocus ein Kloster, das nach ihr Ste. Waudru genannt wird, und wurde dessen erste Äbtissin. Um das Kloster wuchs die Stadt Mons im heutigen Belgien.
Damit will ich es aber bewenden lassen und schreibe Ihnen den aktuellen Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk auf:
Termine vom 06.04.2007 – 03.05.2007 im Bezirk Birk - Heide – Inger - 09.04.2007, 14.00 Uhr: Osterwanderung, Heimatverein Birk, Dorfplatz Birk
- 15.04.2007, 9.00/11.00 Uhr: Kommunion, kath. Kirchengemeinde, kath. Pfarrkirche Birk
- 22.04.2007, 11.00 Uhr: Familien-Flohmarkt, Dorfgemeinschaft Algert, Algert
- 28.04.2007, 14.00 Uhr: Konfirmation, ev. Kirchengemeinde, ev. Kirche Birk
- 28.04.2007, 20.00 Uhr: „Sommer-Sonne-Strand“, Feuerwehr Birk, Gerätehaus Birk
- 29.04.2007, 10.15 Uhr: Konfirmation, ev. Kirchengemeinde, ev. Kirche Birk
- 30.04.2007, abends: Aufstellen der Maibäume, Dorfjugenden auf den Dorfplätzen
- 01.05.2007, 11.00 Uhr: Maiansingen, Heimatverein Birk, Dorfplatz Birk
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, aber auch ganz persönlich, ein paar ruhige, erholsame Oster-Feiertage und danach eine kurze und erfolgreiche Woche! Und bleiben Sie gesund! Damit wir uns am Montag beim Heimatverein wiedersehen!
Ihr Manfred Böhmer
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Liebe Ortsring-Freunde!
Als ich Ihnen diesen Bericht am vergangenen Sonntag schrieb, hatten wir gerade eine wunderschöne Vorfrühlingswoche hinter uns (und eine Woche mit Aprilwetter incl. Schneeschauern wurde uns für die laufende Woche vorhergesagt). Diese herrliche Frühlingswoche Mitte März ist zwar nicht unbedingt außergewöhnlich, passt jedoch in die diesjährige Serie der zu warmen Herbst- und Wintermonate. Können Sie sich noch daran erinnern, dass um die gleiche Zeit im vergangenen Jahr gerade der letzte Schnee weggetaut war, und dass wir bis zum 23. in jeder März-Nacht Frost hatten? Allerdings waren die gleichen Tage auch im vergangenen Jahr klar und sonnig, wobei jedoch die Maximaltemperaturen etwa 10 Grad niedriger lagen. Nun ja, wir haben ja oft genug über den vergangenen Winter, der nie aufhören wollte, geflucht, so dass uns dieser milde Winter sicher „zugestanden“ hat!
Der Terminkalender dieser Woche gibt mir keinen Anlass zur textlichen Ankündigung (Sie erwarten sicher keinen Kommentar von mir zu den „Ökumenischen Kinder-Bibeltagen“!); daher will ich auf einen der wichtigeren Festtage unserer Vorfahren hinweisen: am Sonntag (25.03.) beginnt nicht nur die Sommerzeit sondern es ist auch „Mariä Verkündigung“. Es ist dies der Tag neun Monate vor Weihnachten, an dem der Engelsbote Gabriel Maria mit dem „Englischen Gruß" (der sagte nicht etwa „Good Morning“, sondern er grüßte als Engel!) die Geburt Jesu ankündigte. Im 7. Jahrhundert wurde das Fest in Rom eingeführt und auf den damaligen Frauentag gelegt; dieser Tag galt lange Zeit auch als Frühlingsbeginn, weshalb der Tag auch mit einem großen Fest verbunden war. Bis vor nicht allzu langer Zeit begann mit diesem Datum in ländlichen Gegenden auch ein neues bürgerliches Arbeitsjahr, an welchem Pachtverträge abgeschlossen wurden und die Dienstboten ihre Arbeitgeber wechselten. Maria wird zwar an zahlreichen Tagen im Jahr als Schutzheilige verehrt, an diesem Tag wird sie als Patronin der Bäcker, Brettschneider, Garköche, Metzger, Weber, Postboten und Zeitungsausträger angesehen.
Zahlreiche Zugvögel (vor allem auch die Kraniche; ich berichtete bereits darüber und danke bei dieser Gelegenheit wieder den „Meldern“) sind ja schon seit einigen Wochen zurückgekommen. Früher beobachtete man in den Dörfern besonders die Rückkehr der Schwalben, welche im Volksmund auch Herrgottsvögel heißen; auch heute noch gilt die Schwalbe als Bote des Frühlings. Nach dem Bauernkalender kehrten die Schwalben auf Mariä Verkündigung wieder: „Wenn Marien wird verkündet, Storch und Schwalbe heimwärts findet“ oder schwächer gereimt „An Mariä Verkündigung kommen die Schwalben wiederum“.
Und zahlreiche Wetter-Regeln gibt es für diesen Tag: "Wenn der Sonnenaufgang an Mariä Verkündigung ist hell und klar, so gibt es ein gutes Jahr" und "Ist Maria schön und hell, kommt viel Obst auf alle Fäll" oder "Schöner Verkündigungsmorgen befreit von vielen Sorgen" sowie "Ist Marien schön und klar, naht die ganze Schwalbenschar." Aber man sagte auch „Regnet es an Mariä Verkündigung, so regnet es vier Wochen lang“. Damit will ich es aber bewenden lassen und schreibe Ihnen den aktuellen Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk auf:
Termine vom 23.03.2007 – 19.04.2007 im Bezirk Birk - Heide – Inger - 23.-25.03.2007, 15.00/10.00 Uhr: Ökumenische Kinder-Bibeltage, ev. Kirchengemeinde, ev. Kirche Birk
- 09.04.2007, 14.00 Uhr: Osterwanderung, Heimatverein Birk, Dorfplatz Birk
- 15.04.2007, 9.00/11.00 Uhr: Kommunion, kath. Kirchengemeinde, kath. Pfarrkirche Birk
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, aber auch ganz persönlich, ein erholsames Wochenende und eine erfolgreiche Woche! Und bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
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Liebe Ortsring-Freunde!
Den Bericht der vergangenen Woche habe ich mit dem „meteorologischen Frühlingsbeginn“ angefangen, im Lauf der vergangenen Woche haben sich wohl alle „Winterhasser“ über die ersten, echten schönen Frühlingstage freuen können, am kommenden Mittwoch (21.3.) ist der kalendarische Frühlingsanfang, und in unserem Terminkalender taucht erstmals auch die Osterwanderung des Heimatvereins auf. Bei dieser Häufung von „Frühlingserwachen“ hat der Winter nun sicher keine Chance mehr (wie sollte er auch: Nord- und Ostsee sind bis in höchste Breiten eisfrei, und auf der allabendlichen Wetterkarte sehen Sie auch im nördlichsten Lappland schon positive Temperaturwerte!).
Eigentlich braucht es nach so viel „Frühling“ ja keine Wetter-Regeln mehr, trotzdem möchte ich für Sie auch diese Woche einen Blick in die alten Hausbücher werfen. So sagen diese zum Frühlingsanfang: „Wie das Wetter zu Frühlingsanfang, so ist’s den ganzen Sommer lang“ bzw. „Wie das Wetter ab Frühlingsanfang bis Mitte April, wird es im Sommer sein, so Gott will“. Der Zeitraum rund um den Beginn des Frühjahrs (15.-30. März) scheint wirklich entscheidend für die Sommerwetterlage zu sein, denn ist es Ende März zu trocken und zu sonnig, dann werden auch Juni und Juli mit 70% Wahrscheinlichkeit zu trocken. Ein zu kalter Frühlingsanfang deutet jedoch auf einen wechselhaften und zu kalten Sommer hin. Am Mittwoch ist nicht nur Frühlingsanfang, sondern auch der Namenstag des heiligen Benedikt, und die Wetter-Regeln besagten: „Willst Du Gersten, Erbsen, Zwiebeln dick, so säe an Sankt Benedikt“ und „Zu Sankt Benedikt lieber eine Ziege tot im Stall als Raureif auf den Tannen“. Diese Wetter-Regeln deuten auf die Sehnsucht unserer Vorfahren (und auch von uns!) nach Frühling. Und für die, die es im Zusammenhang mit „Wir sind Papst“ noch nicht gelesen haben: der heilige Benedikt (oder Benedetto, wie er im Italienischen hieß) lebte in der ersten Hälfte des 6. Jahrhunderts in Mittelitalien, wo er auf dem Montecassino das erste Benediktinerkloster und auch den zugehörigen Orden gründete. Dort schrieb er auch die entsprechenden (strengen) Regeln auf, von denen Sie sicher die berühmteste kennen: „ora et labora“, „bete und arbeite“. Der Vollständigkeit halber: er ist Patron der Schulkinder und Lehrer, der Bergleute, Höhlenforscher, Kupferschmiede sowie der Sterbenden und wird angerufen gegen Fieber, Entzündungen, Nieren- und Gallensteine, Vergiftung und Zauberei.
Und weil wir am Montag (19.03.) einen unserer populärsten Namenstage - Josef - im Kalender finden, möchte ich auch noch schnell dazu die Hausbücher bemühen: es ist der Gedenktag des heiligen Josef, Vater von Jesus (meine - kirchliche - Quelle bezeichnet ihn als „Ziehvater von Jesus und Verlobten von Maria“). Zu diesem Tag sagte man „Ist’s am Josefstag klar, folgt ein fruchtbar Jahr“. Der Josefstag wurde auch als „erster Frühlingstag“ bezeichnet, denn an diesem Tag „komme die Wärme von unten herauf“. Nach dem Volksglauben schlägt Josef einen glühenden Pfahl in die Erde, was besagen soll, dass damit die wärmere Jahreszeit beginnt: „Wenn’s erst einmal Josefi ist, so endet der Winter auch gewiss!“ Bei vielen Heiligen habe ich Ihnen aufgeschrieben, welche Berufsgruppen, Nationen oder Interessengruppen sie als Schutzheilige verehrten. Das ist bei Josef kaum möglich, denn er wird von mehr als einem Dutzend Ländern als Nationalheiliger angerufen und die Berufsgruppen sind noch viel zahlreicher. Da die Bibel Josef als Zimmermann beschrieb, ist es klar, dass alle holzverarbeitenden Berufe darunter zu finden sind: Arbeiter und Handwerker, Zimmerleute, Holzhauer, Schreiner, Wagner und Totengräber. Aber auch Ingenieure, Erzieher, Pioniere, Reisende und Verbannte beteten ihn an sowie Ehepaare und Familien, Kinder, Jugendliche und Waisen.
Damit will ich es aber bewenden lassen und schreibe Ihnen den aktuellen Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk auf:
Termine vom 16.03.2007 – 12.04.2007 im Bezirk Birk - Heide – Inger - 17.03.2007, 20.00 Uhr: „Ham and Eggs“, Travesty-Comedy, AH-Fußball des TuS Birk, Bürgerhaus Birk
- 23.-25.03.2007, 15.00/10.00 Uhr: Ökumenische Kinder-Bibeltage, ev. Kirchengemeinde, ev. Kirche Birk
- 09.04.2007, 14.00 Uhr: Osterwanderung, Heimatverein Birk, Dorfplatz Birk
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, aber auch ganz persönlich, ein erholsames Wochenende und eine erfolgreiche Woche! Und bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
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Liebe Ortsring-Freunde!
Nachdem nun endlich (meteorologisch) Frühling ist, und der Winter, welcher keiner war, sondern schon ein vorweggenommener Frühling oder ein verspäteter Herbst war, möchte ich Ihnen einen kurzen Überblick über diese Monate in Birk geben. Ich hatte Ihnen ja in den letzten Monaten jeweils eine Monats-Auswertung aufgeschrieben, lediglich den Januar musste ich wegen der Karnevals-Berichterstattungen vernachlässigen. Aber über den ist im Zusammenhang mit „Kyrill“ ja so viel geschrieben worden, dass ich mich auf zwei, drei Zahlen beschränken kann: nachdem alle vorherigen Monate seit September bis zu vier Grad über dem langjährigen Birker Mittelwert lagen, machte auch der Januar keine Ausnahme und überstieg den Mittelwert ebenfalls fast um vier Grad, wobei wir in der Monatsmitte Tageshöchsttemperaturen von fast 15 Grad hatten (am Tag von „Kyrill“). Und auch der Februar reiht sich in die Serie ein, um drei Grad überstieg die mittlere Temperatur den langjährigen Durchschnitt. Und nur eine einzige Frostnacht gab es am 8. des Monats mit 1,7 Grad unter Null. Und rechnet man die drei Wintermonate Dezember, Januar und Februar zusammen, so ist es kein Wunder, dass sich dieser Winter als der wärmste in Birk seit fast dreißig Jahren herausstellt: mit fast 5,9 Grad lag dieser Winter um über drei Grad über dem langjährigen Birker Mittel von 2,75 Grad Celsius! Der Vollständigkeit halber noch ein Satz zu den Niederschlägen: mit Ausnahme des etwa durchschnittlichen Januar waren alle sechs Herbst- und Wintermonate teils empfindlich zu trocken!
In den vergangenen Wochen habe ich etwas die Wetter-Regeln und die „Heiligen“ vernachlässigt, daher heute zwei wichtige Merktage im Bauernkalender: heute (09. März) ist „40 Ritter“, der Tag der Vierzig Märtyrer oder Ritter. Die Bauernregeln brachten die Zahl Vierzig in Beziehung zu einer Wetterperiode: „Regen, den die 40 Märtyrer senden, wird erst nach 40 Tagen enden“ oder „Friert’s am Vierzigrittertag, so kommen noch vierzig Fröste nach“ sowie „An 40 Ritter kalter Wind, noch 40 Tage windig sind“. Die Legende berichtet, dass vierzig christliche Soldaten der Legion "Donner" (oder auch „die Blitzende“) im Jahr 320 in Sebaste in der Türkei unter Kaiser Licinus zum Tod durch Erfrieren verurteilt wurden: sie mussten sich in einer eisigen Winternacht nackt auf einen zugefrorenen Teich stellen. Nur einer fiel von seinem Glauben ab und entkam, die Leichen der anderen wurden verbrannt.
Und am Montag (12. März) ist Gregor: für die Landwirtschaft waren Gregor, aber auch Gertraud (17. März), wichtige Vorhersagetage. „Gregor zeigt dem Bauern an, ob er im Felde säen kann“ und „Gertraud führt die Kuh zum Kraut, das Ross zum Zug, die Bienen zum Flug“. Sind also diese beiden Tage schon vorfrühlingshaft (bzw. die moderne Meteorologie sagt: die Zeit zwischen dem 10. und 20. März), dann ist der Winter gebrochen, dann kehrt kein harter Frost mehr zurück; die Kühe kommen auf die Weide, es kann gepflügt werden (wenn auch heute weniger mit dem Pferd), und die Bienen beginnen, zu schwärmen. An Gregor sieht man weiterhin: „Sankt Gregor hell und klar, gibt ein gutes Obstjahr“. Das ist natürlich ein logischer Schluss: ein sonniger Vorfrühling ist eine wichtige Vorsaussetzung für eine gute und kräftige Baumblüte.
Damit will ich es aber bewenden lassen und schreibe Ihnen den aktuellen Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk auf:
Termine vom 09.03.2007 – 05.04.2007 im Bezirk Birk - Heide – Inger - 10.03.2007, 10.00 Uhr: „Lohmar fegt los“, HV und Vereine, dezentral
- 10. + 11.03.2007, 19.30 Uhr: Theateraufführung „Im Pfarrhaus geht es rund“, „Die Statisten“, Bürgerhaus Birk
- 11.03.2007, 14.00 Uhr: Kindersachen-Basar, Förderverein „Heidekraut“, kath. Kindergarten Heide
- 17.03.2007, 20.00 Uhr: „Ham and Eggs“, Travesty-Comedy, AH-Fußball des TuS Birk, Bürgerhaus Birk
- 23.-25.03.2007, 15.00/10.00 Uhr: Ökumenische Kinder-Bibeltage, ev. Kirchengemeinde, ev. Kirche Birk
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, aber auch ganz persönlich, ein erholsames Wochenende und eine erfolgreiche Woche! Und bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
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Liebe Ortsring-Freunde!
Wir sind in den letzten Tagen häufig gefragt worden, wann denn die Karnevals-Bilder auf unserer Homepage erscheinen. Nun, mittlerweile finden Sie die schönsten, buntesten oder lustigsten auf der Homepage. Sollte jemand aber enttäuscht sein, weil er sich und/oder seine Gruppe nicht wiederfindet, obwohl er sich genau erinnern kann, dass ich ein entsprechendes Bild gemacht habe, so möge er bitte eine Mail (manfred.boehmer@t-online.de) mit den Angaben über Gruppe und den Ort, an dem ich das Bild gemacht habe, an mich senden, ich werde dann (möglichst ebenfalls per Mail) das entsprechende File zurücksenden. Und noch ein Hinweis: auch Jörn Hansen hat seine Bilder von den wunderschönen und lustigen Gruppen der Singgemeinschaft bzw. des Heimatvereins ebenfalls ins Netz gestellt, und zwar auf der Homepage des Heimatvereins Birk.
Sie haben lange nichts mehr bei mir gelesen über das Thema „Kraniche“. Nun, im Herbst lag das daran, dass ich keine entsprechende Beobachtungen gemacht habe und keine Meldungen von Ihnen erhalten habe. Ich hatte mich dann schon mit der Zeitungs-Meldung zufrieden gegeben, dass infolge des milden Wetters und des daraus resultierenden guten Nahrungsangebots die herrlichen Vögel großteils in ihren Rastquartieren an der Ostseeküste bei Rügen und auf dem Darß geblieben sind. Das galt jedoch nicht für alle „Familien“, denn in der vergangenen Woche zogen einige Schwärme bei uns durch, und zwar am 19. und 22. Februar. Verglichen mit anderen Jahren ist dieser Termin sehr früh gewesen, aber die ebenfalls milde Witterung dieses Winters hat die Tiere wohl verleitet, schon früh die „Heimreise“ anzutreten. Und genau dann bei ihrer Ankunft an der Ostsee bricht dort der Winter aus!
Zum Schluss noch ein paar Wetter-Weisheiten unserer Vorfahren zum Monat März, der für sie ein wichtiger Monat war, wegen der beginnenden Feldarbeit. Vor allem Schnee wollte man nicht mehr haben: „Märzenschnee tut den Früchten weh“. Hingegen wünschte man Feuchtigkeit, aber nicht zu viel: „Lässt der März sich trocken an, bringt er Brot für jedermann“. Vor allem aber „März nicht zu trocken, nicht zu nass, füllt dem Bauern Scheun’ und Fass.“ „Sind März und April zu trocken und licht, so gerät das Futter nicht“. Vor allem aber beginnt die Feldarbeit „Mitte Märzen soll der Bauer im Feld rumsterzen“ und „Bauer lass schärfen Deine Pflugscharn - auf, auf, s’ist Zeit zu Acker zu fahr’n“ sowie „Der liebe März nimmt den Pflug am Sterz“, aber „Sät der Bauer im März zu früh, ist’s oft vergebliche Liebesmüh“.
Damit will ich es aber bewenden lassen und schreibe Ihnen den aktuellen Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk auf:
Termine vom 02.03.2007 – 29.03.2007 im Bezirk Birk - Heide – Inger - 02.03.2007, 19.00 Uhr: „Weltgebetstag der Frauen“, Ökumene, kath. Pfarrkirche Birk
- 04.03.2007, 14.00 Uhr: Kindersachen-Basar, Förderverein „Regenbogenhaus“, ev. Kirche
- 10.03.2007, 10.00 Uhr: „Lohmar fegt los“, HV und Vereine, dezentral
- 10. + 11.03.2007, 19.30 Uhr: Theateraufführung „Im Pfarrhaus geht es rund“, „Die Statisten“, Bürgerhaus Birk
- 11.03.2007, 14.00 Uhr: Kindersachen-Basar, Förderverein „Heidekraut“, kath. Kindergarten Heide
- 17.03.2007, 20.00 Uhr: „Ham and Eggs“, Travesty-Comedy, AH-Fußball des TuS Birk, Bürgerhaus Birk
- 23.-25.03.2007, 15.00/10.00 Uhr: Ökumenische Kinder-Bibeltage, ev. Kirchengemeinde, ev. Kirche Birk
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, aber auch ganz persönlich, ein erholsames Wochenende und eine erfolgreiche Woche! Und bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
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Liebe Ortsring-Freunde!
In dieser Woche habe ich als Ortsring-Pressesprecher natürlich eine der wichtigsten Ankündigungen eines jeden Jahres zu machen, nämlich die für den Birker Karnevalszug. Sicher haben Sie bereits an Theken, im Freundeskreis, im Verein oder sonst wo gehört, dass sich in diesem Jahr trotz intensivster Suche kein Prinzenpaar gefunden hat. Aber natürlich werden wir einen Karnevalszug haben, dem man diese unerfreuliche Tatsache nicht anmerkt, denn der Zug hat den gleichen Umfang wie immer und die Themen, welche sich die einzelnen Gruppen oder Vereine ausgesucht haben, sind recht originell und versprechen einen ausgesprochen lustigen Zug! Also heißt mein Aufruf: besuchen Sie am Sonntag unseren Karnevalszug. Der Ortsring verspricht Ihnen einen Zug mit großartigen Wagen, lustigen und witzigen Fußgruppen, viel Wurfmaterial und den gewohnten Musik-Corps und Tanzgruppen. Wie in den Vorjahren bilden sich um die Ansager in Heide, Inger und Birk lustige, schunkelnde Trauben von Narren, aber auch in zahlreichen Nachbarschaften werden die Musikboxen auf die Straße geschleppt, ein Pittermännchen aufgemacht und lustig gefeiert. Für neue Mitbürger: der Zug startet um 14 Uhr am Franzhäuschen und zieht über Albach, Inger und Birk bis zum Auflösungspunkt an der Ecke Marienhöhe der Birker Straße. Wie immer findet der Zugausklang im Bürgerhaus statt, aber seit einigen Jahren wird auch im Saal Fielenbach geschunkelt, getanzt und gelacht, da das Bürgerhaus nicht alle Jecken fassen kann (Sie wissen sicher, dass aus feuerpolizeilichen Gründen die maximale Zahl der gleichzeitig im Saal befindlichen Menschen begrenzt werden musste). Ein Tipp: da erfahrungsgemäß nach ein oder zwei Stunden eine große Zahl von Besuchern mit kleinen Kindern oder aber auch die Musikcorps das Bürgerhaus verlässt, werden wieder viele Plätze frei, so dass dann eine gute Chance besteht, Einlass zu finden, wenn Sie keine Eintrittskarte erhalten haben.
Die am häufigsten gestellte Frage ist derzeit natürlich die nach dem Wetter. Wenn Sie den Beitrag lesen, können Sie das sicher schon besser abschätzen, mir bleibt zum Zeitpunkt des Schreibens dieser Zeilen nur der Blick in die alten Hausbücher. Aber auch die lassen mich ausgerechnet für diese Tage ziemlich im Stich. Für Sonntag (18.02. und Namenstag von Simon) ergibt sich lediglich eine Vorhersage in die Zukunft mit „Friert’s um Simeon ganz plötzlich, bleibt der Frost nicht lang gesetzlich“ (Simon soll, wie Jakobus, Bruder von Jesus gewesen sein. Wegen der „unbefleckten Empfängnis“ von Maria wurde er jedoch an anderen Stellen zum Vetter gemacht. In jedem Fall aber soll er unter Kaiser Trajan hochbetagt mit 107 Jahren ebenfalls am Kreuz gestorben sein). Da sehen wir vielleicht nach Prognosen zum vorgestrigen (14.02.) Valentinstag: „Am Tage von St. Valentin gehen Eis und Schnee dahin“ und „Ist’s an Sankt Valentin noch weiß, blüht zu Ostern schon das Reis“ oder „Kalter Valentin, früher Lenzbeginn“ und „Am Sankt Valentin friert's Rad mitsamt der Mühle ein“. Aber „Liegt an Valentin die Katz in der Sonne, kriecht sie im März hintern Ofen voll Wonne“. Alle diese Aussagen sind jedoch nicht belegbar und helfen uns daher auch nicht weiter! Zum Valentinstag ist ja in diesen Tagen viel geschrieben worden, ich möchte daher nur ein paar alte Hinweise aufschreiben, die Ihnen wahrscheinlich nicht so geläufig sind: der Valentinstag galt als Unglückstag für das Vieh, deshalb durfte es an diesem Tag nicht arbeiten. Am Valentinstag sollte auch keine Henne gesetzt werden, denn deren Küken werden krank und sterben. Und im Hinblick auf das beginnende Frühjahr galt die Regel (teilweise sogar das Gesetz!), dass nach diesem Tag kein Holz mehr gefällt werden sollte bzw. durfte. Und zum Schluss: einer der bekanntesten Wettersprüche zur Karnevalszeit besagte, dass das Wetter der drei Karnevalstage auf das Wetter der drei Ostertage schließen lässt! Und „Wenn an Fastnacht die Sonne scheint, ist’s für Korn und Erbsen gut gemeint“
Damit will ich es aber bewenden lassen und schreibe Ihnen den aktuellen Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk auf:
Termine vom 16.02.2007 – 15.03.2007 im Bezirk Birk - Heide – Inger - 16.02.2007, 18.00-19.00 Uhr: Wurfmaterial-Ausgabe an die gemeldeten Zuggruppen, Ortsring Birk, Feuerwehr-Gerätehaus Birk
- 16.02.2007, 20.11 Uhr: Kostümball, TuS Birk, Bürgerhaus Birk
- 18.02.2007, 14.00 Uhr, Karnevalszug 2007, Ortsring Birk, ab Franzhäuschen, Heide
- 18.02.2007, 16.00 Uhr: Zugabschluss mit Tanz, Ortsring Birk, Bürgerhaus Birk
- 20.02.2007, 20.00 Uhr: Möhneball, H.V. Birk und Ortsring Birk, Gaststätte Fielenbach, Birk
- 21.02.2007: Fischessen, Gaststätte Fielenbach, Birk
- 02.03.2007, 19.00 Uhr: „Weltgebetstag der Frauen“, Ökumene, kath. Pfarrkirche Birk
- 04.03.2007, 14.00 Uhr: Kindersachen-Basar, Förderverein „Regenbogenhaus“, ev. Kirche
- 10.03.2007, 10.00 Uhr: „Lohmar fegt los“, HV und Vereine, dezentral
- 10. + 11.03.2007, 19.30 Uhr: Theateraufführung „Im Pfarrhaus geht es rund“, „Die Statisten“, Bürgerhaus Birk
- 11.03.2007, 14.00 Uhr: Kindersachen-Basar, Förderverein „Heidekraut“, kath. Kindergarten Heide
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, aber auch ganz persönlich, ein erholsames Wochenende und eine erfolgreiche Woche! Und dazu kommt in dieser Woche ein dreifaches, kräftiges „Birk Alaaf!“ und „Auf Wiedersehen beim Zug!“
Ihr Manfred Böhmer
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Liebe Ortsring-Freunde!
Eine Woche noch, und dann beginnt die absolut heiße Phase des Karnevals! Nicht so in Birk, hier geht es schon am Mittwoch los, nämlich mit dem „Birker Wönk“, der Weiber-Sitzung, pardon – heute muss man ja wohl sagen „Damen-Sitzung“, der gleichnamigen Damen-Karnevalsgesellschaft. Diese Sitzung findet als einzige größere Weiberfastnachts-Veranstaltung im ganzen Rhein-Sieg-Kreis seit ihrem Bestehen vor etwa 50 Jahren schon am Mittwoch statt. Und das hat nicht nur historische Gründe aus der Entstehungszeit, sondern auch (heute aktueller denn je) wirtschaftliche – so bekommt man am Mittwoch verständlicherweise leichter und preiswerter karnevalistische und musikalische Kräfte sowie zahlende Gäste – und organisatorische – denn das wissen unsere neuen oder jüngeren Mitbürgerinnen sicher nicht mehr: bis vor fünfzehn oder zwanzig Jahren gab es einen weiteren Damen-Karnevalsverein, die „Heideröschen“ in Heide, und die hielten ihre Sitzung am Donnerstag ab, was mancher Närrin den Besuch beider Veranstaltungen ermöglichte. Die Sitzung des „Birker Wönk“ ist erfreulicherweise noch eine der wenigen karnevalistischen „Groß“-Veranstaltungen, die immer ausverkauft sind. Sicher haben Sie schon von den früheren Karten-Vorverkäufen gehört, als diese noch morgens früh in der Gaststätte Fielenbach abliefen und die ersten Karten-Interessenten bereits um Mitternacht auf dem Kirchplatz warteten, sich nachts ablösten und von den Ehemännern mit warmen (oder wärmenden) Getränken versorgt wurden; auch Campingwagen sind damals schon auf dem Parkplatz vor der Kirche gesichtet worden. Und eine Stunde nach Beginn des Vorverkaufs waren alle Karten weg! Nun, da haben Sie es ja heute beim telefonischen Vorverkauf etwas leichter!
Aber woher stammt der Weiberkarneval im Kölner Raum überhaupt? Die Wurzeln von Weiberfastnacht gehen weit in vorchristliche Zeit zurück. So wurden schon zu Zeiten des römischen Reiches Frauenfeste gefeiert, in denen es um die Vertreibung des Winters, Fruchtbarkeitsrituale und die Verehrung von Gottheiten ging. Im Mittelalter wurde dann in den Kölner Klöstern am Donnerstag vor Fastnacht die „Pfaffenfastnacht“ gefeiert. Besonders in den Nonnenklöstern muss es hoch hergegangen sein. Am Tag wurde getanzt und gesprungen und des Nachts, wenn die Äbtissin schlafen gegangen war, wurde bei Kaffee und Tee Karten und Dame gespielt. Dieser Karneval in den Klöstern hatte einen eigenen Namen, man nannte ihn „Mötzebestot“, weil die Nonnen eine Mütze auf ihre Haube setzten. Aus den Klöstern gelangte die Pfaffenfastnacht später auch auf die Straßen und wurde allgemein gefeiert. Die Frauen rissen sich gegenseitig ihre Mützen und Hüte vom Kopf. Das Abreißen der Mützen hatte seinen Sinn im „unter die Haube bringen“. Eine Tochter unter die Haube bringen hieß, sie ins Kloster geben oder verheiraten. Diese Frauen wurden dem Kreis ihrer Freundinnen entzogen und so wehrte man sich auf närrische Weise dagegen. Am Tollsten war dieses Treiben auf dem Alter Markt unter den Gemüseweibern. Dieser Brauch hat sich glücklicherweise trotz Verboten oder behördlich auferlegten Änderungen sowohl über die Franzosenzeit als auch im Dritten Reich erhalten, bzw. er erlangte mittlerweile eine allgemeine Aufwertung insofern, als er in jeden karnevalistischen Kalender in ganz Deutschland aufgenommen wurde (in anderen Gegenden des Rheinlands und Deutschlands wird der Weiberkarneval allerdings in anderen Formen gefeiert, denken Sie beispielsweise an den Möhnen-Karneval in ländlicheren Gegenden oder auch am Niederrhein oder in der Mainzer Region).
Damit will ich es aber bewenden lassen und schreibe Ihnen den aktuellen Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk auf:
Termine vom 09.02.2007 – 08.03.2007 im Bezirk Birk - Heide – Inger - 11.02.2007, 09.30 Uhr: Kölsche Messe, kath. Kirchengemeinde, kath. Pfarrkirche Birk
- 11.02.2007, 15.00 Uhr: Kindersitzung, K.G. „Fidele Birker“, Bürgerhaus Birk
- 14.02.2007, 15.11 Uhr: Damensitzung, K.G. „Birker Wönk“, Bürgerhaus Birk
- 16.02.2007, 20.11 Uhr: Kostümball, TuS Birk, Bürgerhaus Birk
- 18.02.2007, 14.00 Uhr, Karnevalszug 2007, Ortsring Birk, ab Franzhäuschen, Heide
- 18.02.2007, 16.00 Uhr: Zugabschluss mit Tanz, Ortsring Birk, Bürgerhaus Birk
- 20.02.2007, 20.00 Uhr: Möhneball, H.V. Birk und Ortsring Birk, Gaststätte Fielenbach, Birk
- 21.02.2007: Fischessen, Gaststätte Fielenbach, Birk
- 02.03.2007, 19.00 Uhr: „Weltgebetstag der Frauen“, Ökumene, kath. Pfarrkirche Birk
- 04.03.2007, 14.00 Uhr: Kindersachen-Basar, Förderverein „Regenbogenhaus“, ev. Kirche
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, aber auch ganz persönlich, ein erholsames Wochenende und eine erfolgreiche Woche! Und aus aktuellem Anlass ein neuer Spruch: schützen Sie sich vorm Norovirus und bleiben Sie auch sonst gesund!
Ihr Manfred Böhmer
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Liebe Ortsring-Freunde!
Mit Riesenschritten nähern wir uns dem Höhepunkt der „fünften Jahreszeit“, dem Karneval, und unser Terminkalender umfasst ausschließlich karnevalistische Termine. Lediglich die kommende Woche ist noch „karnevalsfrei“, so dass wir noch ein wenig Raum für Wetter-Regeln und Heiligen-Geschichten haben. Das Januar-Wetter mit seinen Höhen und Tiefen, mit „Kyrill“ und dem bisher einzigen Schnee-Tag dieses Winters, werde ich Ihnen in der kommenden Woche analysieren.
In den vergangenen Wochen haben wir mehrfach über das milde Winterwetter in diesem Jahr gesprochen. In keinem Monat jedoch wussten unsere Vorfahren so gut, wie im Februar, dass ein zu milder Winter schlecht für das Frühjahr und auch für die Ernte ist. Dafür gibt es zahllose Sprüche, von denen ich Ihnen eine Reihe sehr markanter, lustiger oder auch bekannter aufschreiben möchte, z.B.: „Alle Monate im Jahr verwünschen den schönen Februar“. Andere Sprüche sind „Februar warm, Frühling kalt“, „Guter Februar, schlechter Frühling“, „Erfüllt der Februar seine Pflicht nicht, wird es der März tun“ oder „Im Februar müssen die Stürme fackeln, dass den Ochsen die Hörner wackeln“ oder „Der Februar muss stürmen und blasen, soll das Vieh im Frühjahr grasen“ und „Wenn der Nordwind im Februar nicht will, dann kommt er sicher im April“ sowie „Wenn’s der Februar gnädig macht, bringt der Lenz den Frost bei Nacht“. Aber „Februar Schnee und Regen, bedeutet göttlichen Segen“ und „Gibt’s im Februar weiße Wälder, freuen sich drob Wies’ und Felder“. Und sicher haben Sie in den vergangenen milden Wochen auch schon die ersten Insekten fliegen sehen. Unsere Bauernregeln tun diese alle unter „Mücken“ ab, denn sie tanzen so, wie die sommerlichen Quälgeister: „Mücken, die im Februar summen, oft auf lange Zeit verstummen“ und „Spielen im Februar die Mücken, gibt’s im Heustall große Lücken“ oder „Spielen die Mücken im Februar, frier’n Schaf und Bienen das ganze Jahr“ sowie „Wenn im Februar die Mücken geigen, müssen sie im Märzen schweigen“ bzw. auf uns Menschen bezogen: „Wenn im Februar die Mücken schwärmen, muss man im März die Öfen wärmen“. Vor einiger Zeit habe ich Ihnen bereits einmal aus einer niederrheinischen Quelle einen lustigen Spruch zum Februar (in altem Dialekt dort „Schpörekel“ genannt) aufgeschrieben: „Derr Schpörekel hölep de Wiever op derr Dörepel“ - „Der Februar hilft den Frauen auf die Türschwelle“. Damit soll gesagt werden, dass nach der langen, kalten, dunklen Zeit, in welcher man die Häuser möglichst wenig verließ, das Wetter jetzt langsam wieder schöner wird und den Frauen gestattet, sich zu einem Schwätzchen vor die Tür zu wagen.
Und heute (02.02.) ist „Maria Lichtmess“, ein wichtiger Tag im Arbeitsjahr unserer Vorfahren, bis 1912 sogar gesetzlicher Feiertag; dieser Tag hatte seine Bedeutung im Wetterjahr, was ich Ihnen im vergangenen Jahr erläutert habe. Daher und aus Platzgründen nur eine der zahlreichen Wetter-Regeln zum heutigen Tag, die übrigens mit einer hohen Trefferquote belegt sind: „Wenn’s an Lichtmess stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit, ist es aber klar und hell, kommt der Lenz noch nicht so schnell“.
Damit will ich es aber bewenden lassen und schreibe Ihnen den aktuellen Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk auf:
Termine vom 02.02.2007 – 01.03.2007 im Bezirk Birk - Heide – Inger - 11.02.2007, 9.30 Uhr: Kölsche Messe, kath. Kirchengemeinde, kath. Pfarrkirche Birk
- 11.02.2007, 15.00 Uhr: Kindersitzung, K.G. „Fidele Birker“, Bürgerhaus Birk
- 14.02.2007, 15.11 Uhr: Damensitzung, K.G. „Birker Wönk“, Bürgerhaus Birk
- 16.02.2007, 20.11 Uhr: Kostümball, TuS Birk, Bürgerhaus Birk
- 18.02.2007, 14.00 Uhr, Karnevalszug 2007, Ortsring Birk, ab Franzhäuschen, Heide
- 18.02.2007, 16.00 Uhr: Zugabschluss mit Tanz, Ortsring Birk, Bürgerhaus Birk
- 20.02.2007, 20.00 Uhr: Möhneball, H.V. Birk und Ortsring Birk, Gaststätte Fielenbach, Birk
- 21.02.2007: Fischessen, Gaststätte Fielenbach, Birk
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, aber auch ganz persönlich, ein erholsames Wochenende und eine erfolgreiche Woche! Und natürlich als Letztes mein allwöchentlicher Spruch: bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
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Liebe Ortsring-Freunde!
Infolge der in der letzten Zeit häufig notwendigen Berichte über Rekord-Wetter, musste ich die „Hillije“ etwas vernachlässigen. Aber nach dem Sturm der vergangenen Woche kündigt sich jetzt eine Kaltwetter-Phase an, und es stellt sich die Frage, ob auch die alten Hausbücher nach einer milden ersten Winter-Hälfte noch einen Kälte-Einbruch erwarten lassen. Schauen wir doch gleich einmal auf den heutigen (26.01.) Namenstag, den des Timotheus (Timotheus war Mitarbeiter des Apostel Paulus, wurde von diesem auch mit Dienstreisen beauftragt und war später Bischof in Ephesus (in der Nähe des heutigen Selcuk in der Türkei), wo er auch standesgemäß als Märtyrer starb). Für diesen Tag galt: „Timotheus bricht das Eis, hat er keins, dann macht er eins“ und „Bis Timotheus ein Winter mit Herz, so kommt er um so strenger im März“. Das würde bedeuten, dass dem derzeitigen Kälte-Einbruch wirklich noch der von einigen erhoffte Winter folgen könnte. Und morgen (27.01.) ist Julian (Julian war im 4. Jahrhundert erster Bischof von Le Mans und gilt als Patron der Winzer (wie viele Schutzheilige haben die eigentlich?) und Jongleure), und auch für den Tag sagte man: „Das Eis zerbricht Sankt Julian, wo nicht, da drückt er’s fester an“. Und wenn ich wieder nach den Wetter-Regeln suche, die von der statistischen Meteorologie bestätigt werden, dann kommen wir zu Eusebius und Vigilius am kommenden Mittwoch (31.01.) mit den Weisheiten: „Friert es auf Eusebius (bzw. Vigilius), im März noch Kälte kommen muss“. Und tatsächlich sagt meine Quelle eine Trefferquote von 65% an; ein kaltes Januarende bringt noch zahlreiche Frosttage im März. Na, warten wir einmal ab! Aber die grausig-schöne Geschichte, wenigstens von Eusebius, will ich Ihnen nicht vorenthalten: dem heiligen Eusebius, von Beruf Einsiedler, wurde im Jahre 884 von einem Bauern, den er rügte, weil er am Sonntag arbeitete, mit der Sense der Kopf abgeschnitten; mit dem Kopf unter dem Arm ging der Heilige noch eine Stunde weiter, um in der Kirche zu Viktorsberg eine Messe zu lesen. Vigilius lebte, wirkte und missionierte im 4. Jahrhundert in Norditalien. Als er im wilden Rendenatal eine Saturn-Statue zerstörte, wurde er von den empörten Einwohnern mit Knüppeln und Holzschuhen erschlagen. Er wird daher immer mit einem Holzschuh dargestellt und gilt als Patron der Bergwerke.
Damit will ich es aber bewenden lassen und schreibe Ihnen den aktuellen Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk auf:
Termine vom 26.01.2007 – 22.02.2007 im Bezirk Birk - Heide – Inger - 27.01.2007, 20.11 Uhr: Karnevalsfete, K.G. „Fidele Birker“, Bürgerhaus Birk
- 01.02.2007, 15.11 Uhr: Karnevalistisches Kaffeestündchen, kath. Frauen KFD, Bürgerhaus Birk
- 11.02.2007, 9.30 Uhr: Kölsche Messe, kath. Kirchengemeinde, kath. Pfarrkirche Birk
- 11.02.2007, 15.00 Uhr: Kindersitzung, K.G. „Fidele Birker“, Bürgerhaus Birk
- 14.02.2007, 15.11 Uhr: Damensitzung, K.G. „Birker Wönk“, Bürgerhaus Birk
- 16.02.2007, 20.11 Uhr: Kostümball, TuS Birk, Bürgerhaus Birk
- 18.02.2007, 14.00 Uhr, Karnevalszug 2007, Ortsring Birk, ab Franzhäuschen, Heide
- 18.02.2007, 16.00 Uhr: Zugabschluss mit Tanz, Ortsring Birk, Bürgerhaus Birk
- 20.02.2007, 20.00 Uhr: Möhneball, H.V. Birk und Ortsring Birk, Gaststätte Fielenbach, Birk
- 21.02.2007: Fischessen, Gaststätte Fielenbach, Birk
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, aber auch ganz persönlich, ein erholsames Wochenende und eine erfolgreiche Woche! Und natürlich als Letztes mein allwöchentlicher Spruch: bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
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Liebe Ortsring-Freunde!
In meinem Beitrag für das erste Mittelungsblatt des neuen Jahres hatte ich auf die Haussammlung des Ortsrings für den Karnevalszug hingewiesen, jedoch musste der Beitrag gekürzt werden, weil ich wieder einmal zu viel geschrieben hatte. Daher in aller Kürze noch einmal mein Hinweis: zur Zeit werden, wie in allen Vorjahren, Sammler unserer Mitgliedsvereine sowie einige Vorstandsmitglieder des Ortsrings an allen Haustüren klingeln und Sie um Ihren finanziellen Beitrag, Ihre Spende, für unseren Karnevalszug bitten. Wie Sie sicher wissen, wird der Zug, das Wurfmaterial, die Kapellen und Tanzcorps, Versicherungen usw. aus diesen Spenden finanziert, denn von einem großzügigen Zuschuss unserer Stadt sowie dem Überschuss aus dem Zugabschluss im Bürgerhaus einmal abgesehen, hat der Ortsring keine nennenswerten größeren Einnahmequellen. Da in unserem Bezirk keine Industrie angesiedelt ist, können wir auf keinen größeren Sponsor zurückgreifen, aber Ihre Spenden haben uns in den vergangenen Jahren immer die Organisation eines Karnevalszuges ermöglicht, der Ihnen hoffentlich stets gefallen hat. Bei der Sammlung wird Ihnen, wie üblich, auch wieder der Jahresterminkalender des Ortsrings von unseren Sammlern überreicht werden. Und sollten Sie kein Exemplar erhalten haben, so darf ich darauf hinweisen, dass in unserem Vereinslokal, der Gaststätte Fielenbach, das ganze Jahr über Terminkalender ausliegen.
Damit will ich es aber bewenden lassen und schreibe Ihnen den aktuellen Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk auf:
Termine vom 19.01.2007 – 15.02.2007 im Bezirk Birk - Heide – Inger - 20.01.2007, 11.00 Uhr: Juxturnier, TuS Birk, Sporthalle Birk
- 27.01.2007, 20.11 Uhr: Karnevalsfete, K.G. „Fidele Birker“, Bürgerhaus Birk
- 01.02.2007, 15.11 Uhr: Karnevalistisches Kaffeestündchen, kath. Frauen KFD, Bürgerhaus Birk
- 11.02.2007, 9.30 Uhr: Kölsche Messe, kath. Kirchengemeinde, kath. Pfarrkirche Birk
- 11.02.2007, 15.00 Uhr: Kindersitzung, K.G. „Fidele Birker“, Bürgerhaus Birk
- 14.02.2007, 15.11 Uhr: Damensitzung, K.G. „Birker Wönk“, Bürgerhaus Birk
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, aber auch ganz persönlich, ein erholsames Wochenende und eine erfolgreiche Woche! Und natürlich als Letztes mein allwöchentlicher Spruch: bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
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Liebe Ortsring-Freunde!
Ich hatte Ihnen in der vergangenen Woche versprochen, das Wetter des Jahres 2006 auszuwerten; natürlich standen solche Analysen nach diesem Jahr der Wetter-Rekorde schon an verschiedenen anderen Stellen, aber „unser Birker Wetter“ sollte auch in Ihrem Mitteilungsblatt kurz zusammengefasst werden, nachdem ich im Laufe des Jahres schon einige erwähnenswerte Monate besprochen hatte. Wahrscheinlich hat jeder von Ihnen, auch der nicht an Wetter-Statistiken Interessierte, die extremen Wetter-Perioden dieses Jahres sofort parat: der extrem lange und kalte Winter (Januar bis März lagen jeweils etwa zwei Grad unter dem langjährigen Birker Mittelwert), ein durchschnittliches Frühjahr (April und Mai lagen temperaturmäßig im Mittel), ein warmer Juni (zwei Grad über Normal) und ein extrem heißer Juli (fünfeinhalb Grad über dem Durchschnitt), dagegen ein völlig versauter August (zwei Grad zu kalt und kälter als Juni oder September) und jeweils drei bis vier Grad zu warme Herbstmonate September bis Dezember. Das ergibt dann einen Jahresdurchschnitt von 12,04°C gegenüber unserem langjährigen (Birker) Mittelwert von 10,94°C, d.h. dieses Jahr war trotz des kalten Beginns mehr als ein Grad wärmer als normal. Und zusammen mit dem genauso warmen Jahr 2000 (damals hatten wir einen sehr milden Winter und einen warmen Frühling) ist das Jahr 2006 das wärmste Jahr, seit dem Beginn meiner Aufzeichnungen in 1979. Ich möchte hier keine halbwissenschaftlichen Diskussionen beginnen, aber die Statistik möchte ich doch heranziehen: seit 1997 (einschließlich, d.h. die letzten 10 Jahre) waren alle Jahre wärmer als der Durchschnitt! Die kältesten Jahre in meinen Aufzeichnungen lagen in der Mitte der 80-er Jahre. Und noch ein Wort zu den Niederschlägen: auch hierbei war das Jahr 2006 ein Rekordjahr, denn es war mit Abstand das trockenste Jahr in meinen Aufzeichnungen; der Jahres-Niederschlag lag mit 1085 mm (oder Liter auf den Quadratmeter) nur bei etwa zwei Dritteln des langjährigen Mittelwerts, den ich für Birk mit 1645 mm berechnet habe (dieser Wert liegt weit höher als Messwerte von umgebenden offiziellen Wetterstationen, aber ich habe Ihnen bereits vor einigen Jahren einmal die Begründung „Steigungsregen“ und Lage „hinter dem Staatsforst“ gegeben).
Und wie sieht das Wetter der nahen Zukunft aus (so werde ich oft gefragt)? Nun, darauf kann niemand (und ich schon gar nicht!) eine verlässliche Antwort geben. Aber die alten Wetter-Regeln werden ja häufig von der modernen Meteorologie mit hohen Wahrscheinlichkeitswerten bestätigt, wie ich Ihnen schon häufig berichtet habe. Eine solche mit 70% Treffer-Wahrscheinlichkeit belegte Regel lautet: „Ist bis Dreikönigstag kein Winter, dann kommt auch keiner mehr dahinter!“ Wenn dies’ auch vielen von uns Recht sein mag, so haben die Landwirte dieses milde Wetter doch nicht so gern. Dazu gibt es wieder viele Wetter-Sprüche, von denen ich nur den für den Namenstag von Habakuk (15.01.) zitieren möchte: „Spielt die Mück’ an Habakuk, der Bauer nach dem Futter guck“ (Habakuk war einer der Propheten im alten Testament – 7. Jahrh. v. Chr.). So, damit Schluss mit Wetter und Wetter-Regeln!
Lassen Sie mich noch auf eine Sache hinweisen: normalerweise wäre an diesem Wochenende der „Karnevalistische Dämmerschoppen“ des Ortsrings fällig gewesen. Da diese Veranstaltung jedoch in erster Linie durchgeführt wird, um Ihnen das neue Prinzenpaar vorzustellen und wir in diesem Jahr ja kein Prinzenpaar haben, musste auch diese schöne Veranstaltung leider ausfallen.
Damit will ich es aber bewenden lassen und schreibe Ihnen den aktuellen Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk auf:
Termine vom 13.01.2007 – 08.02.2007 im Bezirk Birk - Heide – Inger - 13.01.2007, 10.00 Uhr: Christbaum-Sammlung, Jugendfeuerwehr Birk
- 14.01.2007, 11.11 Uhr: Herrensitzung, K.G. „Fidele Birker“, Bürgerhaus Birk
- 20.01.2007, 11.00 Uhr: Juxturnier, TuS Birk, Sporthalle Birk
- 27.01.2007, 20.11 Uhr: Karnevalsfete, K.G. „Fidele Birker“, Bürgerhaus Birk
- 01.02.2007, 15.11 Uhr: Karnevalistisches Kaffeestündchen, kath. Frauen KFD, Bürgerhaus Birk
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, aber auch ganz persönlich, ein erholsames Wochenende und eine erfolgreiche Woche! Und auch im neuen Jahr gilt natürlich mein allwöchentlicher Spruch: bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
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Liebe Ortsring-Freunde!
Zunächst möchte ich Ihnen im Namen des Ortsring-Vorstands ein gutes und erfolgreiches, vor allem aber ein gesundes neues Jahr wünschen! Ich hoffe, dass Sie gut in dieses hineingekommen sind; den üblichen Ausdruck „gerutscht“ kann man bei diesem extrem milden und stürmischen Jahreswechsel ja wahrhaftig nicht benutzen, vielmehr kann ich nur hoffen, dass Ihnen in der Silvester-Nacht keine Äste oder Ziegel auf den Kopf geweht worden sind.
Denn nach dem Rekord-Herbst wurde auch der Dezember ein außerordentlich milder Monat. Ging man durch unsere Dörfer spazieren, so konnte man in manchem Vorgarten blühende Blumen sehen, z.B. Rosen, die ansonsten um diese Jahreszeit gegen den Frost geschützt werden müssen. Aber von Frost keine Spur! Noch niemals, seit ich das Birker Wetter aufschreibe, habe ich den ersten Nachtfrost so spät registriert: die Nacht vor dem Heiligen Abend brachte mit –0,6 Grad die ersten Minustemperaturen dieses Winters! Und natürlich war der Dezember ein Rekord-Monat, wie auch die vorhergegangenen Herbstmonate: mit 5,6°C lag die mittlere Temperatur fast doppelt so hoch, wie die langjährige Birker Dezember-Temperatur (3,08°C). Und auch was die Niederschläge angeht, war der Dezember ein Rekord-Monat: mit etwa 80 Liter auf den Quadratmeter (oder 80 mm Niederschlagshöhe) war er (zusammen mit dem Dezember 1987) der trockenste Monat der letzten 28 Jahre (der Durchschnittswert liegt im Dezember mit ca. 160 Litern ansonsten exakt doppelt so hoch). Damit will ich es für heute bewenden lassen, die Auswertung für das ganze Jahr 2006 werde ich Ihnen in den kommenden Wochen nachliefern; denn heute habe ich noch einen wichtigen Hinweis in eigener Sache: die jährliche Haussammlung des Ortsrings für den Karnevalszug:
Ab sofort werden wieder, wie in allen Vorjahren, Sammler unserer Mitgliedsvereine sowie einige Vorstandsmitglieder des Ortsrings an allen Haustüren klingeln und Sie um Ihren finanziellen Beitrag, Ihre Spende, für unseren Karnevalszug bitten. Wie Sie sicher wissen, wird der Zug, das Wurfmaterial, die Kapellen und Tanzcorps, Versicherungen usw. aus diesen Spenden finanziert, denn von einem großzügigen Zuschuss unserer Stadt sowie dem Überschuss aus dem Zugabschluss im Bürgerhaus einmal abgesehen, hat der Ortsring keine nennenswerten größeren Einnahmequellen. Da in unserem Bezirk keine Industrie angesiedelt ist, können wir auf keinen größeren Sponsor zurückgreifen, aber Ihre Spenden haben uns in den vergangenen Jahren immer die Organisation eines Karnevalszuges ermöglicht, der Ihnen hoffentlich stets gefallen hat. Bei der Sammlung wird Ihnen, wie üblich, auch wieder der Jahresterminkalender des Ortsrings von unseren Sammlern überreicht werden. Und sollten Sie kein Exemplar erhalten haben, so darf ich darauf hinweisen, dass in unserem Vereinslokal, der Gaststätte Fielenbach, das ganze Jahr über Terminkalender ausliegen.
Zum Schluss möchte ich noch einmal zum Wetter zurückkommen: wenn wir (wenigstens die meisten von uns) auch recht froh waren über den warmen Herbst und den bisher milden Winter, so verlangen die alten Hausbücher mit ihren Wetter-Regeln im Januar doch einen knackigen Frost. Ich schreibe Ihnen einmal eine kleine Auswahl von markanten (und von der Statistik bestätigten!) Sprüchen auf: „Je frostiger der Januar, desto freundlicher das ganze Jahr“; „Sind im Januar die Flüsse klein, gibt’s im Herbst einen guten Wein“; „Januar muss vor Kälte krachen, wenn die Ernte soll gut sacken“; „Januar kalt und rau nutzt dem Getreidebau“; „Im Januar ist's besser, einen Wolf als einen Pflug im Feld zu sehen“ und „Viel Frost und Schnee im Januar, verspricht ein reich gesegnet’ Jahr“ sowie „Knarrt im Januar Eis und Schnee, gibt’s zur Ernt’ viel Korn und Klee“.
Damit will ich es aber bewenden lassen und schreibe Ihnen den ersten Vier-Wochen-Auszug aus dem neuen Terminkalender Ihres Ortsrings Birk auf:
Termine vom 05.01.2007 – 01.02.2007 im Bezirk Birk - Heide – Inger - 13.01.2007, 10.00 Uhr: Christbaum-Sammlung, Jugendfeuerwehr Birk
- 14.01.2007, 11.11 Uhr: Herrensitzung, K.G. „Fidele Birker“, Bürgerhaus Birk
- 20.01.2007, 11.00 Uhr: Juxturnier, TuS Birk, Sporthalle Birk
- 27.01.2007, 20.11 Uhr: Karnevalsfete, K.G. „Fidele Birker“, Bürgerhaus Birk
- 01.02.2007, 15.11 Uhr: Karnevalistisches Kaffeestündchen, kath. Frauen KFD, Bürgerhaus Birk
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, aber auch ganz persönlich, ein erholsames Wochenende und eine erfolgreiche Woche! Und auch im neuen Jahr gilt natürlich mein allwöchentlicher Spruch: bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
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Liebe Ortsring-Freunde!
Der M.C. „Liederkranz“ veranstaltet am Sonntag (gemeinsam mit dem Blasorchester Lohmar) ab 17 Uhr sein traditionelles Weihnachtssingen. Seit einigen Jahren findet diese Veranstaltung im Innenhof der Gaststätte Fielenbach (im „Biergarten“) statt, wo ein großer Weihnachtsbaum aufgerichtet wurde, neben den musikalischen Darbietungen Lichterketten für die rechte Stimmung sorgen und Heizstrahler die Kälte bekämpfen sollen. Noch leichter sollte dies’ gelingen mit Glühwein und Reibekuchen, welche angeboten werden. Wenn die Wetterlage gut ist, kommt möglicherweise noch der eine oder andere vorweihnachtliche Stand hinzu. Und wenn ich oben darauf hingewiesen habe, dass die Veranstaltung „seit einigen Jahren im Biergarten“ stattfindet, so sollte man (nicht nur) für unsere Neubürger und „Nachgewachsenen“ einmal daran erinnern, wie diese Veranstaltung vor einigen Jahrzehnten noch aussah: damals standen die Sänger (und Bläser) zunächst auf der Kirchtreppe, die Gäste verteilten sich auf dem Dorfplatz, damals noch ein unbefestigter Platz ohne Grünanlage. Damals gab es auch noch eine Art Winter, und der sah zwar auch in Birk nicht weißer aus, als heutzutage, aber es regnete häufig und in jedem Fall windete es immer, es war einfach ungemütlich, trotz großem Tannenbaum, der auch damals schon für adventliche Stimmung sorgte. Aber für Sänger und vor allem die Bläser mit ihren kalten Instrumenten war der zwar sehr romantische Ort letztendlich untragbar, und so zog man in den oberen Pausenhof der noch nicht umgebauten Grundschule um, wo es zwar weniger zugig, dafür aber auch wesentlich weniger romantisch war. Dort versuchten die Dorfvereine auch einmal mit allerdings sehr geringem Erfolg, einen kleinen Weihnachtsmarkt aufzuziehen. Der Umzug vor einigen Jahren in den „Biergarten“ konnte dann alle Nachteile der anderen Orte ausmerzen: natürlich liegt der Platz windgeschützt, er lässt sich relativ leicht romantisch dekorieren, der kleine Weihnachtsmarkt der Gaststätte Fielenbach sorgt für eine adventliche Bewirtung und es ist Raum für einige interessante Weihnachtsmarkt-Stände. Und wenn es etwas eng ist, ist es nur umso gemütlicher. Der Nikolaus muss sich üblicherweise richtig durch das Gedränge arbeiten, um alle Kinder (und Freunde) zu finden und ihnen mit einer Kleinigkeit eine Freude zu bereiten. Also: kommen Sie am Sonntag-Nachmittag in den Biergarten zum „Liederkranz“-Advents-Singen!
Und auch für Sonntag (17.12., Lazarus) gibt es noch eine Wetter-Regel, die uns einen Ausblick ins kommende Jahr erlaubt: "Ist St. Lazar nackt und bar, wird’s ein linder Februar." Lazarus, lebte mit seinen Schwestern Maria und Martha in Bethanien. Er war mit Jesus befreundet, der das Haus der Geschwister öfter besuchte. Als Lazarus gestorben war, erweckte ihn Jesus vier Tage nach seinem Tode zum Leben. Das Lazarusgrab in Bethanien, das seit dem 4. Jh. bezeugt ist, entspricht einer jüdischen Grabanlage und könnte das Grab gewesen sein, in dem er gelegen hat. Die Legende des 11./12. Jh.s lässt Lazarus mit seinen Schwestern in die Provence fahren, wo er als Bischof von Marseille gestorben ist. Er ist der Patron der Metzger und der Totengräber (wieder ’mal meine Frage: wie kommen die an den gleichen Schutzheiligen?), Bettler und Aussätzigen.
Und noch kurz ein Spruch, der in diesem Jahr beobachtet werden sollte: „Fließt im Dezember noch Birkensaft, kriegt der Winter keine Kraft!“ Na, schau’n wer mal!
Damit will ich es aber bewenden lassen und aktualisiere den Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk:
Termine vom 15.12.2006 – 11.01.2007 im Bezirk Birk - Heide – Inger - 17.12.2006, 15.00 Uhr: Weihnachtsmarkt, Gaststätte Fielenbach, Gaststätte Fielenbach, Birk
- 17.12.2006, 17.00 Uhr: Weihnachtssingen, M.C. „Liederkranz“, Gaststätte Fielenbach, Birk
- 31.12.2006, 14.00 Uhr: Silvesterlauf, TuS Birk, Bürgerzentrum Birk
- 01.01.2007, 14.00 Uhr: Neujahrswanderung, Heimatverein Birk, Dorfplatz Birk
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, aber auch ganz persönlich, ein erholsames Wochenende, einen schönen Dritten Advent und eine erfolgreiche Woche. Und wie immer gilt mein allwöchentlicher Spruch: bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
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Liebe Ortsring-Freunde!
In diesem Jahr der Wetter-Rekorde (heißester Juli seit Beginn der Wetter-Aufschreibung, nassester August, wärmster September und wärmster Oktober) darf der November natürlich auch nicht unerwähnt bleiben, denn auch er war unnatürlich warm und entsprach meistens nicht dem negativen Bild, welches wir mit diesem Monat verbinden. Mit einer mittleren Temperatur von 8,8°C lag auch er weit über dem langjährigen Mittel, welches sich in den letzten 25 Jahren für Birk mit etwa 5,7 °C berechnet. An zwei Tagen (am 16. und25.) erreichte die Mittags-Temperatur 16 Grad und mehr, was für die zweite November-Hälfte überall in Deutschland Rekorde bedeutete. Am 25. wurden die 16,4 Grad erreicht, obwohl der ganze Tag bedeckt war; es war eine reine südwestliche Strömung, welche uns die Warmluft aus der Sahara brachte. Das erkennt man auch aus der Tatsache, dass schon morgens um 9 Uhr eine Temperatur von 15 Grad gemessen wurde! Zwei wolkenlose Tage und 15 Tage, an denen die Sonne lange Zeit geschienen hat, sind sicher auch ungewöhnliche November-Wetterereignisse. Und die erste Nachtfrost-Nacht lässt ebenfalls noch auf sich warten, denn wenn es auch auf großen und blanken Flächen am Allerseelen-Tag Raureif gab und Autofahrer morgens kratzen mussten, lag die niedrigste Nacht-Temperatur in dieser Nacht bei 0,2°C! Nun ist das nichts Ungewöhnliches, denn schon öfter gab es Jahre, in denen der erste Frost sich erst spät im November oder sogar erst im Dezember einstellte; so kam der erste Nachtfrost im Winter 2000/01 erst kurz vor Weihnachten, nämlich am 17. Dezember!
Noch ein paar Worte zum Regen, der doch normalerweise als charakteristisch für den November angesehen wird: wenn auch die Monatsmitte trotz angenehmer Temperaturen in Ihrer Erinnerung als nass „verzeichnet“ sein wird, so lag der Niederschlag mit 120 Litern pro Quadratmeter (oder 120 mm) unter dem Birker Mittelwert von etwa 140 Millimetern, weil die erste und letzte Woche des Monats trocken blieben. Nach diesem gründlichen Ausflug in die Meteorologie will ich in dieser Woche keine Auszüge aus den Bauern-Regeln mehr bringen, sondern nur noch auf einen unserer traditionellsten Termine im Kalender hinweisen: morgen ist „Nikolausmarkt in Algert“. Dieser kleine aber feine Markt findet auf dem Hof Weiler und in den umliegenden Straßen Algerts statt. Neben zahlreichen lokalen Betrieben, die traditionelle Waren feilbieten, hat sich natürlich auch der Nikolaus angesagt. Hoffen wir also, dass es trocken ist und Sie mit Ihren Kindern (und diesmal auch der Schwiegermutter, die um diese Jahreszeit keine Angst vor den Algertern zu haben braucht!) eine schöne Wanderung nach Algert machen können (meine Empfehlung heißt wirklich „wandern“, denn die Zufahrtsstraßen sind wegen der Beliebtheit des Marktes immer schon bald zugeparkt).
Damit will ich es aber bewenden lassen und aktualisiere den Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk, der jetzt schon ins Neue Jahr reicht:
Termine vom 08.12.2006 – 04.01.2007 im Bezirk Birk - Heide – Inger - 09.12.2006, 15.00 Uhr: Nikolausmarkt, Algerter Hof Weiler und Umgebung, Dorfgemeinschaft Algert
- 17.12.2006, 15.00 Uhr: Weihnachtsmarkt, Gaststätte Fielenbach, Gaststätte Fielenbach, Birk
- 17.12.2006, 17.00 Uhr: Weihnachtssingen, M.C. „Liederkranz“, Gaststätte Fielenbach, Birk
- 31.12.2006, 14.00 Uhr: Silvesterlauf, TuS Birk, Bürgerzentrum Birk
- 01.01.2007, 14.00 Uhr: Neujahrswanderung, Heimatverein Birk, Dorfplatz Birk
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, aber auch ganz persönlich, ein erholsames Wochenende, einen schönen Zweiten Advent und eine erfolgreiche Woche. Und wie immer gilt mein allwöchentlicher Spruch: bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
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Liebe Ortsring-Freunde!
Zunächst muss ich auf eine Terminänderung hinweisen, welche mir vom M.C. „Liederkranz“ mitgeteilt wurde: das Weihnachtssingen, welches der Chor seit vielen Jahren gemeinsam mit dem Blasorchester Lohmar durchführt, findet am dritten Advent, also am 17. Dezember statt, und nicht am 10., wie im Jahresterminkalender sowie in meinen bisherigen Vier-Wochen-Auszügen angekündigt. Natürlich gilt das auch für den kleinen Weihnachtsmarkt, den die Gaststätte Fielenbach in ihrem Biergarten organisiert, wo seit einigen Jahren das Weihnachtssingen stattfindet. In der kommenden Woche werde ich Ihnen das Novemberwetter und das Herbstwetter analysieren. Aber schon jetzt kann man davon ausgehen, dass nach den beiden Rekordmonaten September und Oktober auch der November und damit der gesamte Herbst übermäßig mild ausfallen. Aber trotz milder Witterung geht vielen unter uns das trübe Herbstwetter gehörig auf den Geist, vor allem die Tatsache, dass die meisten morgens im Dunkeln aus dem Haus gehen müssen und abends erst bei Dunkelheit wiederkommen. Für alle diese Winterhasser gibt es aber einen Trost: heute in drei Wochen, also am 22.12., werden die Tage wieder länger! Es werden dies’ am ersten Tag natürlich nur unmerkliche sechs Sekunden sein, am Heiligen Abend sind es dann 19 Sekunden und am Ersten Weihnachtstag etwas mehr als eine halbe Minute. Aber schon eine Woche später sind es fast drei, am Neujahrstag etwa fünfeinhalb Minuten! Also: Kopf hoch!
Heute (1. Dezember) ist allerdings erst der meteorologische Winteranfang. Und vom heutigen Tag, dem Namenstag von Eligius, machten unsere Vorfahren eine Vorhersage, die den vorgenannten Winterhassern überhaupt nicht behagen dürfte, sagten sie doch: „Fällt auf Eligius ein kalter Wintertag, die Kälte wohl vier Monde dauern mag.“ Und so unglaublich das klingt, lässt sich diese Regel wissenschaftlich bestätigen, wobei allerdings nicht vier Monate, sondern vier Wochen gemeint sind: ist es am Monatsanfang deutlich zu kalt, so hält sich diese Kälte häufig bis Weihnachten! Eligius war, nachdem er zuvor Goldschmied gelernt hatte, Mitte des 7. Jahrhunderts Bischof in der nordfranzösischen Stadt Noyon, von wo er sich um die Missionsarbeit in Flandern verdient machte. Natürlich tat er nebenbei auch massenhaft Wunder, von denen das Folgende das Bekannteste ist: er schnitt einem störrischen Pferd, das er beschlagen musste, das Bein ab, befestigte das Hufeisen auf dem Amboss und setzte das Bein wieder an (er war wohl zu bequem, sich zu bücken?). Natürlich hatte dies’ zur Folge, dass er der Schutzheilige und Patron der Hufschmiede und Schlosser, der Wagner, Kutscher, Kutschenbauer und Sattler, der Pferdehändler und Tierärzte, aber auch der Metallarbeiter, Bergleute, Büchsenmacher, Münzmeister, Uhrmacher, Lampenmacher, Korbmacher und Graveure geworden ist. Und logischerweise wird er angerufen gegen Pferdekrankheiten!
Damit will ich es aber bewenden lassen und aktualisiere den Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk:
Termine vom 01.12.2006 – 31.12.2006 im Bezirk Birk - Heide – Inger - 26.11.2006, 10.00 Uhr: Adventsbasar, kath. Frauen KFD, Bürgerzentrum
- 02,12.2006, 19.00 Uhr: Konzert, Singgemeinschaft Birk, kath. Pfarrkirche
- 09.12.2006, 15.00 Uhr: Nikolausmarkt, Algerter Hof Weiler und Umgebung, Dorfgemeinschaft Algert
- 17.12.2006, 15.00 Uhr: Weihnachtsmarkt, Gaststätte Fielenbach, Gaststätte Fielenbach, Birk
- 17.12.2006, 17.00 Uhr: Weihnachtssingen, M.C. „Liederkranz“, Gaststätte Fielenbach, Birk
- 31.12.2006, 14.00 Uhr: Silvesterlauf, TuS Birk, Bürgerzentrum Birk
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, aber auch ganz persönlich, ein erholsames Wochenende, einen schönen Ersten Advent und eine erfolgreiche Woche. Und wie immer gilt mein allwöchentlicher Spruch: bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
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Liebe Ortsring-Freunde!
Während ich Ihnen diesen Beitrag schreibe, schaue ich aus dem Fenster und sehe einen trüben, nieseligen ganz typischen Novembertag bei milden 10 Grad. Und es ist Elisabeth-Tag (19.11.), und dazu hatte ich Ihnen in der vergangenen Woche geschrieben: „Sankt Elisabeth sagt an, was der Winter für ein Mann“ oder "Es kündet St. Elisabeth, was für ein Winter vor uns steht." Sollte diese Wetter-Regel zutreffen, erwartet uns ein milder, trüber, regnerischer Winter, wie er ja eigentlich auch typisch für unsere Gegend ist. Na, „schau’n wer mal!“
Vorhersagen für den Winter versuchte man auch, am morgigen (25.11.) Katharinentag zu machen. „Schafft Katharina vor Frost sich Schutz, so wartet man lange draußen im Schmutz“ und „Ist um Kathrein das Wetter matt, kommt im Frühjahr spät das grüne Blatt“. Sehr häufig liest man den Spruch „Um die Zeit von Kathrein wintert’s gern ein“ sowie „Wie der Tag ist zu Kathrein, so wird der nächste Winter sein“ oder „Wie der Tag zu Kathrein, wird der nächste Februar sein“. Diese (letztere) Regel soll gemäß meiner Quelle wissenschaftlich belegbar sein: ist es um den 25.11. zu trocken, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit (über 80%) auch der Februar zu trocken werden. Entsprechend wird bei zu viel Feuchtigkeit um diese Zeit auch der Februar zu regnerisch.
Der Gedenktag der heiligen Katharina war einer der wichtigen Lostage im Jahr. Katharina lebte um 300 in Ägypten, wo sie, nachdem sie den christlichen Glauben angenommen hatte, unglaublichen Foltern und Qualen ausgesetzt wurde. Sie wird daher als Märtyrerin verehrt und gehört zu den „14 Nothelfern“. Ähnlich, wie ich Ihnen einmal Ende September vom Michaelstag beschrieben habe, wurde in anderen Gegenden Deutschlands der Katharinentag als Abschluss des bäuerlichen Jahres begangen, d.h., die Bediensteten wurden entlohnt und wechselten auch gegebenenfalls die Stelle. Es endete die Zeit des Viehs auf der freien Weide und es begann die Schafschur. Man feierte ein großes Fest, und am Abend gab es den sogenannten „Kathreinstanz“; im Volksmund hieß es dazu „Kathrein stellt den Tanz ein“, denn die bald danach beginnende Adventszeit, früher eine Fastenzeit, gestattete solche Vergnügen nicht mehr. Katharina ist eine vielbeschäftigte Heilige, denn sie ist Patronin der Mädchen, Jungfrauen und Ehefrauen, der Hochschulen und Bibliotheken, der Philosophen, Theologen und Gelehrten, Lehrer und Studenten, der Wagner, Müller, Töpfer, Gerber, Spinner, Tuchhändler, Seiler, Schiffer, Buchdrucker und Schuhmacher, der Frisöre und Näherinnen (Sie haben sicher schon einmal in Modeberichten gelesen, dass die Schneiderinnen in Pariser Modehäusern "Cathérinettes" heißen, also nach Katherina benannt sind) und aller Berufe, die mit Rädern zu tun haben (sie war aufs Rad gespannt worden, aber das Rad zerbrach); man ruft sie an bei Migräne sowie für die Auffindung Ertrunkener.
Noch einmal zum Winterwetter ein Spruch für Sonntag (26.11.), den Namenstag von Konrad: „Noch niemals stand ein Mühlenrad an Konrad, weil er Wasser hat“; trotzdem wird für die Zeit um Konrad (und Katharina (Käthe)) der Winteranfang vorausgesagt mit dem Spruch „Konrad und Käthe bringen Winterwetter“. Für Heiligen-Fans: Konrad war im 10. Jahrhundert Bischof in Konstanz.
Damit will ich es aber bewenden lassen und aktualisiere den Vier-Wo-chen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk:
Termine vom 24.11.2006 – 21.12.2006 im Bezirk Birk - Heide – Inger - 26.11.2006, 10.00 Uhr: Adventsbasar, kath. Frauen KFD, Bürgerzentrum
- 02,12.2006, 19.00 Uhr: Konzert, Singgemeinschaft Birk, kath. Pfarrkirche
- 09.12.2006, 15.00 Uhr: Nikolausmarkt, Algerter Hof Weiler und Umgebung, Dorfgemeinschaft Algert
- 17.12.2006, 15.00 Uhr: Weihnachtsmarkt, Gaststätte Fielenbach, Gaststätte Fielenbach, Birk
- 17.12.2006, 17.00 Uhr: Weihnachtssingen, M.C. „Liederkranz“, Gaststätte Fielenbach, Birk
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, aber auch ganz persönlich, ein erholsames Wochenende und eine erfolgreiche Woche. Und wie immer gilt mein allwöchentlicher Spruch: bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
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Liebe Ortsring-Freunde!
Ich bin Ihnen noch einen Wetter-Bericht schuldig: in diesem Jahr der Wetter-Rekorde (heißester Juli, schlechtester August, milder und feuchter September) wird in der Presse auch dem Oktober Rekordverdächtigkeit nachgesagt, und unsere Frage an dieser Stelle lautet daher: war auch der Birker Oktober übermäßig mild und trocken? Um es kurz zu machen: in beiden Richtungen kann diese Frage eindeutig mit „Ja“ beantwortet werden. Was die Niederschläge angeht, lag der Oktober (wie auch schon der September) weit unter dem langjährigen Birker Mittelwert, in beiden Monaten etwa bei einem Drittel! Während im Oktober in den letzten 25 Jahren im Mittel etwa 140 Liter auf den Quadratmeter (oder 140 Millimeter) fielen, waren es in diesem Jahr gerade einmal 48 Liter. Nur im Jahr 1985, also vor mehr als 20 Jahren, habe ich mit etwa 20 Litern einmal wesentlich weniger gemessen, und in den Jahren 1979 und 1983 etwa die gleiche Menge, wie in diesem Oktober. Und das ging tatsächlich auch einher mit einer erheblich über dem langjährigen Durchschnitt liegenden Temperatur: wie auch schon im September lag die mittlere Oktober-Temperatur dieses Jahres um etwa 4 Grad über den in den letzten 25 Jahren in Birk gemessenen Oktober-Temperaturen. Dieser Oktober wird in der Statistik mit 14,7 Grad einem durchschnittlichen September gleichen, während der typische Birker Oktober es nur auf 10,9°C bringen würde. Während allerdings an vielen Orten dieser Oktober der wärmste seit Beginn der Wetter-Aufschreibung gewesen ist, wurde der Birker Oktober 2006 in einem Jahr noch übertroffen, nämlich der Oktober des Jahres 2001 war tatsächlich noch 0,2°C wärmer, als der diesjährige. Allerdings war das mit Abstand der einzige während der 25 Jahre der Birker Wetterdaten.
Da viele von Ihnen immer wieder nach „de Hillije“ fragen, möchte ich heute wenigstens kurz einen unserer wichtigsten Namenstage mit dem Wetter in Verbindung bringen: am Sonntag (19.11.) ist Elisabeth, der Gedenktag der heiligen Elisabeth von Thüringen, welche bereits im Alter von 24 Jahren in Marburg starb (Anfang des 13. Jh.), nachdem sie die für eine Heiligsprechung erforderlichen Wunder, vor allem gute Taten zur Linderung der Not der Armen, erledigt hatte. Wegen dieser Wohltätigkeit war es am Elisabethtag bis vor nicht allzu langer Zeit Brauch, etwas von allen Vorräten in Haus und Keller für die Armen zum Weihnachtsfest aufzuheben. Elisabeth ist Patronin von Thüringen und Hessen sowie des Deutschen Ordens (ihr zweiter Ehemann Ludwig IV. war Kreuzritter), außerdem Patronin der Witwen und Waisen, der Bettler, Kranken, der unschuldig Verfolgten und aller Notleidenden; außerdem Schutzherrin der Bäcker sowie der Spitzenklöpplerinnen. Und die Wetterregel zu ihrem Tag betraf wieder einmal die Aussicht auf den Winter: „Sankt Elisabeth sagt an, was der Winter für ein Mann“ oder "Es kündet St. Elisabeth was für ein Winter vor uns steht."
Damit will ich es aber bewenden lassen und aktualisiere den Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk:
Termine vom 17.11.2006 – 14.12.2006 im Bezirk Birk - Heide – Inger 18.11.2006, 20.11 Uhr: Prunksitzung, K.G. „Fidele Birker“, Bürgerzentrum 19.11.2006, 9.30 Uhr: Cäcilienfest, Pfarrchor Birk, kath. Pfarrkirche Birk 19.11.2006, 11.15 Uhr: Totengedenken, Heimatverein Birk, Mahnmal Auf der Löh, Birk 26.11.2006, 10.00 Uhr: Adventsbasar, kath. Frauen KFD, Bürgerzentrum Birk 02,12.2006, 19.00 Uhr: Konzert, Singgemeinschaft Birk, kath. Pfarrkirche Birk 09.12.2006, 15.00 Uhr: Nikolausmarkt, Algerter Hof Weiler und Umgebung, Dorfgemeinschaft Algert 10.12.2006, 15.00 Uhr: Weihnachtsmarkt, Gaststätte Fielenbach, Gaststätte Fielenbach, Birk 10.12.2006, 17.00 Uhr: Weihnachtssingen, M.C. „Liederkranz“, Gaststätte Fielenbach, Birk
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, aber auch ganz persönlich, ein erholsames Wochenende und eine erfolgreiche Woche. Und wie immer gilt mein allwöchentlicher Spruch: bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
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Liebe Ortsring-Freunde!
Nachdem der heilige Martin bereits in der vergangenen Woche durch Heide geritten ist, wird er morgen, an seinem Namenstag, von Schule bzw. der kath. Kirche aus auch durch Birk reiten, gefolgt von den Kindern der Grundschule und vielen Bürgern. Und wie immer wird dabei sicher auch zunächst das „Martins-Spiel“ aufgeführt werden. Und Martin wird dann sicher wieder dem armen Bettler seinen halben Mantel vermachen und „...... ritt in Eil’ hinfort mit seinem Mantelteil!“ Aber sicher fragt sich dann der Eine oder Andere unter Ihnen: warum eigentlich hat Martin „mit dem Schwert den Mantel geteilt“ und damit das gute Stück verdorben? Weder er noch der Bettler hatten anschließend einen herzeigbaren Mantel, er hätte dem armen Kerl doch den Mantel schenken können! Nein, das war nicht möglich, denn die Söldner des römischen Heeres mussten ihre komplette Ausrüstung (also einschl. Pferd, Kleidung und Waffen) zur Hälfte selbst bezahlen, nur der andere Teil wurde ihnen von ihrer Legion finanziert. Daher konnte Martin auch nur den ihm gehörenden Teil seines Mantels wegschenken, der andere gehörte seiner Legion!
Und eine andere sehr nahrhafte Tradition zu Martin ist das „Gänse-Essen“. Lassen Sie mich noch einmal auf dessen Herkunft eingehen: Martin wurde Anfang des 4. Jahrh. in Ungarn geboren und war anschließend römischer Reitersoldat in Gallien, wo sich dann, am Stadttor von Amiens auch die oben angeführte Story mit dem Mantel ereignete. Er schied bald danach aus dem Dienst aus, wurde getauft, tat Wunder, missionierte Heiden, lebte als Einsiedler usw., wie es sich für eine Karriere als Heiliger gehört. Das alles befähigte ihn zunächst auch dazu, zum Bischof von Tours (in Zentral-Frankreich) gewählt zu werden. Die Legende berichtet, er habe sich aus Bescheidenheit in einem Gänsestall versteckt, um der Wahl zu entgehen, doch hätten ihn die Gänse durch ihr Schnattern verraten. Daher werden die Gänse zur Strafe am Namenstag des Heiligen als Festschmaus verzehrt. Eine andere Legende berichtet, dass während einer Messe, welche Bischof Martin in der Kathedrale von Tours zelebrierte, eine große Gänseschar laut schnatternd in das Gotteshaus watschelte, was dann ebenfalls mit der Todesstrafe für die Störenfriede geahndet wurde. Aber auch einen völlig anderen Ursprung des Gänse-Essens berichten die alten Hausbücher, was sicher wesentlich glaubhafter klingt: am Martinstag begann das neue Wirtschaftsjahr des Bauern, an das Gesinde wurden die Löhne bezahlt, Pachtverträge wurden geschlossen, Steuern abgeführt, Knechte und Mägde konnten den Dienstherrn wechseln. Und es wurde das Vieh geschlachtet, das aus Kostengründen nicht den ganzen Winter hindurch gefüttert werden konnte. Dazu gehörten die Gänse; so ergab sich der Brauch, am Martinstag, vor dem großen Fasten im Advent, Gänsebraten zu essen. Woher der Brauch auch immer stammt: ich wünsche Ihnen schon jetzt einen guten Appetit! Und wenn Sie dann beim Gänse-Essen sitzen, können Sie auch gleich das Wetter des nahenden Winters vorhersagen, denn auch dazu hatten unsere Altvorderen beim Schlemmen eine Idee gehabt: "Ist die Martinsgans am Brustbein braun, wird man mehr Schnee als Kälte schau’n. Ist sie aber weiß, kommt weniger Schnee und Eis." Und noch ein paar Wetter-Regeln, welche zumindest etwas logischer klingen: "Wenn's Laub nicht vor Martini fällt, kommt 'ne große Winterkält" bzw. umgekehrt "Ist um Martini der Baum schon kahl, macht der Winter keine Qual." Und zum Schluss noch „Ist Martini klar mit Sonnenschein, bricht bald ein kalter Winter herein“ oder „Hat Martini weißen Bart, wird der Winter lang und hart“.
Damit will ich es aber bewenden lassen und aktualisiere den Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk:
Termine vom 10.11.2006 – 07.12.2006 im Bezirk Birk - Heide – Inger - 11.11.2006, 17.00 Uhr: Martinszug Birk, Schulpflegschaft GS Birk, Grundschule/kath. Kirche Birk
- 15.11.2006, 20.00 Uhr: 1. Sitzung Karnevals-Ausschuss, Ortsring Birk, Gaststätte Fielenbach, Birk
- 18.11.2006, 20.11 Uhr: Prunksitzung, K.G. „Fidele Birker“, Bürgerzentrum
- 19.11.2006, 9.30 Uhr: Cäcilienfest, Pfarrchor Birk, kath. Pfarrkirche Birk
- 19.11.2006, 11.15 Uhr: Totengedenken, Heimatverein Birk, Mahnmal Auf der Löh, Birk
- 26.11.2006, 10.00 Uhr: Adventsbasar, kath. Frauen KFD, Bürgerzentrum Birk
- 02,12.2006, 19.00 Uhr: Konzert, Singgemeinschaft Birk, kath. Pfarrkirche Birk
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, aber auch ganz persönlich, ein erholsames Wochenende und eine erfolgreiche Woche. Und wie immer gilt mein allwöchentlicher Spruch: bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
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Liebe Ortsring-Freunde!
In der vergangenen Woche hatte ich Ihnen versprochen, einen Bericht zur Jahreshauptversammlung Ihres Ortsrings Birk nachzuliefern: wenn es auch, trotz intensivster Bemühungen des Vorsitzenden, aber auch anderer Vorstandsmitglieder, bisher nicht gelungen ist, für die gerade beginnende neue Karnevals-Session ein Prinzenpaar zu gewinnen, so konnte Horst Krybus in seinem Rechenschaftsbericht als Vorsitzender doch auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurückblicken. Karnevalszug und Zugausklang waren wieder einmal ein voller Erfolg und konnten ohne Zwischenfälle abgewickelt werden. Die Haussammlung für die Durchführung des Zugs hat nach dem „Einbruch“ des Vorjahrs wieder ein sehr erfreuliches Ergebnis gebracht, weshalb an dieser Stelle allen Spendern ein ganz herzliches „Danke schön“ ausgesprochen werden muss. Und auch der Terminkalender hat sich wieder einmal bewährt, so dass es zu keinen Terminüberschneidungen und damit zu Ärger zwischen beteiligten Vereine kam. Nachdem auch unser Kassenwart über eine beruhigende Kassenlage berichten konnte und ihm die Kassenprüfer eine ordnungsgemäße und exakte Kassenführung bescheinigten, konnte die Versammlung dem gesamten Vorstand Entlastung erteilen. Infolge der Tatsache, dass unser Geschäftsführer, Michael Schenkel, aus persönlichen Gründen allenfalls noch als Beisitzer kandidieren wollte, zwei Beisitzer nicht mehr zur Verfügung standen, war eine komplette Neuwahl des Vorstands erforderlich. Danach setzt sich dieser jetzt wie folgt zusammen: Vorsitzender Horst Krybus, Geschäftsführerin Monika Hengstenberg, Kassenführer Michael Speer, Schriftführer Michael Langen, Pressewart Dr. Manfred Böhmer, Beisitzer Doris Fielenbach, Peter Hennekeuser, Michael Schenkel und Klaus Terschlüsen. Als Kassenprüfer für das kommende Jahr wurden Roswitha Schenkel und Gerhard Deterding gewählt. Und auf eine der traditionellsten Veranstaltungen unseres Terminkalenders wollte ich noch hinweisen: am Wochenende findet die Ausstellung des Kaninchenzuchtvereins statt, der in diesem Jahr sein Jubiläum unter dem bezeichnenden Motto „40 Jahre Hobby mit Herz“ feiert. Alljährlich kommen die Kaninchenfreunde in dieser Ausstellung zusammen, präsentieren der Öffentlichkeit ihre Tiere und prämieren die erfolgreichsten Züchter. Wer erinnert sich nicht gern an diese Veranstaltungen, früher noch im alten Saal Fielenbach? Und in vielen Häusern hat durch ein glückliches Tombola-Los und den Gewinn eines Nachwuchs-Kaninchens eine eigene Zucht begonnen. Damit will ich es aber bewenden lassen und aktualisiere den Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk: Termine vom 03.11.2006 – 30.11.2006 im Bezirk Birk - Heide – Inger · 04.11.2006, 17.30 Uhr: Martinszug Heide, Heider Bürger + Heimatverein, Heidekapelle · 04.-05.11.2006, 11.00 Uhr: Kaninchenausstellung, Kaninchenzuchtverein, Bürgerzentrum Birk · 06.11.2006, 20.00 Uhr: Terminkalendersitzung, Ortsring Birk, Gaststätte Fischer, Birk · 11.11.2006, 17.00 Uhr: Martinszug Birk, Schulpflegschaft GS Birk, Grundschule/kath. Kirche Birk · 15.11.2006, 20.00 Uhr: 1. Sitzung Karnevals-Ausschuss, Ortsring Birk, Gaststätte Fielenbach, Birk · 18.11.2006, 20.11 Uhr: Prunksitzung, K.G. „Fidele Birker“, Bürgerzentrum · 19.11.2006, 9.30 Uhr: Cäcilienfest, Pfarrchor Birk, kath. Pfarrkirche Birk · 19.11.2006, 11.15 Uhr: Totengedenken, Heimatverein Birk, Mahnmal Auf der Löh, Birk · 26.11.2006, 10.00 Uhr: Adventsbasar, kath. Frauen KFD, Bürgerzentrum Birk Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, aber auch ganz persönlich, ein erholsames Wochenende und eine erfolgreiche Woche. Und wie immer gilt mein allwöchentlicher Spruch: bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
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Liebe Ortsring-Freunde!
Bitte vormerken: in der kommenden Woche wird unser Mitglied „Kaninchenzuchtverein Birk“ 40 Jahre alt und feiert diesen Geburtstag bei seiner alljährlichen Kaninchenausstellung. Ich werde in der kommenden Woche näher darauf eingehen. Und auch die Vorstellung unseres neuen Vorstands verspreche ich Ihnen für die nächste Ausgabe des Mitteilungsblatts!
Außerdem ist in der kommenden Woche Halloween, und da das Fest, wenn bei uns auch erst wenige Jahre alt, so schnell populär geworden ist (nicht zuletzt durch Blumengeschäfte und Baumärkte forciert), möchte ich Ihnen noch einmal meine Erläuterungen dazu aufschreiben, die ich vor einigen Jahren an dieser Stelle schon einmal veröffentlicht habe: natürlich kommt das Fest aus den USA zu uns, wo es am Abend des 31. Oktober bei Groß und Klein gefeiert wird. Von dort auch der Name Halloween = „All Hallows Eve“, d.h. der Vorabend von Allerheiligen. Der Ursprung des Fests geht jedoch auf vorchristliche Zeiten im keltischen Irland zurück, wo der 31. Oktober Jahreswechsel war (das keltische Neujahrsfest). Nach der Legende können sich an diesem Tag die Verstorbenen unter die Lebenden mischen, um für das kommende Jahr vom Körper eines Lebenden Besitz ergreifen zu können. Da diese das logischerweise nicht gern sahen, verkleideten sie sich möglichst furchterregend als Geister, Hexen, Zauberer, Skelette usw., um die „räuberischen“ Toten abzuschrecken. Diese Legenden und Bräuche wurden Mitte des 19. Jahrhunderts von den zahlreichen Iren, die vor den Hungersnöten ihrer Heimat flüchteten, mit in die Neue Welt gebracht, und gehören dort seitdem zu den großen Festtagen im Jahr. Wer um diese Zeit die USA bereist, sollte nicht versäumen, die Einfamilienhaus-Gegenden vor allem der Klein- und Mittelstädte zu besuchen, denn nahezu jedes Haus ist liebevoll mit lebensgroßen Figuren in den Vorgärten oder den Terrassen vor den Häusern dekoriert. In Mexiko geht der Brauch noch weiter, denn dort versammeln sich in besagter Nacht die Familien auf den Gräbern ihrer Verstorbenen und feiern ausgelassen (mit diesen). In jedem Fall werden die Gräber geschmückt, aber anders als bei uns: dort werden Speisen für die herumirrenden Verstorbenen aufgestellt und immer gehört dazu auch eine Flasche Tequila und eine Packung Zigaretten! Und in den großen Parks und Gärten werden Sie immer in Bäumen und Büschen lebensgroße Hexen, Gespenster und Skelette finden. Zurück in die USA: dort ziehen am Abend die Kinder meist grauslich kostümiert (s.o.) von Haus zu Haus und „erpressen“ Süßigkeiten mit dem Spruch: „Trick or Treat“, d.h. gib mir was, oder ich spiele Dir einen Streich. Der Geizhals findet dann seine Gartenmöbel im Baum oder auf dem Dach wieder oder das Gartentörchen liegt auf dem Rasen, im Swimmingpool usw.. Dieser Brauch geht jedoch wohl nicht auf die Iren bzw. Kelten zurück, sondern wahrscheinlich auf das „Seelen“, einen Brauch aus dem europäischen, christlichen Mittelalter, wo an Allerseelen die armen Christen von Dorf zu Dorf zogen und sog. „Seelenkuchen“ erbettelten. Der erleuchtete Kürbis jedoch ist wiederum irische Folklore: die Kürbislaternen heißen im Amerikanischen „Jack-o-lantern“, was eigentlich Irrlicht heißt, und auf einen Mann namens Jack zurückgeht, der den Teufel übel ausgetrickst hatte. Dafür musste er nach seinem Tode in ewiger Dunkelheit umherirren und erhielt nur ein winziges Fünkchen, das zum Schutz in einer hohlen Rübe eingeschlossen war. Nach der Übersiedlung der Iren und ihres Brauchs wurde aus der irischen Rübe der in den USA weit verbreitete Kürbis. Obwohl in letzter Zeit häufiger über Halloween geschrieben wird, habe ich Ihnen hoffentlich die eine oder andere Neuigkeit berichten können.
Und da wir im Halloween-Zusammenhang schon bei Allerheiligen waren, auch dazu noch einige Informationen: zunächst einmal zur Herkunft des Allerheiligen-Tags: in der westlichen Kirche (die östliche Kirche hatte schon um 400 einen Allerheiligen-Tag) weihte Bonifatius IV. am 13. Mai 609 das Pantheon in Rom - zuvor das Heiligtum der antiken Götterwelt - der Jungfrau Maria und allen Heiligen und ordnete eine jährliche Feier an, zunächst am Freitag nach Ostern. Papst Gregor III. weihte später eine Kapelle in der Basilika St. Peter allen Heiligen und legte den Feiertag auf den 1. November. Gregor IV. dehnte 839 den Gedächtnistag auf die ganze Kirche aus.
Und natürlich gibt es für einen solchen Tag auch zahlreiche Wetter-Regeln: „Ist Allerheiligen schön und rein, tritt noch der Altweibersommer ein“ und „Der Allerheiligen-Sommer dauert drei Stunden, drei Tage oder drei Wochen“, aber auch „Allerheiligen klar und helle, sitzt der Winter auf der Schwelle“ oder „Hat Allerheiligen Sonnenschein, wird Martini desto kälter sein“ bzw. umgekehrt "Bringt Allerheiligen einen Winter, so bringt Martini einen Sommer." Und zum Schluss noch eine November-Wetter-Regel gefällig? „Im November ist das Wetter manchmal nasskalt, manchmal netter!“
Und noch ein altes Brauchtum, auf welches Sie Ihre Töchter (sofern noch ledig) hinweisen sollten: ein Mädchen, das in der Nacht zum 1. November vor einem Spiegel einen Apfel schält, kann im Spiegelbild seinen späteren Gatten erkennen.
Damit will ich es aber bewenden lassen und aktualisiere den Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk:
Termine vom 27.10.2006 – 23.11.2006 im Bezirk Birk - Heide – Inger - 04.11.2006, 17.30 Uhr: Martinszug Heide, Heider Bürger + Heimatverein, Heidekapelle
- 04.-05.11.2006, 11.00 Uhr: Kaninchenausstellung, Kaninchenzuchtverein, Bürgerzentrum Birk
- 06.11.2006, 20.00 Uhr: Terminkalendersitzung, Ortsring Birk, Gaststätte Fischer, Birk
- 11.11.2006, 17.00 Uhr: Martinszug Birk, Schulpflegschaft GS Birk, Grundschule/kath. Kirche Birk
- 15.11.2006, 20.00 Uhr: 1. Sitzung Karnevals-Ausschuss, Ortsring Birk, Gaststätte Fielenbach, Birk
- 18.11.2006, 20.11 Uhr: Prunksitzung, K.G. „Fidele Birker“, Bürgerzentrum Birk
- 19.11.2006, 9.30 Uhr: Cäcilienfest, Pfarrchor Birk, kath. Pfarrkirche Birk
- 19.11.2006, 11.15 Uhr: Totengedenken, Heimatverein Birk, Mahnmal Auf der Löh, Birk
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, aber auch ganz persönlich, ein erholsames Wochenende und eine erfolgreiche Woche. Und wie immer gilt mein allwöchentlicher Spruch: bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
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Liebe Ortsring-Freunde!
Nun kommt langsam wieder die Zeit, wo die Hobby-Gärtner fragen, wann kommt der erste Nachtfrost, wann muss ich die Terrassen-Kübel und die empfindlichen Blumen in ihr Winterquartier schaffen? Und tatsächlich finden sich in meinen Wetteraufschreibungen auch für Birk einige Jahre, in welchen es schon im Oktober Nachtfröste gegeben hat, wobei der früheste Frost sich in 1992 schon am 13. Oktober einstellte. Umgekehrt hatten wir im Jahr 2000 die erste Frostnacht erst wenige Tage vor Weihnachten, so dass eine zuverlässige Vorhersage der ersten Nachtfröste aus der Statistik nicht möglich ist.
Natürlich war diese Frage auch für unsere Vorfahren von großer Bedeutung, hingen sie doch meist unmittelbar von der Landwirtschaft ab. Und so ist es klar, dass die Bauernregeln, die sich auf Namenstage in diesen Wochen beziehen, die ersten Fröste bzw. einen frühen Winter zum Inhalt haben. Ein wichtiger Tag im bäuerlichen Kalender des Rheinlands ist der morgige (21.10.) Ursulatag. An diesem Tag sollte in jedem Fall die Ernte beendet sein, denn man erwartete täglich den ersten Winter-Einbruch. Darauf weisen die Sprüche hin: "An Ursula muss das Kraut herein, sonst schneien Simon und Juda (28.10.) hinein" oder "St. Ursula will uns sagen, bald könnt' das Feld Schnee tragen." Und auch für Vorhersagen des gesamten Winters und des kommenden Jahrs wurde das Ursula-Wetter herangezogen: „Wie der Sankt-Ursula-Tag anfängt, soll der Winter beschaffen sein“ bzw. „Wie das Wetter an Ursula war, soll es sein im nächsten Jahr“. Über die Herkunft und interessante Geschichte des Ursula-Tags habe ich Ihnen im vergangenen Jahr berichtet und möchte aus Platzgründen daher nur auf unsere Homepage verweisen, wo Sie die Geschichte unter dem Datum „21.10.2005“ noch bis zum Monatsende finden können.
Am Montag (23.10.) ist ein anderer bedeutender Kölner Namenstag, der Severins-Tag. Und auch an diesem Tag wird an den beginnenden Winter erinnert: „Wenn’s Sankt Severin gefällt, bringt er mit die erste Kält’.“ Severin war ein früher Bischof von Köln (um das Jahr 400). Seine Gebeine liegen unter der Severinskirche; Reliquien wurden in einem goldenen Schrein aufbewahrt, der jedoch in der französischen Revolution zerstört wurde. Er ist Schutzheiliger für Regen, bzw. wird gegen Trockenheit angerufen und ist ein Patron von Köln sowie der Weber.
Und zum Namenstag von Krispin am kommenden Mittwoch (25.10.) sagten die alten Hausbücher recht drastisch: „Am Tage von Krispin sind die letzten Fliegen hin“. Auch die gruselige Geschichte zu diesem Tag können Sie auf der oben angesprochenen Seite lesen.
Damit will ich es aber bewenden lassen und aktualisiere den Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk:
Termine vom 20.10.2006 – 16.11.2006 im Bezirk Birk - Heide – Inger - 21.10.2006, 20.00 Uhr: Ü-30-Party, Feuerwehr Birk, Bürgerzentrum Birk
- 04.11.2006, 17.30 Uhr: Martinszug Heide, Heider Bürger + Heimatverein, Heidekapelle
- 04.-05.11.2006, 11.00 Uhr: Kaninchenausstellung, Kaninchenzuchtverein, Bürgerzentrum Birk
- 06.11.2006, 20.00 Uhr: Terminkalendersitzung, Ortsring Birk, Gaststätte Fischer, Birk
- 11.11.2006, 17.00 Uhr: Martinszug Birk, Schulpflegschaft GS Birk, Grundschule/kath. Kirche Birk
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, aber auch ganz persönlich, ein erholsames Wochenende und eine erfolgreiche Woche. Und wie immer gilt mein allwöchentlicher Spruch: bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
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Liebe Ortsring-Freunde!
Alljährlich, wenn die Jahreshauptversammlung der Mitglieder des Ortsrings Birk ansteht, schreibe ich Ihnen an dieser Stelle einen Beitrag mit einer Einladung zu dieser Veranstaltung. Lassen Sie mich in diesem Jahr jedoch konkreter werden: jetzt, wo sich langsam abzeichnet, dass wir in diesem Jahr in Birk möglicherweise kein Prinzenpaar haben werden, wird an Vorstandstischen unserer Mitgliedsvereine, aber vor allem auch an den Theken unseres Bezirks viel über dieses Thema gesprochen, wobei Konstruktives, aber auch viel Nonsens diskutiert wird. Natürlich ist das ein Thema, welches uns alle interessiert oder interessieren sollte, ist doch der Karneval mit seinen zahlreichen Veranstaltungen ein wesentlicher Bestandteil unseres Jahres-Terminkalenders. Lassen Sie mich aber daher umso intensiver meinen alljährlichen Vorschlag wiederholen: kommen Sie zur Diskussion dieser Frage, zur Unterbreitung Ihrer Vorschläge sowie zur Äußerung Ihrer Kritikpunkte (vielleicht aber auch zur Anbringung des einen oder anderen Lobs?) zu unserer Mitgliederversammlung am kommenden Mittwoch, 18.10., um 20 Uhr in die Gaststätte Fielenbach. Ich bin sicher, unser Vorsitzender Horst Krybus wird Sie gern willkommen heißen!
Heute ist „Freitag, der Dreizehnte“ (bringen Sie diese Tatsache jedoch bitte nicht mit dem zuvor genannten Thema in Zusammenhang!). Die Herkunft dieses Tages hatte ich Ihnen zwar schon einmal beschrieben, möchte Sie in diesem Jahr jedoch noch einmal wiederholen: angeblich ist dieser Tag ein Unglückstag. Aber warum eigentlich? Die Idee, dass Freitag, der 13., ein Tag ist, der Pech bringt, ist ziemlich neu. Dieser Aberglaube entstand nämlich erst im 20. Jahrhundert. Aber die Zahl 13 und der Wochentag Freitag symbolisieren schon lange etwas Besonderes.
Die Zahl 13 ist gefürchtet, weil sie größer ist als die Zahl 12, sie wird in der Zahlensymbolik auch „eine übersteigerte Zwölf“ genannt. Und die 12 steht für kosmische, jahreszeitliche und religiöse Ordnung: es gab die 12 Apostel, das Jahr hat 12 Monate, es gibt 12 Sternzeichen und 12 Tag- bzw. Nachtstunden. Die 13 bringt die Ordnung der Zahl 12 durcheinander, der Volksglaube sagt, der Satan habe bei ihr die Hand im Spiel, man bezeichnet sie daher in einigen Landstrichen auch als „Dutzend des Teufels“. Und beim letzten Abendmahl wurde Jesus von der 13. Person verraten: Judas. Es gibt Hotels oder Krankenhäuser, die keine Zimmer mit der Nummer 13 haben und Flugzeuge, die keine 13. Sitzreihe haben. Kirchturmuhren schlagen (logischerweise) maximal zwölfmal; so stammt das Sprichwort „Jetzt schlägt’s 13!“ von dieser Aussage, denn 13 Schläge bedeuten etwas Außergewöhnliches, etwas Ärgerliches usw..
Und was hat es mit dem Freitag auf sich? Dieser Wochentag wird besonders in der christlichen Kultur mit Unglück in Verbindung gebracht: Angeblich wurde Christus an einem Freitag (Karfreitag) gekreuzigt. Ein Jahr, welches mit einem Freitag beginnt, wurde früher ebenso als Unglücksjahr bezeichnet, wie ein mit einem Freitag beginnender Monat als Unglücksmonat gefürchtet war. An einem Freitag sollte man keine neue Wohnung beziehen und kein neues Geschäft beginnen. Man durfte nicht verreisen, nicht die Stelle wechseln, keine Wäsche waschen, schon gar nicht in einem Bach, da man dann eine Überschwemmung befürchtete. Eine am Freitag geschlossenen Ehe wird unglücklich und bleibt kinderlos. Freitagskinder haben im Leben viel zu leiden. An einem Freitag darf man sich nicht kämmen, sonst vermehrt sich das Ungeziefer, nichts verleihen, kein Obst pflücken, sonst trägt der Baum im nächsten Jahr nicht mehr. Von Hexen darf man nicht reden, denn sie hören es und rächen sich. An einem Freitag muss man zum ersten Mal einspannen und mit der Ernte beginnen. Wer sich am Freitag bei zunehmendem Mond die Haare schneiden lässt, dem wachsen sie gut, ebenso die Nägel. Freitagskinder, am Sonntag getauft, sind gut bestrahlt wie Sonntagskinder. Wie am Freitag das Wetter ist, besonders zur Mittagszeit um zwölf Uhr, so wird es auch am Sonntag sein.
Die Kombination von Freitag mit der Zahl 13 wird dann letztendlich erst dem (deutschen) Börsenkrach von 1927 zugeschrieben, da dieser mit dem berühmten „schwarzen Freitag“ (13. Mai 1927) begann. In Börsenkreisen hat es allerdings auch vorher schon „Schwarze Freitage“ gegeben, man bezeichnete damit allgemein Freitage mit einem extrem schlechten Börsenergebnis. Am 24. September 1869 bewirkten Goldspekulationen an der Wallstreet vermutlich den ersten schwarzen Freitag. Ein anderes häufig zitiertes Beispiel ist das Platzen der Spekulationsblase der deutschen Gründerzeit am 9. Mai 1873.
Und zum Schluss noch eine Bauern-Regel zu Freitag, dem Dreizehnten: „Am Dreizehnten, wenn Freitag ist, der Bauer sich ins Bett verpisst!“ Damit will ich es aber bewenden lassen und aktualisiere den Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk:
Termine vom 13.10.2006 – 09.11.2006 im Bezirk Birk - Heide – Inger
- 18.10.2006, 20.00 Uhr: Ortsring-Mitgliederversammlung, Ortsring Birk, Gaststätte Fielenbach, Birk
- 21.10.2006, 20.00 Uhr: Ü-30-Party, Feuerwehr Birk, Bürgerzentrum Birk
- 04.11.2006, 17.30 Uhr: Martinszug Heide, Heider Bürger + Heimatverein, Heidekapelle
- 04.-05.11.2006, 11.00 Uhr: Kaninchenausstellung, Kaninchenzuchtverein, Bürgerzentrum Birk
- 06.11.2006, 20.00 Uhr: Terminkalendersitzung, Ortsring Birk, Gaststätte Fischer, Birk
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, aber auch ganz persönlich, ein erholsames Wochenende und eine erfolgreiche Woche. Und wie immer gilt mein allwöchentlicher Spruch: bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
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Liebe Ortsring-Freunde!
Seit vier Wochen haben Sie an dieser Stelle wegen meines Urlaubs nichts mehr vom Ortsring gehört, aber in den letzten beiden Artikeln hatte ich Ihnen für die ersten Septembertage Wetter-Regeln aufgeschrieben, die sich bisher so gut wie selten bewahrheitet haben. Denn der September hat uns nach dem enttäuschenden August doch etwas verwöhnt und lässt jetzt auch noch auf einen „Goldenen Oktober“ hoffen. An nur zwei Tagen des Monats wurde die 20-Grad-Marke nicht erreicht (und auch an diesen beiden Tagen fehlten nur wenige Zehntelgrad), und Niederschläge gab es nur an sechs Tagen, wovon drei Tage nur wegen der statistischen Korrektheit mitgezählt wurden.
Allerdings hat unsere Hoffnung auf einen schönen „Goldenen Oktober“ (oder den „Indian Summer“, wie er in den USA genannt wird) mit den herrlichen Laubverfärbungen auch seine Nachteile: im Bauernkalender war das ein Zeichen für einen frühen, harten Winter, denn „Sind im Oktober die Blätter schon braun, hockt der Winter auf dem Zaun“; oder umgekehrt „Hält der Baum die Blätter lang, macht ein später Winter bang“. Allgemein galt, dass ein warmer Oktober einen strengen Winter zur Folge hat: „Ist Oktober warm und fein, kommt ein scharfer Winter hinterdrein“ oder „Oktoberwetter warm und hell, bringt kalten Wind und Winter hell“. Und das Schlimme daran ist: diese alten Wetter-Regeln sind statistisch wieder gut belegt!
Und am Montag (09.10.) sollte es möglichst nicht regnen, denn für diesen Tag, den Gedenktag für Dionys; galt der Wetter-Spruch: „Regnet’s an Sankt Dionys, wird der Winter nass - gewiss“ oder sogar „......, viel Regen und Schnee im Winter gewiss“. Zu Dionysius: dieser wurde vom römischen Bischof als Missionar nach Gallien geschickt und war vermutlich der erste Bischof von Paris, dem damals römischen Lutetia, wie Sie aus „Asterix“ noch wissen müssten. Um 250 hat er begonnen, zu predigen. Daraufhin ordnete der zuständige römische Gouverneur seine Verhaftung an und ließ ihn enthaupten. Dionysius soll danach aufgestanden und mit seinem Kopf in den Händen ein Stück weit gelaufen sein, um seinen Kopf vom Richtplatz Montmartre zu dem Ort zu tragen, wo er begraben sein wollte. An jener Stelle, wo Dionysius sich niedergelegt haben soll, errichtete der fränkische König Dagobert I. 626 die nach Dionysius benannte Abtei mit der Kathedrale Saint-Denis, die dann auch den französischen Königen als Grab diente. Dionysius wurde auch deren Patron. Er ist weiterhin Schutzheiliger der Schützen und hilft gegen Kopfschmerzen (logisch, muss bei ihm selbst schließlich schon funktioniert haben!) und bei Hundebissen.
Und zum Schluss noch eine positive Aussage für kommenden Mittwoch, den 11.10., vor allem für die Freunde eines lieblichen Weins: „St. Bruno Sonnenschein, schüttet Zucker in den Wein." Bruno (geb. 925), genannt „der Große“, war der jüngste Sohn von Kaiser Heinrich !. und Bruder von Otto I.. Als Brun I. von Köln war er Erzbischof sowie Erzkanzler des Deutschen Reichs. Er gründete die Kölner Benediktinerabtei St. Pantaleon und die Stifte Groß-St. Martin und St.Andreas. Im Gegensatz zu allen sonst immer zitierten Heiligen starb er ’mal nicht als Märtyrer, sondern ganz normal 40-jährig auf einer Dienstreise in Frankreich. Er ist in Köln in St. Pantaleon beerdigt. Der Tag gilt als Schwendtag, an welchem kein Wein gekostet, gekauft oder verkauft werden darf. Ein Fass, mit dessen Reinigung man am Vortag begonnen hat, sollte besser am folgenden Tag zu Ende geputzt werden.
Damit will ich es aber bewenden lassen und aktualisiere den Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk:
Termine vom 06.10.2006 – 02.11.2006 im Bezirk Birk - Heide – Inger - 06.-08.10.2006: Ökumenische Kinder-Bibeltage, ev. Kirchengemeinde, ev. Kirche Birk
- 08.10.2006, 14.00 Uhr: Kindersachen-Basar, Förderverein „Regenbogenhaus“, ev. Kindergarten Birk
- 18.10.2006, 20.00 Uhr: Ortsring-Mitgliederversammlung, Ortsring Birk, Gaststätte Fielenbach, Birk
- 21.10.2006, 20.00 Uhr: Ü-30-Party, Feuerwehr Birk, Bürgerzentrum Birk
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, aber auch ganz persönlich, ein erholsames Wochenende und eine erfolgreiche Woche. Und wie immer gilt mein allwöchentlicher Spruch: bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
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Liebe Ortsring-Freunde!
Als ich in der vergangenen Woche nach dem Bericht über das miserable August-Wetter ein paar Wetter-Regeln zum Septemberbeginn aufschrieb, welche nach einem milden und sonnigen Monatsanfang einen schönen Herbst voraussagen, war ich zwar reichlich skeptisch; aber es hat sich nun ja doch ein kleines Hochdruckgebiet eingestellt. Und da die genannten Wetter-Regeln von der statistischen Meteorologie bestätigt werden, können wir jetzt vielleicht wirklich noch einen schönen Altweiber-sommer und einen Goldenen Oktober erhoffen!
Auch zum heutigen (8. September) Festtag der Kirche „Mariä Geburt“ machten unsere ländlichen Vorfahren eine Reihe von Vorhersagen übers Wetter, die ich Ihnen im Folgenden aufschreiben möchte: natürlich heißt es zunächst einmal wieder „Wie sich das Wetter an Mariä Geburt verhält, ist’s noch weitere 4 Wochen bestellt“. Einen Hinweis auf den nahenden Winter gab es mit dem Spruch „Mariä Geburt jagt die Schwalben fort“. Die Schwalben, die an Mariä Verkündigung (25.03.) aus dem Süden gekommen waren, sollen an Mariä Geburt wieder ziehen „An Mariä Geburt ziehen Störche, Schwalben und Studenten fort“ aber „Mariä Geburt, fliegen die Schwalben furt; bleiben sie da, ist der Winter nicht nah“. Und noch einmal die Aufforderung aus der vergangenen Woche (Ägidius) „Maria gebor’n - Bauer, säh dein Korn“.
Das Fest Mariä Geburt hat seine Geschichte im Zusammenhang mit dem Bau der Kirche für die heilige Anna am See Bethesda. Dieser Ort galt als Wohnort von Anna und Joachim und somit als Heimat von Maria. Das Fest wurde dann seit dem 6. Jahrhundert zunächst in der Ostkirche gefeiert, um 700 durch Papst Sergius I. in Rom eingeführt und breitete sich im 10./11. Jahrhundert in der ganzen katholischen Kirche aus.
Damit will ich es aber bewenden lassen und aktualisiere den Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk:
Termine vom 08.09.2006 – 05.10.2006 im Bezirk Birk - Heide – Inger - 08.09.2006, 20.00 Uhr: Sommerfest, T.C. Heide
- 10.09.2006, 10.30 Uhr: Pfarrfest, kath. Pfarrgemeinde, kath. Pfarrheim Birk
- 17.09.2006, 10.15 Uhr: Gemeindefest, ev. Kirchengemeinde, ev. Gemeindezentrum Birk
- 17.09.2006, 11.00 Uhr: Schleifchenturnier für Jung und Alt, T.C. Heide
- 24.09.2006, 09.30 Uhr: Herbstausflug zur Festung Ehrenbreitstein (Koblenz). H.V. Birk, Abfahrt ab Dorfplatz Birk
- 30.09.2006, 20.00 Uhr: Ernteball, kath. Pfarrgemeinde, Gaststätte Fielenbach, Birk
- 01.10.2006, 9.30 Uhr: Erntedankmesse und Erntefest, kath. Pfarrgemeinde, kath. Pfarrkirche und Gaststätte Fielenbach, Birk
- 06.-08.10.2006: Ökumenische Kinder-Bibeltage, ev. Kirchengemeinde, ev. Kirche Birk
Zum Schluss wünsche ich Ihnen und Ihren Familien im Namen vom Ortsring-Vorstand, aber auch ganz persönlich, ein erholsames Wochenende und eine erfolgreiche Woche. Und wie immer gilt mein allwöchentlicher Spruch: bleiben Sie gesund!
Ihr Manfred Böhmer
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Liebe Ortsring-Freunde!
Als ich Ihnen vor einigen Wochen über das Wetter dieses Juli berichtet habe, konnte ich einen Rekord nach dem anderen aufzählen. Und wenn ich heute versuche, Ihnen etwas vom August-Wetter aufzuschreiben, so dürften allenfalls negative Rekorde zu verzeichnen sein. Und seien Sie ehrlich: wie viele unter Ihnen haben über den heißen Juli geflucht und sehnen ihn heute wieder herbei, denn heute ist man geneigt, die Heizung zu starten. Und das im August bei den derzeitigen Energiepreisen!
Aber zur trockenen Statistik: lag die mittlere Temperatur des Juli etwa 6 Grad über dem langjährigen Birker Mittelwert (der wärmste Monat seit Beginn der Wetter-Aufschreibung), so lag der diesjährige August etwa anderthalb Grad unter dem langjährigen Mittel. Und wenn wir im Juli noch 24 Hitzetage, also Tage mit einer Höchsttemperatur über 30 Grad, hatten, so war das in diesem August kein einziger. Im Juli gab es 31 Sommertage, d.h. alle Tage des Monats hatten Höchsttemperaturen über 25 Grad. Dagegen gab es im August lediglich 8 solche Tage. Auch keinen einzigen wolkenlosen Tag konnte ich aufschreiben, gegenüber 12 im Juli. Und erinnern Sie sich noch an die Sommernächte? Acht Tropennächte gab es im Juli, also Nächte, in denen die Temperatur nicht unter 20 Grad fiel. So etwas gab es im August natürlich überhaupt nicht, im Gegenteil, wir hatten sogar schon zwei Nächte mit Minimaltemperaturen unter 10 Grad!
So könnte man noch lange weiterschreiben, aber kommen wir zu den Niederschlägen. Denn nicht nur die kühlen „Sommer“-Temperaturen vermiesen uns das Sommervergnügen, vor allem sind es die dauernden Niederschläge die jeden Spaziergang und jede Veranstaltungsteilnahme zu einem Risiko werden lassen. Lag der Juli bei etwa einem Viertel des langjährigen Durchschnitts-Niederschlag, so hat der August jetzt, wo ich Ihnen diesen Artikel schreibe, den Durchschnitt bereits längst überschritten. Und nicht allein die Regenmenge ist es, die die Menschen schwermütig macht, sondern die Häufigkeit der Niederschläge: nur sieben Tage im gesamten Hochsommer- oder Ferien-Monat August sind trocken gewesen! Also: lassen Sie uns jetzt auf einen schönen September oder den sprichwörtlichen „Goldenen Oktober“ warten!
Vor allem ein schöner September kann uns nicht nur versöhnen, er macht nach den alten Hausbüchern auch positive Vorhersagen für das kommende Jahr und den Winter möglich: „Septemberwetter warm und klar, verheißt ein gutes nächstes Jahr“ und „Ist der September mild und lind, wird auch der Winter wohl ein Kind“. Na, das wäre doch was?
In die gleiche Richtung gehen auch die Wetteraufschreibungen zum heutigen Festtag von Ägidius. Dieser lebte im 7. Jahrhundert als Einsiedler in der Camargue. Er ernährte sich u.a. von der Milch einer Hirschkuh, die jedoch bei einer Jagd vom Westgotenkönig Wamba erschossen wurde. Zur Wiedergutmachung gestattete ihm dieser den Bau eines Klosters; dies’ wurde das Benediktiner-Kloster St. Gilles im gleichnamigen Ort in der Camargue. Da tat er dann die übliche notwendige Menge an Wundern und stieg zu den 14 Nothelfern auf. Im Mittelalter war St. Gilles ein berühmter Wallfahrtsort, bis das Kloster im 16. Jahrh. in den Hugenottenkriegen zerstört wurde. Infolge seiner reichlichen Wundertaten erhielt Ägidius auch zahlreiche Patronate, z.B. der stillenden Mütter, Hirten, Jäger, Schiffbrüchigen und Bogenschützen, Bettler und Aussätzigen; er ist Schutzpatron des Holzes, des Waldes und des Viehs; er hilft bei Feuer, Dürre, Sturm und Unglück, bei der Beichte, in geistiger Not und Verlassenheit sowie gegen Fallsucht, Geisteskrankheiten und Unfruchtbarkeit von Mensch und Tier. Zurück zu den Wetter-Regeln: „Wie Ägidius sich verhält, so ist der ganze Herbst bestellt“ oder „Ist Ägidi ein heller Tag, ich Dir schönen Herbst ansag“ sowie „Ist auf Ägidi Sonnenschein, so gibt es vielen, guten Wein“. Diese Regeln sind auch solche, die von der modernen Meteorologie bestätigt werden. Stellt sich zu Septemberanfang noch einmal ein Hochdruckgebiet ein (wo soll es nur herkommen?), dann werden die herbstlichen Tiefausläufer mit ihren rasch sich ändernden Witterungen noch für einige Zeit über den Nordatlantik abgedrängt. Und dem Bauern sagte man an Ägidius: „An Sankt Ägidius man säen muß“ oder „Wenn Sankt Ägidius bläst ins Horn, so heißt es: Bauer säe dein Korn“.
Damit will ich es aber bewenden lassen und aktualisiere den Vier-Wochen-Auszug aus dem Terminkalender Ihres Ortsrings Birk:
Termine vom 01.09.2006 – 28.09.2006 im Bezirk Birk - Heide – Inger - 02. und 03.09.2006: Finalspiele der Clubmeisterschaften, T.C. Heide, Tennisplatz Heide
- 03.09.2006, 14.00 Uhr: Flohmarkt, Förderverein „Heidekraut“, kath. Kinder
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